Fit für den Einsatz: Training unter realen Bedingungen

By   /  October 21, 2016  /  Comments Off on Fit für den Einsatz: Training unter realen Bedingungen

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

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Ohrdruf/Thüringen, 20.10.2016.Unter dem neuen Namen ELUSA – Einsatzlandunspezifische Ausbildung – haben jüngst Soldaten der Panzergrenadierbrigade 37 für die Einsätze der kommenden Jahre trainiert. Über sechs Wochen lang erfuhren sie vom 28. August bis 7. Oktober in drei Durchgängen, wie sich die ersten 60 Tage eines Einsatzes unter realistischen Bedingungen anfühlen. Der Schauplatz: Ein Feldlager auf dem Standortübungsplatz Ohrdruf in Thüringen.

Federführend war dabei die 3. Kompanie des Versorgungsbataillons 131. Unterstützt wurde sie von den Soldaten des Aufklärungsbataillons 13. „Unser Ziel ist es, alle Einsatzsoldaten der Missionen Resolute Support (RS), Kosovo Forces (KFOR) und Mali sowie alle als Reserve identifizierten Soldaten unter einsatznahen Bedingungen bestmöglich auszubilden“, so Oberstleutnant Dirk Ansgar Werneke, Kommandeur des Versorgungsbataillons 131.Feldlager im 24/7-ModusAngelehnt an das Konzept „Unterbringung im Einsatz“ für die ersten 60 Tage eines beginnenden Einsatzes wurde auf dem Übungsplatz Ohrdruf ein Feldlager errichtet. Dieses bot Kapazität für 200 Soldaten und wurde über den kompletten Zeitraum ununterbrochen im 24/7-Modell unter realen Bedingungen betrieben. Los ging alles ohne Strom- und ohne Wasseranschluss auf einer brachliegenden Fläche, die zunächst von Kräften des Panzerpionierbataillons 701 eingeebnet wurde.Besonders schwierig waren der Aufbau und Betrieb der Toiletten und Container für die Duschen. Als Betreiber dieser Anlage war die 3. Kompanie des Versorgungsbataillons 131 für die Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienebedingungen verantwortlich. Kontrolliert wurde das Ganze von der öffentlich-rechtlichen Aufsicht. Für die Soldaten der Kompanie bedeutete das: 20.000 Liter Wasser mussten innerhalb von 24 Stunden vollständig umgewälzt werden. Auch die Entsorgung des Abwassers wurde in Auftrag gegeben.Das Feldlager bot alles, was sich auch in einem solchen im Einsatz wiederfindet: Angefangen von der Unterbringung in Acht-Mann-Zelten über die gemeinsame Verpflegung, die Betreuung der Soldatinnen und Soldaten, die Dusch- und Waschmöglichkeiten bis hin zur Versorgung mit Marketenderwaren. Ein erster, sehr realer Eindruck vom Leben im Einsatz für die Soldaten. Und das war nur der organisatorische Rahmen.Einzigartiges Training für den EinsatzIm Fokus selbst stand jedoch die Vorbereitung auf den Einsatz. „Es ist eine geistig fordernde und körperlich sehr anstrengende Ausbildung, die ich so im Rahmen einer Einsatzvorausbildung noch nie erlebt habe“, sagt Oberleutnant Kopun, Teilnehmer des dritten und letzten Durchgangs. Besonders gut sei ihm dabei die Patrouille zu Fuß im Gedächtnis geblieben. „Eine gelungene Sache – die ELUSA. Und das dank der Initiative und der Erfahrenheit der Ausbilder“, resümiert der Oberleutnant.20 Ausbilder, 120 Hilfsausbilder und Soldaten in Darstellender Funktion (SIDAF) sowie 100 Soldaten für die Realversorgung bildeten in den drei Durchgängen an die 600 für den Einsatz geplante Soldaten aus. Ein Großteil davon kam aus der Panzergrenadierbrigade 37.Generalmajor Bernd Schütt, Kommandeur der 10. Panzerdivision, und Brigadegeneral Ruprecht von Butler, Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 37, zeigten sich überaus beeindruckt vom Aufbau, der Ausbildung und der Organisation der ELUSA. Beide sprachen allen Beteiligten Lob und Anerkennung aus.Insgesamt nahmen Soldaten aus zehn verschiedenen Verbänden – auch außerhalb der Panzergrenadierbrigade 37 wie etwa aus Erfurt, Rohding und Illkirch – an der ELUSA teil.

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