Betriebliches Gesundheitsmanagement: Klettern für Körper, Geist und Seele

By   /  October 19, 2016  /  Comments Off on Betriebliches Gesundheitsmanagement: Klettern für Körper, Geist und Seele

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

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Weißenfels, 19.10.2016.Im Zuge des betrieblichen Gesundheitsmanagements hat sich seit 2015 im Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung in Weißenfels unter der Leitung von Hauptmann Jan Tonndorf die Neigungsgruppe Klettern und Bouldern etabliert. Zweimal im Monat fahren bis zu 16 Soldaten zum Klettern nach Leipzig. Die Beweggründe, dort teilzunehmen, sind bei jedem Teilnehmer verschieden – sei es zum Training des Körpers, insbesondere des Rückens, zur Stressprävention oder zur Stärkung der psychischen Stabilität.

Grenzen überwinden: 38 Meter hochklettern am alten Wasserturm in Leipzig (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Minh Vu)Größere Abbildung anzeigenKlettern wird von vielen als gefährlicher Sport wahrgenommen, zunehmend mit der an Popularität gewinnenden Extremsportart Roofing, dem Klettern an Gebäuden und Türmen. Klettern ist aber ein sehr gesunder und – unter Beachtung von anerkannten Sicherheitsregeln – sehr sicherer Sport. Die Verletzungsquote gegenüber anderen Sportarten ist sehr gering und auch für Soldaten, die nur unregelmäßig oder zum ersten Mal am Klettern teilnehmen, ist es ein positives Erlebnis. Es gilt, aus eigener Kraft das Ziel zu erklimmen und dabei auch seine eigenen körperlichen und psychischen Grenzen zu überwinden. Neben der ganzheitlichen Bewegung und Koordination liegen auch die persönliche Konfliktbewältigung und das Stressmanagement im Fokus. Gibt es mal kein Weiterkommen, ist immer jemand da, der mit Rat und Tat zur Seite steht.nach obenVerantwortung übernehmen und Vertrauen schaffen Partnercheck: Hauptmann Jan Tonndorf und Hauptfeldwebel Mark Wilsch kontrollieren vor dem Klettern gegenseitig die Ausrüstung (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Minh Vu)Größere Abbildung anzeigenAuch der sichernde Kamerad macht ganz wichtige Erfahrungen. Er lernt, Verantwortung für seinen Kameraden zu übernehmen, weil dieser ihm absolut vertraut und sich auf ihn verlässt. Kameradschaft ist hier die absolute Grundvoraussetzung. „Durch diese teambildende und dienstellenübergreifende Neigungsgruppe werden verstärkt auch die soldatischen Grundfähigkeiten, wie Kraft und Kraftausdauer, Beweglichkeit, Selbstüberwindung, physische und mentale Robustheit, Mut und Selbstvertrauen, entwickelt“, so Hauptmann Jan Tonndorf. „Klettern und Bouldern ist für Jeden geeignet. Eine Anpassung an die individuellen Voraussetzungen und Möglichkeiten der einzelnen Teilnehmer sind durch die unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrade der Routen immer gegeben“, fügte er noch hinzu.nach obenSoldat und Familie Hauptfeldwebel Mark Wilsch klettert am künstlichen Felsen in Leipzig (Quelle: Sanitätsdienst Bundeswehr/Minh Vu)Größere Abbildung anzeigenDas Klettern hat sich zudem über den Dienst hinaus etabliert. Durch das persönliche Engagement der Soldaten aus Weißenfels wurde ein gemeinsamer Kletterurlaub im August 2016 durchgeführt. Die Soldaten verbrachten zusammen mit ihren Familien ein spannendes Wochenende in der sächsischen Schweiz. Diese Aktivitäten stärken auch einen ganz wichtigen Aspekt des Soldaten: Die Akzeptanz der Familie für den Soldatenberuf.nach oben

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