Weg vom Image der „Schrottarmee“

By   /  October 5, 2016  /  Comments Off on Weg vom Image der „Schrottarmee“

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

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Blankenfelde, 04.10.2016.Als im Herbst 2014 ein Expertengutachten eine schonungslose Bestandsaufnahme und Risikoanalyse zentraler Rüstungsprojekte der Bundeswehr offenlegte, war Staatssekretärin Katrin Suder mit der Bezeichnung „Schrottarmee“ konfrontiert. Seitdem sei viel passiert, resümiert die promovierte Physikerin bei der Tagung zur Informationsarbeit der Bundeswehr.

Rüstung ist kein Selbstzweck. Staatssekretärin Suder sieht viele Fortschritte auf dem Weg zu einer modernen Rüstungspolitik. (Quelle: Bundeswehr/Kurtze)Größere Abbildung anzeigenDie Agenda Rüstung ist „ein System, auf das man wieder bauen kann, das transparent ist“, sagt sie in ihrer Rede. „Wir wissen, was wir brauchen, wie viel es kostet und wo wir es hinschieben wollen“, so Suder weiter. „Wir haben einen Plan, wie wir das alles in Summe hinkriegen“, zieht sie in ihrem Vortrag „Agenda Rüstung – Modernes Management in der öffentlichen Verwaltung“ Bilanz.nach obenAmbitionierte ZieleMan müsse sich unter Betrachtung des sicherheitspolitischen Kontextes, der global von Krisen und Konflikten geprägt ist, immer wieder vor Augen führen, dass Rüstung kein Selbstzweck ist. Der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr komme in Zeiten einer weltweiten Destabilisierung, akuter Bedrohungen durch den Islamischen Staat oder der Fluchtbewegung eine ganz wesentliche Bedeutung zu, stellt sie heraus. Mit weniger Geld, modernisierungsbedürftigem Material und einem schrumpfenden Personalkörper der Truppe immer mehr und facettenreichere Aufgaben zu übertragen, diese Rechnung konnte aus ihrer Sicht nicht aufgehen. Aufgaben, Personal, Ressourcen und Finanzen wieder so zusammensetzen, dass es passt, darin bestand die ambitionierte Aufgabe in den vergangenen zwei Jahren. Eine Faktenlage und Transparenz schaffen – dies waren die ersten Schritte, die die Agenda Rüstung anging, so Suder rückblickend. Der Vortrag war Teil der „Tagung zur Informationsarbeit der Bundeswehr“ am 28. und 29. September. (Quelle: Bundeswehr/Kurtze)Größere Abbildung anzeigennach obenTrendwende geschafftDarüber hinaus erläutert sie weitere Rahmenbedingungen – unter anderem die Zusammenarbeit mit der Industrie und Beschränkungen durch das bestehende Haushaltsrecht – die die Komplexität des Rüstungssektors verdeutlichen. Mittlerweile sei aus ihrer Sicht die Trendwende im Bereich Rüstung geschafft. „Die Maschine läuft“, versichert die Staatssekretärin den rund 140 Teilnehmern der Tagung. 130 Milliarden Euro sollen bis zum Jahr 2030 in die militärische Ausstattung der Truppe investiert werden, erinnert Suder an die Planungen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Schon heute habe man Konkretes erreicht, so Suder. Die Beschaffung von rund 1.800 geländegängigen Fahrzeugen bringt der Truppe Entlastung, ist sie überzeugt. Die Entscheidungen, mehr Transportpanzer Boxer zu beschaffen und den Kampfpanzer Leopard zu modernisieren, sind bereits gefallen. Man habe darüber hinaus in die Einsatzausstattung für die Soldaten investiert und 7.000 Schutzwesten, 3.000 Rucksäcke und Kälteschutz beschafft. „Wir glauben auch, dass die erhöhte Einsatzbereitschaft des Tigers in den Verbänden ankommt“, so die Staatssekretärin. Aus ihrer Sicht alles Erfolgsmeldungen, die die Informationsexperten der Bundeswehr gerne in die Fläche tragen dürfen. nach oben

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