Wegweisender Tarifvertrag für Münchenstift

By   /  October 7, 2016  /  Comments Off on Wegweisender Tarifvertrag für Münchenstift

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MIL OSI – Source: Verdi – Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft –

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7. Oktober 2016 | Ab Januar 2017 gibt es für angelernte Beschäftigte und Hilfskräfte der Münchenstift GmbH ordentlich mehr Geld. Erreicht wird dies mit einem neuen Haustarifvertrag, der den bisherigen Sanierungstarifvertrag für sie ablöst. Knapp ein Jahr haben die Tarifverhandlungen zwischen der Münchenstift GmbH und ver.di gedauert. Jetzt können sich die Pflegefachkräfte auf eine bessere Bezahlung freuen.Die Ablösung des Sanierungstarifvertrages bedeutet, dass fast die Hälfte der ca. 500 Beschäftigten die aktuell danach bezahlt werden, ab Januar 2017 besser – nach dem Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) – bezahlt werden. Die anderen Mitarbeiter/innen werden ab dem Jahr 2017 in mehreren Erhöhungen, mit jeweils 40 Euro, an den TVöD herangeführt. „Damit wird in der hochpreisigen Stadt München ein wichtiger tarifpolitscher Schritt gegen Niedriglöhne realisiert“ sagte Gewerkschaftsekretär Christian Reischl. Der Sanierungstarifvertrag entstand im Jahr 2004, nachdem die damalige Geschäftsführung eine Tochtergesellschaft für angelernte Beschäftigte ohne Tarifbindung gründen wollte. Mehr Geld auch für Pflegefachkräfte Im zweiten Teil des Tarifwerkes geht es um die Erhöhung der Einstiegsgehälter der Pflegefachkräfte. Demnach erhalten junge Pflegefachkräfte ab Januar 2017 über 3.000 Euro Einstiegsgehalt und damit wird eine tarifpolitische Forderung von ver.di im Pflegebereich erfüllt. Zudem wird in den ersten zehn Beschäftigungsjahren mehr als im Tarifvertrag des TVöD bezahlt. Die zirka 330 Mitarbeiter/innen, die noch nicht zehn Jahre beschäftigt sind, können in den Tarif „TVöDplus“ wechseln. Ab dem elften Beschäftigungsjahr gelten regulär die Entgelte des TVöD. In dem Tarif „TVöDplus“ wird es keine leistungsorientierte Bezahlung mehr geben. Beschäftigte mit Zusatzqualifikation erhalten weitere Zulagen; z.B. Praxisanleiter/innen für Auszubildende 150 Euro im Monat. ver.di-Verhandlungsführer Lorenz Ganterer betonte, dass damit auch andere Träger in Zugzwang kommen, die Pflegefachkräfte besser zu bezahlen. Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern (KAV) wollte den TVöDplus nicht mittragen. Daher muss die Münchenstift GmbH aus dem KAV Bayern austreten, um dieses Tarifwerk abschließen zu können. Der Münchner Stadtrat hat dem schon zugestimmt. Im Haustarif- vertrag ist die umfängliche Bindung an den TVöD festgeschrieben und auch die weiteren Entgelterhöhungen in den kommenden Jahren sind dort verbindlich verankert. 

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