Safety Fuel: Ein Konzept bewährt sich

By   /  October 11, 2016  /  Comments Off on Safety Fuel: Ein Konzept bewährt sich

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

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Air Base Papa/Ungarn, 10.10.2016.Pipelinepioniere versorgen die Truppe unter anderem mit Treibstoff. Ohne sie säßen die Taktiker also auf dem Trockenen. Die deutsch-ungarische Kooperation in diesem Teilbereich der Logistik hat sich beim Projekt Safety Fuel erneut bewährt – und gilt als gutes Beispiel für das sogenannte Rahmennationenkonzept.

Packen gemeinsam an: Deutsche und ungarische Pipelinepioniere beim Aufbau des Feldtanklagers auf der ungarischen Air Base Papa. (Quelle: Bundeswehr/Thiel)Größere Abbildung anzeigenRasche Truppenbewegungen kennzeichnen ein modernes Gefecht – und erfordern große Mengen Treibstoff. Aufgabe der Pipelinepioniere ist es deshalb, Diesel, Kerosin und Co. heranzuschaffen und bereitzustellen. Genau hier setzt Safety Fuel an. Auf der ungarischen Air Base Papa bauten und betrieben deutsche und ungarische Pipelinepioniere im September gemeinsam ein Feldtanklager.nach obenLeuchtturmprojekt in Sachen LogistikOberstleutnant Peter Becker vom Logistikkommando war seitens der Bundeswehr der Co-Exercise-Director. Dabei betont der erfahrene Logistiker: „Safety Fuel sollte weniger als Einzelübung verstanden werden, sondern als ein Ausbildungs- und Übungsprojekt, das ständig weiterentwickelt wird”, stellt Becker klar.Überdies gilt Safety Fuel als logistisches Leuchtturmprojekt des Rahmennationen-Konzeptes (Framework Nations Concept). Dieses ist eine deutsche Idee aus dem Jahr 2013. Es sieht eine dauerhafte Kooperation zwischen größeren und kleineren Streitkräften vor. Das Prinzip: Kleinere Armeen lehnen sich mit ihren speziellen Fähigkeiten an eine Rahmennation an, deren größere Armee als organisatorische Basis dient.Bei der Rahmennation geht also Fähigkeitsbreite vor Tiefe. Die Partnerländer wiederum sorgen für die nötige Tiefe, indem sie den Rahmen mit ihren Ressourcen auffüllen. Dies stärkt die gemeinsame Durchhalte- und Verteidigungsfähigkeit.nach obenBewährte Zusammenarbeit im BündnisDie Kooperation zwischen Deutschland und Ungarn begann 2011 mit der Ausbildung der ungarischen Kameraden. Nach der Übernahme des Pipelinegeräts aus NATO-Beständen konnte dann 2012 die erste Safety Fuel-Übung in Ungarn stattfinden. „Durch Safety Fuel 2014 im schleswig-holsteinischen Putlos bekam das deutsch-ungarische Feldtanklagerprojekt dann seine Einsatzfähigkeit bescheinigt”, fasst Becker den bisherigen Verlauf der Kooperation zusammen.Ganz im Sinne des Rahmennationen-Konzepts sollten die ungarischen Pipelinepioniere ursprünglich ihre deutschen Kameraden im ISAF-Einsatz in Afghanistan entlasten. „Obwohl dieses Einsatzszenario nun nicht mehr besteht, wollen wir die gemeinsam aufgebaute Fähigkeit erhalten”, erklärt Becker. „Ziel ist es, einmal im Jahr zusammen zu üben. Entweder, wie in diesem Jahr, im Rahmen von Safety Fuel, oder eingebettet in die NATO-Übungsreihe Capable Logistician.“ Bekanntes Gesicht: Der Logistik-Spezialist Oberstleutnant Uwe Patz spricht ungarisch und diente rund fünf Jahre als Austausch- und Verbindungsstabsoffizier in Ungarn. (Quelle: Bundeswehr/Thiel)Größere Abbildung anzeigennach obenBeide Nationen profitierenDass gerade das Safety Fuel-Projekt zu einer deutsch-ungarischen Erfolgsstory wurde, ist auch Oberstleutnant Uwe Patz zu verdanken. Als deutscher Austauschoffizier im ungarischen Streitkräfteführungskommando sorgte er rund fünf Jahre lang für eine gute Verbindung zwischen den deutschen und den magyarischen Streitkräften. Indem er die relativ schwere ungarische Sprache lernte, erwarb er sich den Respekt und die Sympathie der ungarischen Kameraden. „Mir hat diese Arbeit viel Spaß gemacht”, sagt Patz. „Vor allem die kleinen Gesten sind oft entscheidend für das gegenseitige Verständnis und den Umgang miteinander.”Wichtig sei auch, so Patz, dass beide Seiten das Gefühl hätten, von derartigen Kooperationen zu profitieren. Safety Fuel ist diesbezüglich eine echte Win-win-Situation: Die ungarischen Streitkräfte haben eine neue Fähigkeit hinzugewonnen – auf der deutscher Seite wiederum kann das eigene Personal entlastet werden. Patz ist überzeugt: „In künftigen Einsätzen können und sollten wir von dieser jahrelangen deutsch-ungarischen Aufbauarbeit profitieren.”nach oben

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