Kampf gegen den IS: Weitere Peschmerga schließen Ausbildung ab

By   /  October 26, 2016  /  Comments Off on Kampf gegen den IS: Weitere Peschmerga schließen Ausbildung ab

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

Headline: Kampf gegen den IS: Weitere Peschmerga schließen Ausbildung ab

Erbil, 25.10.2016.Gerade rechtzeitig zum Beginn der Mossul-Offensive haben 1044 Peschmerga den dritten „Modern Brigade Course“ abgeschlossen. Nach einer kurzen Erholungspause ging es für die Peschmerga direkt an die Front. Im Modern Brigade Course werden unter Leitung des KTCC („Kurdish Training Coordination Center“) Bataillone der Peschmerga – vom Kraftfahrer eines geschützten Fahrzeuges bis zum Bataillonskommandeur – ausgebildet. Mit Abschluss der dritten internationalen Trainingsausbildung konnten so mittlerweile rund 12.000 Peschmerga durch multinationale Ausbilder trainiert werden – etwa 3.400 von ihnen direkt durch deutsche Soldaten.

Die deutschen Ausbilder waren mit den Leistungen der Peschmerga sehr zufrieden (Quelle: Bundeswehr/Johannes Müller)Größere Abbildung anzeigenDie sonst übliche, großangelegte Zeremonie zur Zertifikatübergabe nach Ende der Ausbildung fiel aus. Der Grund: Die Kämpfer wurden aufgrund der unmittelbar bevorstehenden Offensive auf die derzeit noch vom sogenannten „IS“ gehaltene irakische Metropole Mossul, dringend an der über 1.000 Kilometer langen Frontlinie gebraucht. Da die Zertifikate, die das erfolgreiche Bestehen der Ausbildung dokumentieren, den Peschmerga jedoch sehr viel bedeuten, wurden diese am Ende des letzten Ausbildungstags überreicht. nach obenVom Kraftfahrer bis zum Bataillonskommandeur Die Ausbildung an der MILAN war ein Höhepunkt für die Peschmerga der schweren Kompanie des Bataillons (Quelle: Bundeswehr/Simon Hofmann)Größere Abbildung anzeigenDer „Modern Brigade Course“ umfasst eine Vielzahl von Ausbildungen. Je nach Funktion werden in dem zehn Wochen dauernden Lehrgang Kenntnisse in infanteristischen Grundfertigkeiten, in der Abwehr von gepanzerten Fahrzeugen, im Aufspüren und Beseitigen versteckter Explosivladungen, in der sanitätsdienstlichen Versorgung unter Gefechtsbedingungen und im Umgang mit Bedrohungen durch atomare, biologische und chemische Kampfstoffe vermittelt. Die Taktikausbildung forderte alle Peschmerga des Bataillonsstabes. Zusätzlich bekamen die Kompanie- und Zugführer ein Training, um Befehle des Stabes besser umsetzen zu können (Quelle: Bundeswehr/Simon Hofmann)Größere Abbildung anzeigenZum Lehrgang gehört auch eine Taktikausbildung für die Offiziere des Bataillonsstabes. Neu in diesem Durchgang war, dass auch die kurdischen Kompaniechefs und Zugführer eine Taktikausbildung erhielten. Die Ausbilder hatten erkannt, dass die Befehle, die der Bataillonsstab nach der Taktikausbildung nach internationalen Standards aufbaute, nicht von den Kompaniechefs und Zugführern ausgewertet werden konnten. „Im nächsten Kurs werden wir auch die Brigadestäbe in Taktik und Entscheidungsfindung weiterbilden“, verrät Major Rene B., Führer der deutschen Ausbilder.nach obenAusbildung des Transportzuges – eine Neuheit Bildsprache: Die Ausbilder nutzen gern und häufig einfache Hilfsmittel, um ihren Ansatz zu verdeutlichen (Quelle: Bundeswehr/Archiv)Größere Abbildung anzeigenEbenfalls neu war die Ausbildung für den Transportzug des Peschmerga-Bataillons. Erst in kurzen Unterrichten und am Sandkasten, später vermittelten die Ausbilder weiterführende Kenntnisse in der Praxis. Da die Soldaten des Transportzuges später die Kämpfer ihres Bataillons in den Frontstellungen unter anderem mit Munition und Kraftstoff versorgen sollen, setzten die Ausbilder eine weitere, dreiwöchige Ausbildung an. Hauptfeldwebel Max H., Schirrmeister und verantwortlich für die Transportzugausbildung, erklärt: „In diesem ersten Durchgang hatten wir insgesamt 17 Soldaten, die fast alle neu in ihren Funktionen waren.“ Jeder musste erst einmal seine Tätigkeit kennenlernen, bevor man sich auf die Zusammenarbeit im Zug habe konzentrieren können. Da die Motivation der Peschmerga aber sehr gut gewesen sei, ist man schnell vorangekommen. Die Peschmerga lernten unter anderem Märsche im Konvoi durchzuführen und bei unvorhergesehenen Situationen zweckmäßig zu reagieren (Quelle: Bundeswehr/Archiv)Größere Abbildung anzeigenDie Peschmerga lernten, wie sie einen Marsch mit mehreren Fahrzeugen durchführen können, beispielsweise wie Abstände und Geschwindigkeit festgelegt werden und wie auf unvorhergesehene Ereignisse reagiert werden kann. So trainierten sie auch das Verhalten bei Beschuss oder bei Ansprengung mit improvisierten Sprengvorrichtungen.Damit die Peschmerga später geordnet und schnell ihre an der Front eingesetzten Kameraden versorgen können, zeigten ihnen die Ausbilder auch die Einrichtung eines Versorgungspunktes. „Sie waren sehr motiviert. So hat die Ausbildung echt Spaß gemacht“, meint Hauptfeldwebel Max H. nach obenErfolg bei der Ausbildung „Die Peschmerga haben in den vergangenen Wochen eine Menge gelernt und einen respektablen Ausbildungsstand erreicht.“ (Quelle: Bundeswehr/Johannes Müller)Größere Abbildung anzeigenDen Ausführungen seiner Soldaten schließt sich der Kontingentführer des deutschen Einsatzkontingents, Oberst Frank Wasgindt, an: „Die Peschmerga haben in den vergangenen Wochen eine Menge gelernt und einen respektablen Ausbildungsstand erreicht. Für den erfolgreichen Kampf gegen den ‚IS‘ wünschen wir ihnen die notwendige Portion Soldatenglück, die Ausbildung dazu haben sie jetzt.“Die Soldaten bereiten jetzt den nächsten „Modern Brigade Course“ vor. Voraussichtlich Ende Oktober werden sie erneut mit der Ausbildung von etwa 1.200 Soldaten eines Peschmerga-Bataillons beginnen. nach oben

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