Juden in aller Welt feiern Jom Kippur

By   /  October 13, 2016  /  Comments Off on Juden in aller Welt feiern Jom Kippur

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

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Berlin, 12.10.2016.Juden in aller Welt feiern vom 11. bis 12. Oktober Jom Kippur, den Tag der Sühne und der Versöhnung. Jom Kippur ist der höchste Festtag des jüdischen Glaubens – er wird mit Beten, Fasten und innerer Einkehr verbracht. Die etwa 14,5 Millionen Gläubigen weltweit bekennen und bereuen ihre Sünden vor Gott. Sie leisten Abbitte und hoffen darauf, dass ihnen ihre Verfehlungen vergeben werden. In Deutschland wird Jom Kippur von etwa 120.000 Juden begangen.

nach obenVon der Leyen: Vielfalt als Chance„Ich wünsche allen Angehörigen jüdischen Glaubens in der Bundeswehr und ihren Familien chatima tova (‚Möge Deine Einschreibung (in das Buch des Lebens) gut abgeschlossen werden‘). Die Vielfalt an Perspektiven und Lebenserfahrungen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft oder religiöser Orientierung einbringen, ist ein Gewinn für unsere Bundeswehr, die weltweit aktiv und daheim fest in der Gesellschaft verankert ist“, sagt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Die Bundeswehr stehe Menschen aller Konfessionen offen gegenüber, die Deutschland und seine Werte verteidigen wollen. Der Anteil von Beschäftigten mit Migrationshintergrund in der Bundeswehr solle sich künftig weiter erhöhen.nach obenTage der Reue und UmkehrJom Kippur wird im Herbst – im September oder Oktober – begangen. Das genaue Datum variiert von Jahr zu Jahr, es wird nach dem Mondkalender bestimmt. Jom Kippur findet zehn Tage nach dem jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana statt. Es beschließt die Tage der Reue und Umkehr: An Neujahr hält Gott Gericht über die Gläubigen – die Gerechten werden ins Buch des Lebens eingetragen, die Schlechten ins Buch des Todes. In der Mehrheit der Fälle fällt das Urteil jedoch nicht eindeutig aus – daher gibt Gott den Gläubigen zwischen Rosch ha-Schana und Jom Kippur eine Chance zur Bewährung. Juden versuchen deshalb zwischen den Festtagen, Fehler wiedergutzumachen und Streitigkeiten beizulegen. So wollen sie sich ihren Eintrag in der Buch des Lebens sichern. nach obenIn Israel steht das Leben stillAn Jom Kippur kommt das öffentliche Leben in Israel vollständig zum Erliegen. Auf den Straßen sind kaum Autos unterwegs, Geschäfte und Restaurants bleiben zu. Selbst Fernseh- und Radiosender strahlen kein Programm aus. Das israelische Militär bleibt aber in voller Alarmbereitschaft. Eine Lehre aus dem Jom-Kippur-Krieg 1973, als Israel am Festtag von seinen arabischen Nachbarn überfallen worden war. 2200 Israelis kamen in dem knapp dreiwöchigen Krieg ums Leben. nach obenEin Tag voller GebeteDie Feierlichkeiten beginnen schon am Abend vor Jom Kippur – mit dem Kol Nidre, dem gemeinsamen Sündenbekenntnis. In den Häusern werden Lichter für die Toten angezündet. Nach Sonnenuntergang wird gefastet – für 25 Stunden wird traditionell nichts gegessen und getrunken. Davon sind nur Kinder, Schwangere und Kranke ausgenommen. Viele Juden verbringen fast den ganzen Festtag mit Gottesdiensten. Sie wünschen sich gegenseitig „gmar chatima tova“. Jom Kippur wird nach Einbruch der Dunkelheit mit einem Festmahl beschlossen. Anschließend beginnen die Vorbereitungen für den nächsten großen Feiertag: Nur fünf Tage nach Jom Kippur wird das Laubhüttenfest „Sukkot“ gefeiert. Auch die rund 150 jüdischen Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr begehen diesen hohen Festtag. Hauptmann Anne Külow, Offizier in der G1 Abteilung des Deutsch-Niederländischen Korps, berichtet, wie sie Jom Kippur lebt: „Dieses Jahr habe ich mir freinehmen können, um in Ruhe Jom Kippur zu begehen und mir die Zeit zu nehmen, meine Taten aus dem letzten Jahr zu reflektieren. Das gibt mir Kraft und Orientierung für das neue Jahr. Ich wünsche allen chatima tova.“ nach oben

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