Wochenausblick: Gefangen in enger Kursspanne

By   /  October 17, 2016  /  Comments Off on Wochenausblick: Gefangen in enger Kursspanne

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MIL OSI – Source: Boerse Frankfurt –

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17. Oktober 2016. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Große Veränderungen hat das vierte Quartal bislang nicht gebracht, mangels fehlender Impulse setzt der DAX seinen Seitwärtstrend fort. Am Freitagabend ging der Index mit 10.580 Punkten aus dem Handel, am Montagmorgen notiert er bei 10.565 Punkten leicht im Minus.
Die LBBW rechnet mit einem Anhalten der Schaukelbörse. “Neben der US-Geldpolitik lastet der ungewisse Ausgang der US-Wahlen auf den Märkten”, heißt es. Zudem sorge die nach dem Rückgang der chinesischen Exporte um 10 Prozent wieder neu aufgeflammte Angst vor einer schwächeren Weltkonjunktur für Kursdruck. Unterstützung erhielten die Märkte hingegen von relativ stabilen Ölpreisen. Auch die US-Berichtssaison könne noch als positiver Impulsgeber fungieren, da die Quartalsgewinne wohl erneut die niedrigen Erwartungen übertreffen würden. “Aus fundamentaler und sentimenttechnischer Sicht spricht damit einiges für eine Erholung zum Jahresende hin.”
Rückenwind durch Unternehmenszahlen
Die DekaBank geht davon aus, dass sich die stabilen Geschäftserwartungen der Unternehmen auch in den Zahlen für das dritte Quartal widerspiegeln werden, erwartet werden Wachstumsraten im hohen einstelligen Bereich gegenüber dem Vorjahresquartal. “Damit bleibt der Aktienmarkt, trotz der zuletzt stark negativen Schlagzeilen mit Blick auf den Zustand des Bankensektors, fundamental solide unterstützt.” Zudem helfe die Stabilisierung in den Schwellenländern den vom Export abhängigen deutschen Unternehmen.
Technik: Schwieriges Umfeld

Aus technischer Sicht hat der DAX nach Einschätzung von Martin Utschneider von Donner & Reuschel den Brexit-Schock mittlerweile gut verdaut. “Schließlich erreichte er einen sechswöchigen Aufwärtsmodus, der sogar im Jahreshoch bei 10.802 Punkten mündete.” Ende vorletzter Woche habe der Indexstand dann aber wieder in etwa dem Vor-Brexit-Niveau entsprochen. “Durch den kurzfristigen Bruch wichtiger charttechnischer Unterstützungslinien befindet sich der DAX nun wieder in schwierigem Fahrwasser”, erläutert Utschneider.
Der Blick nach unten gelte den Marken 10.383, 10.250 und 10.190, hier verliefen wichtige Unterstützungslinien sowie das 62 Prozent-Fibonacci-Retracement aus der sechswöchigen Aufwärtsbewegung von Ende Juni bis Mitte August. “Die 200-Tage-Linie bei rund 10.020 ist aktuell noch in weiter Ferne. Ein kurzfristiger Test ist daher unwahrscheinlich.”Klar positiv erst bei Jahreshoch

Hielten diese Unterstützungslinien und das Fibonacci-Retracement mittelfristig, könne es durchaus wieder aufwärts gehen. Auf Wochenbasis zeigten sich die wichtigsten markttechnischen Indikatoren neutral. Die überkauften Tendenzen seien abgebaut worden. “Das mittelfristige Ziel bei 11.431 Punkten bleibt im erweiterten Blickfeld. Licht am Ende des Tunnels ist allerdings erst ab 10.802, dem Jahreshoch 2016, zu sehen.”
“Der anhaltende Seitwärtstrend der vergangenen Monate wird von einigen Marktteilnehmern bereits als ‚nervig’ bezeichnet”, stellt Christoph Geyer von der Commerzbank fest. Selbst der freundliche Wochenschluss sei nicht mit steigenden Umsätzen einhergegangen. “Der MACD-Indikator verläuft an der Null-Linie flach, und der Stochastik-Indikator befindet sich im neutralen Bereich. Eine Aussage, in welche Richtung der Index ausbrechen könnte, ist somit nicht zu tätigen.”
Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Derweil geht die Berichtssaison weiter. Unter anderem legen in den USA Intel, Microsoft, GE, Bank of America, Goldman Sachs und McDonald’s die Zahlen für das dritte Quartal offen. In Deutschland berichten Metro, Zalando, SAP und Daimler.
Dienstag, 18. Oktober
14.40 Uhr. USA: Verbraucherpreise September. Nach Ansicht der DekaBank hat die Inflationsrate im September einen Sprung nach oben gemacht und mit 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr den höchsten Stand seit Oktober 2014 erreicht. Verantwortlich hierfür seien die Energiepreise. Bis zuletzt hätten sie die Inflation noch gebremst, jetzt trieben sie sie wieder nach oben.
Mittwoch, 19. Oktober
4.00 Uhr. China: BIP 3. Quartal. Das BIP-Wachstum dürfte gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben sein, meint die DekaBank und prognostiziert 6,7 Prozent. Die Wirtschaft liege damit auf Kurs, das offizielle Wachstumsziel für das laufende Jahr von 6,5 bis 7 Prozent zu erreichen.
Donnerstag, 20. Oktober
13.45 Uhr. Eurozone: EZB-Sitzung. Neue Entscheidungen des EZB-Rats erwartet die Commerzbank erst auf der Sitzung Anfang Dezember. Am Donnerstag werde lediglich die Diskussion über die künftige Richtung beginnen.
Von: Anna-Maria Borse
17. Oktober 2016, © Deutsche Börse AG

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