Erfahrungen: Vom Feldjäger zum Polizisten

By   /  October 20, 2016  /  Comments Off on Erfahrungen: Vom Feldjäger zum Polizisten

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

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Am 1. September 2015 hat das Land Brandenburg in einem Pilotprojekt 25 ehemalige Feldjägerfeldwebel in den mittleren Polizeivollzugsdienst übernommen. Einer von ihnen ist Hauptfeldwebel Markus Veit. Seine Kameraden und er durchlaufen seitdem erfolgreich die Ausbildung und profitieren noch heute von ihren Erfahrungen bei der Bundeswehr.

Donnerstagmorgen, 08.30 Uhr, draußen ist es nass und kalt. Unaufhörlich läuft das Funkgerät von Polizeimeister Markus Veit. Er steht am Rand einer Straße in Bernau (Landkreis Barnim, Land Brandenburg) und führt eine Verkehrskontrolle durch. Plötzlich kommt die Durchsage: „VU-S“ – Verkehrsunfall mit Sachschaden. Sofort machen sich der 32-jährige gebürtige Chemnitzer und sein Kollege auf den Weg. In einer Rechtskurve ist ein LKW von der Straße abgekommen, steht nun mit verdrehtem Fahrerhaus in einem Feld. Umgehend sichert Veit die Unfallstelle, nimmt die Personalien des Fahrers auf, kümmert sich um die weiteren Schritte. Für den jungen Polizeimeister Routine, hat er doch bereits ähnliche Erfahrungen als Feldjäger gesammelt.nach obenPilotprojekt ist voller ErfolgVeit wurde erst am 1. September 2015 im Rahmen eines Pilotprojektes als Beamter auf Probe in den mittleren Polizeivollzugsdienst des Landes Brandenburg übernommen. „Für mich war das ein großes Geschenk“, freut sich der junge Mann und verweist darauf, dass die Polizei des Landes Brandenburg dauerhaft Bewerbungen von Feldlägern entgegennimmt und sogar die Verwendung an einem Dienstort nach eigener Wahl ermöglicht. Offiziell ist Veit im Berufsförderungsdienst und noch bis 28. Februar 2017 Soldat. „Wir wurden bei der Polizei super aufgenommen und hier hat man ein offenes Ohr für unsere Hinweise. Das Projekt wird ständig weiter entwickelt.“ nach obenErfahrungen von der Bundeswehr haben geholfenUnd dazu trägt Veit auch dank seiner Erfahrungen bei der Bundeswehr bei. In seinen 12 Jahren bei der Truppe hat der Hauptfeldwebel viel erlebt und zahlreiche Ausbildungen durchlaufen. Vom Instandsetzungsunteroffizier bei der Sanitätstruppe führte den gelernten Kfz-Mechaniker der Weg zum 3. Feldjägerbataillon 350, jetzt 3. Feldjägerregiment 1 in Berlin. Auch zwei Auslandseinsätze in Afghanistan als Personenschützer haben ihn geprägt.nach obenDie Automatismen greifen„In meiner Zeit bei der Truppe habe ich viel gelernt, das mir heute hilft. Auch wenn natürlich nicht alles vergleichbar ist, bildet die Ausbildung doch eine sehr gute Basis für den Polizeivollzugsdienst“, ist sich Veit sicher. Gerade die einsatz- und anlassbezogene Ausbildung bei der Bundeswehr habe ihm sehr geholfen. „Ich weiß, dass die Automatismen in Stresssituationen greifen“, berichtet der Polizeimeister, der seit einigen Jahren auch bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist. „Anderen Menschen zu helfen, das hat mir schon immer Spaß gemacht.“nach obenBundeswehr bietet viele Informationsmöglichkeiten Überprüft bei einer Fahrzeugkontrolle die Personalien des Fahrers – Polizeimeister Markus Veit. (Quelle: LKdoBB /Zimmermann)Größere Abbildung anzeigenBereits während seiner aktiven Dienstzeit hat er deshalb zwei berufsorientierte Praktika bei der Polizei des Landes Brandenburg gemacht. „Das hat mir sehr geholfen und wird auch bei der Bewerbung positiv wahrgenommen“, erklärt Veit und lobt die Informationsmöglichkeiten der Bundeswehr. „Ich kann das jedem nur empfehlen.“ Im Rahmen des Pilotprojektes durchlaufen er und seine 24 Kameraden des ersten Durchgangs eine verkürzte Ausbildung. Sechs Monate an der Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg in Oranienburg und 12 Monate in den Inspektionen im Land sollen die jungen Männer fit für den Streifendienst machen. „Mein Ziel ist es, irgendwann Pilot in der Hubschrauberstaffel der Brandenburger Polizei in Blumberg zu werden“, berichtet der Hobbypilot. Dann würde sich der Kreis schließen, lebt Veit doch mit seiner Freundin, die ebenfalls Polizistin ist, in der Gemeinde Panketal, nicht weit von der Hubschrauberstaffel Blumberg. nach oben

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