Mehr als neue Kürzel: Mit ELUSA und ELSA fit in den Einsatz

By   /  October 26, 2016  /  Comments Off on Mehr als neue Kürzel: Mit ELUSA und ELSA fit in den Einsatz

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

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Berlin, 25.10.2016.Soldaten, die in den Auslands-Einsatz gehen, kommen um ELUSA und ELSA nicht herum. Hinter diesen eher weiblich anmutenden Kürzeln steckt die neue einsatzvorbereitende Ausbildung. Sie ersetzt die bisherige EAKK.

Im Januar 2011 wurde die zuletzt nur sechsmonatige Wehrpflicht ausgesetzt. In der Bundeswehr dienen seitdem überwiegend Soldaten, deren Dienstzeit deutlich länger ist. Folgerichtig wurde auch die militärische Ausbildung neu gegliedert: Themen, die bislang schon in der dreimonatigen Grundausbildung absolviert werden mussten, können jetzt auch später vermittelt werden. Die komplexe Ausbildung am Maschinengewehr ist ein Beispiel hierfür. Zugleich ist die Grundausbildung die erste Phase von ELUSA, also der „Einsatzlandunspezifischen Ausbildung“.Die zweite Phase der ELUSA dient der Allgemeinmilitärischen Einsatzbefähigung und beinhaltet die Laufbahnausbildung der Soldaten, Laufbahn- und Verwendungslehrgänge an den Schulen und die Dienstpostenausbildung. Dazu gehören auch Themen wie Gefechtsdienst, Schießen, Sanitätsausbildung und ABC-Abwehr. Mit dem Abschluss dieses Abschnittes sind die Soldaten für ihre Truppengattung und ihren Aufgabenbereich ausgebildet.nach obenVom Allgemeinen zu SpeziellenDie letzte Phase der ELUSA soll Soldaten schließlich befähigen, an land-, luft- oder seebasierten Operationen teilzunehmen. In diesem Abschnitt liegen Aus- und Weiterbildungen, Maßnahmen zur Inübunghaltung und Übungsplatzaufenthalte. Dabei konzentriert sich die Ausbildung thematisch am Einsatzumfeld.Panzergrenadiere, Fernmelder oder auch die Flugabwehrsoldaten der Luftwaffe werden auf landbasierte Operationen vorbereitet. Dazu gehören unter anderem Themen wie das Einrichten von Checkpoints, der Umgang mit gewaltbereiten Menschenmassen oder auch die Abwehr von Sprengfallen. Die Ausbildung wird an den Standorten und in Lehrgängen durchgeführt.Soldaten der Marine oder auch Feldjäger, die für einen Einsatz an Bord vorgesehen sind, werden für eine seebasierte Operation ausgebildet. Dazu gehören Themen wie Gefechtsdienst an Bord, Schiffsicherungsgrundlagen, Brand- und Leckabwehr sowie der Einsatz von Rettungsinseln. Für diese Ausbildungen werden Lehrgänge beispielsweise am Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr in Neustadt/Holstein angeboten.Luftfahrzeugbesatzungen konzentrieren sich naturgemäß auf die luftbasierten Operationen. Hier gilt in der Regel die Besonderheit, dass Besatzungsmitglieder, die für ihre jeweilige Aufgabe im Inland qualifiziert sind, auch die Qualifikation für Auslandseinsätze besitzen. Auf Patrouille: Im Einsatz müssen das auch Soldaten können, die keine Infanteristen sind. (Quelle: Bundeswehr/Exner)Größere Abbildung anzeigennach obenPassgenau für Dienstposten und EinsatzlandDer Abschluss dieser Phase der ELUSA ist Voraussetzung für die Teilnahme an der „Einsatzlandspezifischen Ausbildung“, also ELSA. Für Landstreitkräfte gilt: Rund vier Monate vor dem Einsatz sollte die ELUSA abgeschlossen sein. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Ausbildungsgang von der Anlage her für alle Soldaten gleich – Abweichungen bei Länge, Inhalt und Ausbildungsorten entstehen lediglich durch die verschiedenen Laufbahnen und Besonderheiten in den Organisationsbereichen.ELSA ist aufgeteilt in dienstpostenbezogene und die dienstpostenunabhängige Ausbildungsabschnitte sowie die Maßnahmen zur Kohäsion unmittelbar vor dem Einsatz. Zur dienstpostenunabhängigen Vorbereitung gehören theoretische einsatzlandspezifische Themen wie Landeskunde, kulturelle Gegebenheiten, Konfliktursachen und -verlauf und die Bedrohungslage vor Ort. Die dienstpostenbezogene Vorbereitung durchlaufen solche Soldaten, die im Einsatz einen anderen Dienstposten bekleiden als im Inland. Dabei geht es im Schwerpunkt darum, sich mit neuer Ausrüstung, neuen Materialien oder Verfahren vertraut zu machen.Höhepunkt und Abschluss der ELSA ist die Kohäsions- beziehungsweise Besatzungsausbildung. Hier finden der Verband, die Besatzung oder der Stab zusammen. Dieser Ausbildungsabschnitt dient der Verbesserung des inneren Zusammenhalts, damit Abläufe im Einsatz selbst bereits eingespielt sind und funktionieren. Mit dem Abschluss dieser Phase sind die Soldaten auf ihren konkreten Einsatz vorbereitet.Angehörige der Bundeswehr finden weitere Informationen zu ELUSA und ELSA bei Intranet aktuell.nach oben

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