Ohne Gentechnik (OGT) Donauraum Standards fertiggestellt

By   /  October 21, 2016  /  Comments Off on Ohne Gentechnik (OGT) Donauraum Standards fertiggestellt

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MIL OSI – Source: Umweltbundesamt – Environment Agency of Austria –

Headline: Ohne Gentechnik (OGT) Donauraum Standards fertiggestellt

Übergabe an Minister aus 15 Staaten

(Wien, 20. Oktober 2016)  Unter Einbeziehung von 15 Nationen wurden in einem einjährigen partizipativen Prozess regional harmonisierte Standards für Ohne Gentechnik (OGT) für den Donauraum entwickelt: ein Standard zur Definition GVO-freier Produktion von Lebensmitteln und deren Kennzeichnung und ein weiterer Standard zur Risiko-basierten Kontrolle GVO-freier Produktionsprozesse. Mit der Übergabe der Dokumente an die zuständigen Agrarminister wurde ein weiterer Schritt zur Harmonisierung von Regelungen der Gentechnik-Freiheit in Europa gesetzt.
 
„Die OGT Donauraum Standards wurden auf Grundlage der bereits erfolgreich eingeführten GVO-frei Kennzeichnungs- und Kontrollstandards aus Österreich, Deutschland und Slowenien entwickelt. Die regionale Harmonisierung ist essenziell, um Handelshemmnisse zwischen europäischen Ländern zu vermeiden und den KonsumentInnen Wahlfreiheit basierend auf einheitlichen Kriterien zu gewähren”, sagt Rosmarie Metz, GIZ Projektleiterin GVO-freies Qualitätssoja von der Donau Region (Bosnien & Herzegowina und Serbien).
 
„Wir haben in einem einjährigen Prozess mit einer regionalen ExpertInnengruppe und Konsultationen mit den beteiligten Ländern zwei regional harmonisierte Standarddokumente erarbeitet: einerseits zur Definition GVO-freier Produktion von Lebensmitteln und deren Kennzeichnung sowie andererseits zu Risiko-basierter Kontrolle GVO-freier Produktionsprozesse. Die Harmonisierung war nur durch die enge Einbindung der beteiligten Länder möglich”, sagt Helmut Gaugitsch, Projektleiter des OGT Standards im österreichischen Umweltbundesamt.
 
Die Standards gelten für die Herstellung pflanzlicher Lebensmittel, aber auch für Produkte tierischer Herkunft. Einen Flaschenhals bilden tierische Produkte, bei denen Soja als Futtermittel zum Einsatz kommt. Ein Äquivalent von 40 Millionen Tonnen Sojabohne und Sojaschrot wird jährlich nach Europa importiert – der Großteil noch gentechnisch verändert. Nachhaltigkeit, Regionalität und Gentechnik-Freiheit wird für KonsumentInnen in Europa immer wichtiger und motiviert Unternehmen ihre Produktionspolitik danach auszurichten. Daher ist ein regional harmonisierter, klarer und praktisch umsetzbarer OGT Standard auch für das Donau Soja Qualitätsprogramm von großer Bedeutung, um die Gentechnikfreiheit aller Bestandteile von Sojaprodukten, Futtermitteln und verarbeiteten tierischen Produkten mit dem Qualitätszeichen „Donau Soja” oder „Europe Soya” zu gewährleisten.
 
„Mit der Übergabe der OGT Donauraum Standards an die Minister der beteiligten Länder haben wir einen Meilenstein erreicht – durch den vermehrten Anbau von GVO-freien Proteinpflanzen in Europa und einem immer stärker werdenden Wunsch der KonsumentInnen ist eine Harmonisierung der Gentechnikfrei Regelungen in Europa essenziell. Die OGT Donauraum Standards können eine Signalwirkung in Richtung einer europaweiten Harmonisierung aussenden.”, sagt Matthias Krön, Obmann des Vereins Donau Soja.
 
Ausgangspunkt für die Entwicklung der Standards war die auf Initiative von Slowenien und des Vereins Donau Soja verabschiedete Ministererklärung von Moravske Toplice 2013. Darin einigten sich die Landwirtschaftsminister der Donau-Region, die Wahlfreiheit von KonsumentInnen durch einen gemeinsamen, regionalen Standard für die Herstellung, Kennzeichnung und Kontrolle Gentechnik-freier Lebensmittel zu wahren. Die Ohne Gentechnik-Donauraum Standards sollen insbesondere den Ländern der Donau-Region als Hilfestellung dienen, die bislang keine eigenen Regelungen dazu vorweisen können. Unterstützt wurde die Entwicklung der Standards durch das Projekt „GVO-freie Qualitätssoja aus der Donau Region”, das von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des BMZ durchgeführt wird. Die technische Leitung lag beim österreichischen Umweltbundesamt.

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