ILÜ 2016: Der Anfang ist gemacht – die Landstreitkräfte stellen sich vor

By   /  October 11, 2016  /  Comments Off on ILÜ 2016: Der Anfang ist gemacht – die Landstreitkräfte stellen sich vor

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

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Munster, Niedersachsen, 10.10.2016.Noch ist es ruhig vor der Tribüne auf dem Übungsplatz Munster. Nur aus der Ferne grummeln die Motoren der Panzer, Haubitzen, Schnellbrücken und Kleinfahrzeuge. Sie verheißen den Startschuss der Informationslehrübung (ILÜ) Landoperationen 2016. In wenigen Sekunden präsentieren sich die Landstreitkräfte im Einsatz.

An dieser Station ist das Panzerlehrbataillon 93 aus Munster federführend. Aus allen Teilstreitkräften und Organisationsbereichen wirken an ihr rund 360 Soldatinnen und Soldaten. Mit knapp 100 Gefechtsfahrzeugen, zahlreichen Hubschraubern und Unterstützung der Luftwaffe werden im offenen Gelände exemplarisch die Fähigkeiten von Landstreitkräften gezeigt. nach obenZeigen, erklären und daraus lernenDas Spektrum der militärischen Fähigkeiten sei weit gefächert. Diese Fähigkeiten führten nur im Verbund eingesetzt zum Erfolg einer militärischen Operation, erklärt Hauptfeldwebel Johannes Lincke. Er ist Zugführer des Panzerlehrbataillons 93 und organisiert den fehlerfreien Ablauf der Station mit. „In dynamischen Einzelbildern zeigen und erklären wir hier Gefechtsfahrzeuge wie etwa den Leopard 2 A7 und weitere Waffensysteme mit ihren Einsatzmöglichkeiten. Wir erklären auch Handlungsfelder und Einsatzgrundsätze etwa von Scharfschützen oder Sanitätstrupps, um nur einige zu nennen.“ Plakativ und nachhaltig wird gezeigt, was die einzelnen Systeme im Einsatz leisten können. An der Station „Landstreitkräfte im Einsatz“ gebe es also Antworten auf die Frage, welche Ressourcen mit welchen Eigenschaften dem militärischen Führer zur Verfügung stehen. nach obenPanzergrenadiere mit Stolz erfülltEiner der Höhepunkte an dieser Station ist zweifelsohne der Schützenpanzer Puma. Noch befindet er sich in der Phase der Einführung in die Truppe, aber auch hier auf der ILÜ zeigt er seine „Krallen“. Als zukünftiges Hauptwaffensystem der Panzergrenadiere verfügt er über eine herausragende Feuerkraft und Mobilität sowie den höchsten Schutz, der bei einem Schützenpanzer realisiert wurde. Zusätzlich ist der Schützentrupp- bestehend aus sechs Soldaten plus Kommandant, Kraftfahrer und Richtschütze – mit dem System „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ (IDZ-ES) ausgestattet.Hauptfeldwebel Nils Hofmeister war einer der ersten Soldaten, die Ende letzten Jahres vom Schützenpanzer Marder auf den Schützenpanzer Puma umschulten. „Die Anforderungen an die gesamte Besatzung sind sehr hoch. Allein die technische Ausstattung des Panzers, aber auch die Anforderungen an jeden Soldaten, was die persönliche Ausrüstung IDZ-ES betrifft, fordern dem Einzelnen viel ab.“ Die lange und intensive Ausbildung sei nur mit länger dienenden Soldaten zu schaffen. Diese hohen Anforderungen – resultierend aus der modernen Ausstattung des Pumas – sei auch der größte Unterschied im Vergleich zum Schützenpanzer Marder, so Hauptfeldwebel Hofmeister.Im hinteren Kampfraum ist auch Oberstabsgefreiter Hans Hintz mit dabei. Er ist Zeitsoldat und Angehöriger der 2. Kompanie des Panzergrenadierlehrbataillons 29. Ausgebildet auf Schützenpanzer Marder und Puma ist er auf der Übung der Panzerfaustschütze. „Wir sind stolz, uns hier auf der Informationslehrübung zu präsentieren. Es war ein langer Weg. Allein meine Ausbildung auf dem Puma dauerte sechs Monate. Die Ausbildung verlangt einem allerhand ab, aber darauf sind wir stolz“, erzählt Hintz.nach obenEine Komposition aus BildernAlleine auf dem Gefechtsfeld hätte aber auch der Puma einen nur sehr geringen Einsatzwert. Deshalb warten nicht nur der Schützenpanzer, sondern auch andere Ketten- und Radfahrzeuge auf dem Übungsplatz auf. So setzt sich für den Besucher – dem Führungsnachwuchs der Bundeswehr – in den ersten 75 Minuten der Informationslehrübung nach und nach ein Bild zusammen. Ein Bild aus einzelnen Fähigkeiten des Heeres, der Streitkräftebasis, der Luftwaffe und des zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Eine Stimme aus dem Off erklärt die Besonderheiten und Details eines jeden Fahrzeugs. Das Gezeigte bildet schließlich die Grundlage für alle weiteren Stationen der Lehrübung, an denen diese Einzelbilder zu komplexen Szenarien bis hin zum hochintensiven Angriff mit Gefechtsmunition verschmelzen.Ein weiteres Highlight an dieser Station ist, dass die Besucher die gezeigten Systeme und Fahrzeuge später in einer Geräteschau hautnah erleben und betrachten können. In dieser Zeit bietet sich auch die eine oder andere Gelegenheit, mit allen Soldaten der Station zu sprechen.nach oben

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