Moderne Kraftwerkstechnologien (aktualisiert am 19.10.2016)

By   /  October 19, 2016  /  Comments Off on Moderne Kraftwerkstechnologien (aktualisiert am 19.10.2016)

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MIL OSI – Source: Bundesministerium fur Wirtschaft und Energie –

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Moderne Kraftwerke mit hohen Umweltstandards sind ein Garant fr eine zuverlssige Versorgung unserer Volkswirtschaft mit Energie. Auf dem langen Weg des Umbaus unserer Energieversorgung zu immer hheren Anteilen erneuerbarer Energien werden konventionelle Kraftwerke weiterhin einen wichtigen Beitrag leisten.Kraft-Wrme-KopplungEine wichtige Grundlage dafr bildet die Kraft-Wrme-Kopplung (KWK). Die KWK ist eine CO2-arme Kraftwerkstechnologie, die die gleichzeitige Strom- und Wrmeerzeugung ermglicht. Die bei der Herstellung von Strom entstehende Wrme wird als Wrmeenergie fr ffentliche und private Verbrauchergenutzt.Der eingesetzte Brennstoff wird damitdeutlich effizienter und sparsamer verwendet.Grundlage der Frderung von Kraftwerken mit KWK-Technologie ist seit dem Jahr 2002 insbesondere das Kraft-Wrme-Kopplungsgesetz (KWKG). Es regelt eine umlagefinanzierte Frderung fr die gemeinsame und besonders effiziente Erzeugung von Strom und Wrme. Nach dem KWKG erhalten Betreiber gefrderter Kraft-Wrme-Kopplungsanlagen zeitlich befristete Zuschlagszahlungen.Damit setzt das Bundesministerium fr Wirtschaft und Energie (BMWi) Anreize fr Investitionen in hocheffiziente und CO2-arme KWK-Anlagen, um den Anteil der Stromerzeugung aus KWK zu erhhen.Novelle des Kraft-Wrme-Kopplungsgesetzes (KWKG)Um sicherzustellen, dass die hoch effiziente und klimafreundliche KWK auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der weiteren Umsetzung der Energiewende in Deutschland spielt, hatte das BMWi eine Novelle des KWK-Gesetzes vorgelegt. Die Novelle des KWKG (PDF: 309 KB) wurde sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat im Dezember 2015 verabschiedet und ist am 1. Januar 2016 in Kraft getreten. Im nchsten Schritt muss geprft werden, ob die Gesetzesvorhaben mit dem europischen Beihilferecht vereinbar sind. Nach intensiven Gesprchen mit der EU-Kommission soll die Prfung nun auch in den frmlichen Entscheidungsverfahren so schnell wie mglich abgeschlossen werden.Mit der Novelle des KWKG werden insbesondere die folgenden Ziele verfolgt:Erreichen der Klimaziele: Hierfr wird gezielt die besonders CO2-arme Erzeugung durch Gas-KWK untersttzt. KWK-Anlagen sollen auf diese Weise Emissionsminderungen von vier Millionen Tonnen CO2 erbringen und damit einen wichtigen Beitrag zum Erreichen des 40%-Einsparziels bis 2020 leisten.Flexibilitt: Durch eine Verbesserung der Frderung fr Wrmespeicher, die Fokussierung der Frderung auf den in das ffentliche Netz eingespeisten KWK-Strom, die Einfhrung einer verpflichtenden Direktvermarktung und weitere Manahmen knnen KWK flexibler auf die fluktuierende Einspeisung von erneuerbaren Energien reagieren.Planungssicherheit erhhen: Der Frderrahmen fr KWK wird bis 2022 verlngert, das Ausbauziel wird przisiert und lngerfristig gefasst (110 TWh KWK-Strom in 2020 und 120 TWh KWK-Strom in 2025).Hierfr wird das Frdervolumen auf 1,5 Mrd. Euro pro Jahr verdoppelt.Die Novelle basiert insbesondere auf den Ergebnissen der Evaluation des KWKG, die im Oktober 2014 vorgelegt wurde. Die Studie im Auftrag des BMWi, die auch mit der Branche konsultiert wurde, untersucht die Rolle von KWK im knftigen Wrme- und Strommarkt und stellt eine Kosten-Nutzen-Analyse von KWK im Vergleich zu anderen Technologien vor. Das Gutachten steht hier zum Download zur Verfgung.Lnder- und Verbndeanhrung zu neuem KWKG-EntwurfAm 26. September 2016 hat das BMWi den Entwurf eines Gesetzes zur nderung des KWKG und der Bestimmungen zur Eigenversorgung