Neuaufgestellt: Sanitätsregiment 2 in Koblenz

By   /  October 18, 2016  /  Comments Off on Neuaufgestellt: Sanitätsregiment 2 in Koblenz

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

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Koblenz, 18.10.2016.Mit der Neuaufstellung des Sanitätsregiments 2 komplettiert sich der Sanitätsstandort Koblenz. Einige Vorkommandos begannen jedoch schon zwei Monate vorher, in den leeren Kompanieblöcken neue Strukturen zu schaffen, denn eingerichtete Stuben oder Möglichkeiten zur elektronischen Datenverarbeitung suchten die Soldaten anfangs vergeblich. Stabsunteroffizier Tom Sandkühler gehörte zu einem dieser Vorkommandos.

Als Stabsunteroffizier Sandkühler im Sommer letzten Jahres aus dem Einsatz zurück in die 2. Kompanie des Sanitätsregiments 22 in Ahlen kam, wurde er vor vollendete Tatsachen gestellt. Mit der Auflösung des Regiments sollte seine Zeit nach sechs Jahren dort enden. Als die Kompanieführung nach Freiwilligen für ein Vorkommando in Koblenz suchte, nutzte er sofort die Gelegenheit: „Ich habe für meine Frau und unser Pflegekind direkt eine Wohnung gesucht. Unser Lebensabschnitt in Ahlen war abgeschlossen, und ich wollte hier meiner Familie schnellstmöglich ein neues Zuhause bieten.“ Seine Frau Jessica ist ebenfalls Soldatin und dient heute als Materialbewirtschaftungsunteroffizier im Ausbildungs- und Simulationszentrum, das sich im gleichen Block befindet. nach obenViel Arbeit, wenig Aufregung Seine Diensterfahrung sammelte Sandkühler in der ehemaligen 2./SanRgt 22 (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Dittrich)Größere Abbildung anzeigenDie Stimmung am Anfang beschreibt der 28-Jährige so: „Es war wie die auf einem Rohbau. Die viele Arbeit bestand anfangs aus Tätigkeiten wie der Aufbereitung von Fußböden oder der Koordination der Möbellieferanten. Wir waren ein kleines Team, unser Aufbaukommando bestand außer mir nur noch aus einem Oberfeldwebel und einem Oberstabsgefreiten.“ Mitte Dezember begann für Sandkühler dann im Geschäftszimmer so etwas wie normaler Dienstbetrieb, damals noch mit einem Laptop und einem Drucker. „Wenn man eine Kompanie aufbaut und vom ersten Stein an dabei ist, dann motiviert einen das irgendwie. Die Kameraden, die jetzt neu zuversetzt werden, müssen sich in die Gemeinschaft einfügen, deren Ursprung unser dreiköpfiges Aufbaukommando ist.“ Der 28-Jährige hat sich in der Region eingelebt und will nicht mehr zurück (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Dittrich)Größere Abbildung anzeigenHeute besteht die 7. Kompanie, in der Sandkühler jetzt fest im Geschäftszimmer arbeitet, seit neun Monaten. Personell ist die Einheit bei 50% ihrer Sollstärke und für den Familienvater ist klar, dass die anfängliche Aufbruchsstimmung auch noch lange bestehen bleiben wird: „Derzeit sind wir immer noch im Aufwuchs. Da Fahrzeuge und Material noch im Zulauf sind, ist vor allem Improvisationstalent gefragt. Aber wir sind auf einem guten Weg.“ Die größten Herausforderungen sieht er bei der Bildung einer eigenen Identität. Zwar seien viele Soldaten vorher schon zusammen in einer Einheit gewesen, unter anderem in Ahlen, hier aber müsse dieses „Wir-Gefühl“ erst noch entstehen. „Besonders die altgedienten Berufssoldaten hadern mit dem Verlust ihrer ehemaligen militärischen Heimat, deren Teil sie über viele Jahre waren.“ Doch Sandkühler ist optimistisch, dass die Kompanie mit den zukünftigen Herausforderungen weiter zusammenwachsen wird. Für den jungen Soldaten war es eine wertvolle Erfahrung, an den komplexen und zeitintensiven Arbeitsschritten einer Kompanieneuaufstellung mitwirken zu können.

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