Aachener Kolloquium 2016: Fahrfreude der Zukunft. Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Entwicklung, zeigt auf, welche Antriebstechnologien uns demnächst vorwärts bringen.

By   /  October 13, 2016  /  Comments Off on Aachener Kolloquium 2016: Fahrfreude der Zukunft. Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Entwicklung, zeigt auf, welche Antriebstechnologien uns demnächst vorwärts bringen.

    Print       Email

MIL OSI – Source: BMW Group –

Headline: Aachener Kolloquium 2016: Fahrfreude der Zukunft. Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Entwicklung, zeigt auf, welche Antriebstechnologien uns demnächst vorwärts bringen.

München / Aachen.
Schon heute bietet die BMW Group als Pionier der
Elektromobilität eine Reihe von Fahrzeugen mit elektrifizierten
Antrieben an. Sowohl der rein elektrisch angetriebene BMW i3 als
auch inzwischen fünf Plug-in Hybrid Fahrzeuge mit einer Kombination
aus Elektro- und Benzin-Motor werden bereits erfolgreich verkauft.
Künftig wird die BMW Group noch mehr Modelle mit elektrischen
Antrieben entwickeln. Gleichzeitig werden konventionelle Diesel- und
Benzin-Motoren noch längere Zeit eine wichtige Rolle spielen.

Im Rahmen seines Vortrags beim 26. Aachener Kolloquium
Fahrzeug- und Motorentechnik stellte Klaus Fröhlich, Mitglied
des Vorstands der BMW AG, Entwicklung, jetzt die gesamte Palette
künftig möglicher Antriebstechnologien vor. Er zeigte auf, wohin die
Reise zukünftig gehen wird. Eine der Kernaussagen war dabei, dass
die Abdeckung aller relevanten Anforderungen von Kunden wie
Gesetzgebern eine hohe Angebotsvielfalt an unterschiedlichen
Antrieben erfordert. „Eine ‘one-fits-all’-Lösung wird es nicht
geben. Wir sehen diese Vielfalt der verschiedenen Technologien über
viele Jahre“, ist sich Fröhlich sicher.

Der Verbrennungsmotor wird zwar mittelfristig in seiner
Bedeutung abnehmen, er wird aber noch lange notwendig sein und hat
mit zusätzlichen Investitionen noch Potenzial. Es wird jedoch ein
breitgefächertes Spektrum evolutionärer Weiterentwicklungen
notwendig sein, um die zukünftigen Anforderungen hinsichtlich CO2
und der sonstigen Emissionen zu erfüllen. Eine zunehmende Bedeutung
werden dabei Rekuperationssysteme mit 48V bekommen.

Der Anteil an elektrifizierten Fahrzeugen nimmt kontinuierlich
zu. In den USA und einigen europäischen Staaten steigt die Nachfrage
schneller als in Deutschland. Auch hier konnte der BMW i3 mit der
neuen 94-Ah-Batterie die Verkaufszahlen deutlich steigern. Weltweit
wurden im August 2016 über 70 % mehr BMW i3 verkauft als im
Vergleichsmonat des Vorjahres. In China ist das Potenzial für
Elektromobilität sehr groß, die tatsächliche Nachfrage jedoch lokal
sehr unterschiedlich. Elektromobilität wird noch lange konzept- und
marktspezifisch vielfältig geprägt sein. Insgesamt wurden in diesem
Jahr bis Ende August bereits 34.664 BMW i und BMW iPerformance
Fahrzeuge verkauft. Ein deutlicher Kosten-Rückgang ist erst nach
2020 zu erwarten.

Das Batterie-Elektrische-Fahrzeug (BEV) wird in den nächsten
Jahren noch nicht die allumfassende Lösung für alle Kunden und
Fahrzeugklassen sein. Der rein batterieelektrische Antrieb bietet
emissionsfreies, elektrisches Fahren mit kleineren bis mittleren
Fahrzeugen für Kunden, deren tägliche Fahrten in der Regel bis zu
100 Kilometer betragen. Der BMW i3 zeigt hier einen Lösungsweg auf –
jetzt auch mit einer elektrischen Reichweite im Kundenbetrieb von
über 200 km.

Für mittlere Fahrstrecken und Fahrzeuggrößen bietet die BMW
Group ein sehr breites Angebot an Plug-In Hybrid Modellen (PHEV) an.
Mit diesen Allroundern beginnt in vielen Segmenten die
kundenrelevante E-Mobilität.

Für hohe Reichweiten und hohe Fahrwiderstände ist das
Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektrischen-Fahrzeug (FCEV) die
alltagstaugliche Zero-Emission-Lösung. Zentraler Kundenvorteil des
Brennstoffzellenantriebs sind ähnlich kurze Betankungszeiten wie bei
Fahrzeugen mit konventionellen Verbrennungsmotoren – allerdings
fehlt dafür noch das erforderliche Wasserstoff-Ökosystem aus
Infrastruktur und Erzeugung. Der dazu nötige Aufbau wird durch
sektorübergreifende Partnerschaften beschleunigt. In den nächsten
zehn Jahren wird die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie
dadurch volumenfähig und kundenrelevant werden.

Das derzeit aktuelle Demonstrator- und Forschungsfahrzeug mit
Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektrischen-Antrieb basiert auf dem
Elektrifizierungsbaukasten der BMW Group. Partnernetzwerke wie
zwischen der BMW Group und Toyota bieten eine Chance, schneller und
kostengünstiger Ziele zu erreichen.

Den Weg zum Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektrischen-Fahren
skizziert Fröhlich folgendermaßen: „Der Markteintritt von BMW mit
Brennstoffzellen passiert über Kleinstserien Anfang des nächsten
Jahrzehnts. Aber: Vor 2025ff sind die Kosten noch zu hoch und die
Wasserstoffinfrastruktur zu dünn für eine breite Durchdringung. Bis
dahin wird auch die BMW Group ein kundenwertes Produktangebot zur
Marktreife führen.“

    Print       Email

You might also like...

Das erste BMW 2er Gran Coupé: finale Erprobungsphase in außergewöhnlichem Design.

Read More →