Ehrung im Bendlerblock: Ministerin empfängt Olympiateilnehmer der Bundeswehr

By   /  October 21, 2016  /  Comments Off on Ehrung im Bendlerblock: Ministerin empfängt Olympiateilnehmer der Bundeswehr

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

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Berlin, 20.10.2016.Zwei Monate sind seit den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vergangen. Jetzt sind die Athleten, die für die Bundeswehr am Zuckerhut an den Start gingen, geehrt worden. Gestern empfing Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Sportsoldaten im Berliner Bendlerblock.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ehrt die Sportsoldaten im Berliner Bendlerblock. (Quelle: Bundeswehr/Grauwinkel)Größere Abbildung anzeigenVor allem für die 21 Medaillengewinner waren die vergangenen zwei Monate turbulent. So auch für Oberfeldwebel Barbara Engleder, die Gold im Dreistellungskampf der Sportschützen holte: „Es ist in der Zeit viel auf mich eingeströmt – Termine, Ehrungen. Da fällt es schwer, das Ganze sacken zu lassen oder in Ruhe nachzudenken”, so Engleder.Der Olympiasieg war der krönende Abschluss einer langen und erfolgreichen Karriere für die 34-jährige Bayerin. „Ich bin froh, wenn es wieder ruhiger wird.” Dafür stehen die Chancen gut, denn Engleder will sich jetzt Zeit für ihre Familie nehmen. „Mein Mann und mein Sohn haben es verdient, dass ich jetzt wieder öfter bei ihnen bin.” Und ab November beginnt ihr Studium zur Beamtin in der bayerischen Landesverwaltung – eine Maßnahme des Berufsförderungsdienstes. nach obenGanz neues Gefühl im RampenlichtEiner der geehrten Sportsoldaten, die ihre Karriere noch vor sich haben, ist Hauptgefreiter Denis Kudla. Nach seiner überraschenden Bronzemedaille im Ringen hatte er bisher kein einziges freies Wochenende. „Jeden Tag war mein Briefkasten voll, meist mit Fanpost. Der ganze Trubel war etwas viel für mich, denn das kannte ich vorher überhaupt nicht”, so der gebürtige Pole von der Sportfördergruppe Bruchsal, der seinen Erfolg einzuordnen weiß. „Die Bronzemedaille steht jetzt in den Geschichtsbüchern. Die kann mit keiner mehr nehmen.” Dennoch ist sie für Kudla kein Grund, abzuheben: „Klar ist es mein Ziel, in vier Jahren in Tokio ganz oben zu stehen. Aber ich gehe jedes Turnier mit Respekt vor meinen Gegnern an. Im Ringen kommt es auf die Tagesform an, nicht auf Erfolge in der Vergangenheit.“Ein besonderer Tag wurde es für Fußballerin Simone Laudehr, die am Rande des Empfangs zum Oberfeldwebel befördert wurde. Die 30-Jährige bestritt kürzlich ihr erstes Saisonspiel für ihren Verein FC Bayern München. Zuvor musste sie wegen der Verletzung, die sie sich im ersten Spiel des Olympischen Turniers in Rio zugezogen hatte, pausieren. „Das ist natürlich unglücklich gelaufen”, so Laudehr. „Aber das ist Sport und ich habe die Mannschaft ja bis zuletzt begleitet. Deswegen fühlt sich die Goldmedaille von Rio trotzdem schön an.” Ein besonderer Tag wurde es für Fußballerin Simone Laudehr, die am Rande des Empfangs zum Oberfeldwebel befördert wurde. (Quelle: Bundeswehr/Grauwinkel)Größere Abbildung anzeigennach obenErfolg der SpitzensportförderungIn ihrer Rede beim Empfang würdigte Ministerin von der Leyen die Leistung der 127 in Rio vertretenen Sportsoldaten. „Sie haben unsere Werte transportiert. Ich kann nur ahnen, was Ihre Treue zum Sport für Sie zu bedeuten hat: viel Fleiß, Verzicht, die Kraft, Niederlagen wegzustecken”, so von der Leyen. Die Ministerin erinnerte auch an den tragischen Tod des Kanuslalom-Trainers Oberfeldwebel Stefan Henze. Über die ausgelassene Atmosphäre in Rio habe sich ein Schatten gelegt. In zwei kurzen Grußwörtern bedankten sich auch Michael Vesper, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes und Karl Quade, Chef de Mission der Deutschen Paralympischen Mannschaft, bei den Sportsoldaten. Quade hob vor allem den Weitspringer und Sprinter Markus Rehm hervor, der als Parasportler ebenfalls von der Bundeswehr unterstützt wird. „Seine zwei Goldmedaillen bei den Paralympics sind eine herausragende Leistung.”Von der Leyen stellte zudem den Erfolg des Sportfördersystems der Bundeswehr heraus. Mit 19 von 42 Medaillen hätten die Sportsoldaten einen erheblichen Anteil am hervorragenden fünften Platz in der Medaillenwertung. „Die Bundeswehr ist ein unverzichtbarer Partner des Sports in Deutschland. Und sie wird es bleiben.” nach oben

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