im EEG 2017 (PDF: 658 KB) vorgelegt.Mit dem Entwurf soll insbesondere die zwischenzeitlich erzielte Verstndigung mit der EU-Kommission zu den beihilferechtlichen Belangen des KWKG und des EEG 2017 umgesetzt werden. Das betrifft vor allem die folgenden Aspekte:die Einfhrung von Ausschreibungen fr die Frderung von KWK-Anlagen im Segment 1 bis 50 Megawatt und fr die Frderung von innovativen KWK-Systemen,die Entlastung der stromkostenintensiven Unternehmen bei der KWKG-Umlage (bertragung der Besonderen Ausgleichsregelung des EEG 2017 auf das KWKG) unddie Neufassung der Bestimmungen zur Eigenversorgung im EEG 2017, um den bisherigen Bestandsschutz fortzuschreiben.Lnder und Verbnde hatten die Mglichkeit, bis zum 4. Oktober 2016 zum Entwurf Stellung zu nehmen. Darber hinaus fand am 4. Oktober 2016 im Bundeswirtschaftsministerium eine Anhrung statt, bei der Stellungnahmen mndlich vorgetragen werden konnten. Die Stellungnahmen sind bei Einverstndnis des Absenders hier abrufbar.nderung der KWKG-Gebhrenverordnung Die Verordnung regelt Anpassungen der bestehenden KWKG-Gebhrenverordnung, die erforderlich wurden, weil mit der Novellierung des KWKG die Frderstze angehoben und dem BAFA neue Aufgaben bertragen wurden. Mit dem Entwurf einer nderung der Gebhrenverordnung werden die entsprechenden Gebhrentatbestnde vor dem Hintergrund der erhhten Frderung sowie der neuen Frdertatbestnde angepasst bzw. neu in die Gebhrenverordnung aufgenommen. Die Systematik der bestehenden Gebhrenerhebung fr die Zulassung von KWK-Anlagen bleibt grundstzlich unverndert.Das Bundeswirtschaftsministerium hatte die Lnder- und Verbndeanhrung zum Entwurf der Verordnung (PDF: 71 KB) mit Frist zum 6. September 2016 durchgefhrt. Die eingegangenen Stellungnahmen sind hier abrufbar.Mit dem Entwurf einer nderung der Gebhrenverordnung werden die entsprechenden Gebhrentatbestnde vor dem Hintergrund der erhhten Frderung sowie der neuen Frdertatbestnde angepasst bzw. neu in die Gebhrenverordnung aufgenommen. Die Systematik der bestehenden Gebhrenerhebung fr die Zulassung von KWK-Anlagen bleibt grundstzlich unverndert. Stellungnahmen konnten bis zum 6. September 2016 an das Bundeswirtschaftsministerium gerichtet werden.Flexibilitt und Effizienzsteigerung als MastabDurch den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie bis Ende 2022, den zunehmenden Ausbau und die vorrangige Einspeisung erneuerbarer Energien sowie deren Systemintegration muss der Kraftwerkspark deutlich flexibler werden. Bei einem Ersatz von Altanlagen oder einer Optimierung bestehender Kraftwerksanlagen wird der Schwerpunkt bei der Effizienzsteigerung liegen, um weiteres Potenzial zur Reduzierung von CO2-Emissionen zu heben.Im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungs-Initiative COORETEC (= CO2-Reduktions-Technologien) des Bundesministeriums fr Wirtschaft und Energie und des 6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung sind fr den Frderbereich “Kraftwerkstechnik und CCS-Technologien” die strategischen Schwerpunkte gesetzt. Weiterfhrende Informationen zu Carbon Capture and Storage (CCS) finden Sie hier. CO2-Reduzierung von Kohlekraftwerken durch Wirkungsgradsteigerung

© VGB Powertech

Die Wirkungsgrade konventioneller Kraftwerke haben sich deutlich verbessert (siehe Infografik “CO2-Reduzierung von Kohlekraftwerken durch Wirkungsgradsteigerung”, PDF 2,5 MB). Modernste Braunkohlen- und Steinkohlenkraftwerke erreichen heute bereits Wirkungsgrade von ca. 43 bzw. 46 Prozent und modernste Gas- und Dampf-Kraftwerke (GuD-Kraftwerke) sogar von ber 60 Prozent (Stand der Technik). Bei entsprechendem Bedarf an Wrme knnen die eingesetzten Brennstoffe mittels Kraft-Wrme-Kopplung noch effektiver fr die gleichzeitige Strom- und Wrmeproduktion genutzt werden.

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