Ministerin: Reservisten machen einen „fabelhaften Dienst“

By   /  October 22, 2016  /  Comments Off on Ministerin: Reservisten machen einen „fabelhaften Dienst“

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

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Berlin, 21.10.2016.Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat bei der Jahrestagung der Reserve die Arbeit der Reservisten in der Bundeswehr gewürdigt. Ob im In- oder Ausland, die Reservisten machten einen „fabelhaften Dienst“, so die Botschaft der Ministerin an rund 250 Reservisten am Freitag in Berlin.

nach obenJahrestagung im neuen FormatErstmals eröffnete die Ministerin die Jahrestagung der Reserve. Sie fand in einem neuen Format mit allen relevanten gesellschaftlichen Gruppen zum ersten Mal in der Hauptstadt statt. Der Präsident des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, Oberst der Reserve Oswin Veith, sagte: „Wir tagen erstmalig in Berlin, in unserer Hauptstadt, gegenüber dem traditionsreichen Bendlerblock. Auch die Reserve fühlt sich dieser Tradition verbunden.“ Der Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr und Beauftragte für die Reserve, Generalleutnant Markus Kneip, erklärte: „Wir wollen auf Augenhöhe mit Ihnen sprechen. Diese Haltung ist als Symbol und Signal zu verstehen.“nach obenInformations- und GedankenaustauschDie Tagung diente dem Informations- und Gedankenaustausch über aktuelle Handlungsfelder und künftige Herausforderungen. Diskutiert wurden Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Vorrangig ging es darum, den Reservisten-Dienst in der Bundeswehr noch attraktiver zu gestalten und mit der Wirtschaft verstärkt zu kooperieren, um Freistellungen für die Reserve zu erleichtern. nach obenReserve ist für die Bundeswehr ein großer FundusDie Ministerin sagte an die Adresse der Reservisten: „Sie sind fester, unverzichtbarer Teil der Bundeswehr. Die Bundeswehr profitiert enorm vom Erfahrungsschatz und den Impulsen, den ihre Reservisten einbringen.“ Sie seien ein großer Fundus unterschiedlicher Persönlichkeiten. Die Bundeswehr müsse flexibler werden. Es gelte, die Reserve in den strategischen Dokumenten mit einzubeziehen. Die Reserve müsse neu gedacht werden, erklärte von der Leyen. nach obenSpezialisten für die Cyber-Reserve dringend gesucht So etwa beim Aufbau einer Cyber-Reserve. Bei einem schweren Cyber-Angriff brauche die Bundeswehr Manpower, brauche Wissen. Bei der Aufstellung einer Cyber-Reserve gelte es, unkonventionell, flexibel und offen vorzugehen. Als Reservisten der Zukunft benötige die Bundeswehr junge Menschen und Seiteneinsteiger. Nerds tickten anders. Darauf gelte es sich einzustellen. Ein Reservist, der am Computer oder im Rechenzentrum eingesetzt werde, müsse keinen Marsch absolvieren können, so die Ministerin. Mit einfacheren Gesundheitschecks, flexibleren Dienstleistungszeiten und dem neuen Unterhaltssicherungsgesetz seien bereits Hürden abgebaut worden. Erste neue Anreize seien geschaffen. Von der Leyen formulierte das Ziel: „Insbesondere über die Cyber-Reserve, die jetzt Schritt für Schritt aufgebaut wird, wollen wir in den nächsten Jahren Topspezialisten für die Bundeswehr gewinnen“, sagte die Ministerin. Was letztlich zähle seien Neigung und Bereitschaft, unter das Dach der Bundeswehr kommen zu wollen. Weiter kündigte von der Leyen mit Hinweis auf die „Trendwende Bundeswehr“ an, im kommenden Jahr die Stellen für Reservisten in der Bundeswehr um 500 auf insgesamt 3000 zu erhöhen. Grund dafür sei unter anderem die enorm gewachsene Nachfrage nach der Reserve. Die Bundeswehr brauche die Reservisten dringend. Der Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Generalleutnant Markus Kneip, während der Jahrestagung der Reserve der Bundeswehr. (Quelle: Bundeswehr/Wilke)Größere Abbildung anzeigennach obenMinisterin: Vertrauen in die Bundeswehr gewachsenOb in den Auslandseinsätzen in Mali, in Afghanistan, bei den Operationen der Marine im Mittelmeer oder bei der Flüchtlingshilfe im Inland: Die Bundeswehr habe gemeinsam mit ihren Reservisten ihre Aufgaben mit Bravour gemeistert, so von der Leyen. Damit sei auch das Vertrauen der Bevölkerung in die Streitkräfte gewachsen. Überall seien Reservisten, die einen wichtigen Dienst leisteten und somit unmittelbar dazu beitrügen, dass die Bundeswehr im In- und Ausland ihre Aufträge erfülle. nach obenÜber eine Million Tage Dienst in der Bundeswehr Allein dieses Jahr werden Reservisten über eine Million Tage Dienst in der Bundeswehr geleistet haben. Veith sagte: „Wir leben in einer Zeit hoch komplexer Bedrohungen und rascher Lageveränderungen.“ Der Bundestagsabgeordnete unterstrich weiter: „Das erfordert, dass wir unser Denken anpassen und vielleicht auch mal einen Schritt weg vom Geländer wagen müssen.“ Veith kam auf die große Zahl der Krisen und Konflikte in der Welt, aber auch auf besondere Herausforderungen in Deutschland, zu sprechen, wie beispielsweise die Flüchtlingskrise. In dieser Situation gelte es auch für den Reservistenverband, „eine feste, gemeinsame Stimme“ zu finden „in diesem tosenden Grundrauschen an komplexen Bedrohungen“. Bedrohungen, die uns alle betreffen können. Die Reserve als wichtiger Partner der Bundeswehr kann in der Amtshilfe eine wichtige Säule werden, die weiter gestärkt werden müsse.Veith sagte: „Das bedeutet aber auch: Wir als Reservistenverband müssen den Reservistinnen und Reservisten in Deutschland eine militärische Heimat bieten, eine Plattform, die sie in ihren Werten und Orientierungen verbindet.“ Die zukünftige Einsatzfähigkeit der Reserve in Deutschland ist geknüpft an die Emotionen, mit denen man Reservisten überzeugen kann, sich zu engagieren. „Diese Emotionen müssen wir wecken.“ nach oben

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