Joint Cooperation: Soldaten üben inmitten der Bevölkerung

By   /  October 26, 2016  /  Comments Off on Joint Cooperation: Soldaten üben inmitten der Bevölkerung

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

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Sie ist offiziell gestartet: die sechste Auflage der Großübung „Joint Cooperation“ des Zentrums für Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr. „Streitkräftegemeinsame Zusammenarbeit“, so die Übersetzung des Namens der NATO-Übung. Und dieser ist Programm! Jahr für Jahr wächst die Zahl der Nationen, die ins niedersächsische Nienburg reisen. Bei der Eröffnungsfeier begrüßte der Kommandeur des Zentrums, Oberst Joachim Miller, jetzt offiziell die internationalen Teilnehmer.

Bunte Truppe: Die „CIMIC Support Unit North/South“ ist ein Manöverelement der Übung. Sie ist Bindeglied zwischen Militär und den zivilen Ansprechpartnern (Quelle: ZentrZMZBw/Nachtigall)Größere Abbildung anzeigen325 Soldaten sind in diesem Jahr dabei – 75 mehr als 2015. Auch die Zahl der beteiligten Streitkräfte stieg von 13 auf 20 Nationen. „Das zeigt, wie hoch das Ansehen des Zentrums im Rest der Welt ist“, sagt Kommandeur Miller. Mit „JC“ können die Nienburger auch mit einem echten Alleinstellungsmerkmal wuchern: Die Übung ist NATO-weit die einzige im Bereich der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit! Die meisten Soldaten reisen als Teilnehmer an, einige auch als Beobachter. Entscheidende Vernetzung Die „Regie“ der Übung, die „White Cell“: Von hier aus werden die Rollenspiele gesteuert und überwacht. (Quelle: ZentrZMZBw/Weiser)Größere Abbildung anzeigenKanada, Großbritannien, Nigeria, Ukraine, Bosnien: Mehr Gäste brauchen auch mehr Platz. Der Übungsraum erstreckt sich über rund 1.800 Quadratkilometer, dehnt sich über drei Landkreise und 19 Gemeinden aus. Die Menschen in der Region haben sich an die vielen verschiedenen Uniformen im Stadtbild längst gewöhnt. „Die Bundeswehr ist hier gut vernetzt und anerkannt“, so Miller. Das belegt auch die Bereitschaft von Firmen, Politikern und zum Beispiel von Hilfsorganisationen, als Rollenspieler teilzunehmen. Die Stadtwerke Nienburg, Feuerwehr, THW, Wasserschutzpolizei, der Flughafen Hannover, der Campingplatz Hämelsee, die Keksfabrik Freitag, die Bürgermeister von Kirchlinteln, Heemsen, Dörverden – nur einige der regionalen Unterstützer. Sie alle erhalten eine Art Drehbuch, schlüpfen in Rollen, damit die Bedingungen für die Soldaten so realistisch wie möglich sind. 100 Rollenspieler aus dem zivilen Bereich machen mit. Fast 180 einzelne Rollenspiele werden in der Übungswoche trainiert.nach obenDas SzenarioDie Lage im fiktiven Framland ist kritisch. Antiregierungsdemonstrationen, tausende Vertriebene suchen Zuflucht, das Nachbarland sieht sich von der NATO-Mitgliedschaft Framlands bedroht. Und auch von Naturkatastrophen wird das angeschlagene Land nicht verschont. „Da gibt es einiges zu tun für unsere Experten der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit“, erklärt Miller, „für eine anstehende NATO-Operation müssen sie alle wichtigen Informationen zur Lage vor Ort zusammentragen.“Dazu stehen die Spezialisten in engem Kontakt zur Bevölkerung, Machthabern, humanitären und Regierungs-Organisationen. Die gesammelten Informationen bilden die Basis für das Vorgehen beim geplanten Einsatz. Dessen Ziel ist es, die Lage zu entspannen, Konflikte zu beseitigen und notleidenden Menschen zu helfen. „Unser Auftrag im Auslandseinsatz unterscheidet sich von dem der Kampftruppen“, sagt Miller. Englisch ist Übungssprache während „JC“. „Das Miteinander der verschiedenen Nationen funktioniert hervorragend“, sagt Oberst Miller, „der Erfahrungsaustausch ist wichtig.“ Die Soldaten haben die Möglichkeit, sich über die Vorgehensweise der anderen Nationen zu informieren; so lernen sie von- und miteinander. „Nicht nur vor dem Hintergrund eines gemeinsamen Auslandseinsatzes ist das eine super Sache“, so der Kommandeur.nach oben

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