Übung Silver Arrow 2016 – Jetzt geht es los

By   /  October 26, 2016  /  Comments Off on Übung Silver Arrow 2016 – Jetzt geht es los

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

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Adazi, Lettland, 26.10.2016.Übungsschießen, Kraftfahrweiterbildungen und sogar die ersten Erkundungen haben bereits stattgefunden. Die Vorbereitungen für die Übung Silver Arrow 2016 auf dem lettischen Truppenübungsplatz Adazi sind damit abgeschlossen. Ab heute startet die multinationale Großübung mit rund 3.000 Soldaten.

Anspannung liegt in der Luft: Am ersten Tag der Übung erwartet die Soldaten das Schießen mit der Panzerfaust 3. (Quelle: Bundeswehr/Balzer)Größere Abbildung anzeigenAnspannung liegt in der Luft, die Soldaten aus Todendorf befinden sich mitten auf dem Truppenübungsplatz Adazi. Hauptfeldwebel Torben Meisner, der heute Leitende beim Vorbereitungsschießen Panzerfaust und Granatpistole, gibt seinen Kameraden eine Einweisung in die Schießbahnen. „Bleiben Sie heute ruhig und gehen sie Schritt für Schritt ihr Erlerntes durch”, beruhigt Meisner die Erstschützen und motiviert seine Truppe. Wenige Minuten später starten die Motoren der Eagle V-Fahrzeuge und die Truppe rauscht über die sandigen Hügel in die Tiefe des Geländes. nach oben„Rückstrahlzone frei – Panzerfaust schießt!”Die Soldaten schießen am heutigen Tag die erste Übung mit der Panzerfaust 3. Es werden drei Patronen verschossen, welche mit einer Art Pfeil gefüllt sind. Dieser trifft mit einem dumpfen Knall auf die sogenannten Hartziele, beispielsweise alte Militärwracks. „Die Waffe ist rückstoßfrei, wiegt aber etwa 13 Kilogramm und muss dementsprechend fest auf der Schulter aufliegen”, erklärt der Sicherheitsoffizier, Hauptfeldwebel Denny Brauer.Rote glühende Punkte steigen in die Luft und treffen ihr Ziel deutlich erkennbar durch rote Farbe. Beim Granatpistolenschießen kommt es auf die Wahl des richtigen Visiers an. Oberfeldwebel Oliver Wall ist Aufsicht beim Schützen: „Rechtes Ziel als Tür erkennbar auf 100 Meter Entfernung. Gesehen? Linkes Ziel, hier dargestellt, ein Fenster auf 150 Meter Entfernung. Gesehen?” Mit dem Bestätigen der Fragen kann der Schütze auch schon anfangen und schießen. Im Anschluss an die Erkundung des Geländes werden die Ergebnisse den einzelnen Gruppenführern weitergegeben. (Quelle: Bundeswehr/Balzer)Größere Abbildung anzeigennach obenKein Weg ist zu weit – Mit Karte und Kompass ans ZielAuf rund fünf Quadratkilometern können sich die Kameraden auf dem Kraftfahrübungsgelände des Truppenübungsplatzes ausprobieren. „Wichtig ist mir, dass Sie sich mit ihren Fahrzeugen, sei es der Eagle oder der Wiesel, sicher in diesem Gelände fühlen. Und wenn einer sich mal irgendwo mit dem Fahrzeug fest fährt, ziehen wir ihn da raus. Es ist alles kein Problem. Wir sind hier, um zu üben”, so der Ausbilder Hauptfeldwebel Christian Adler bei seiner Einweisung in das Übungsgelände.Kurz vor Beginn der Übung gibt der Zugführer seinen Erkundungsbefehl aus. Es ist still im Besprechungsraum. Jeder der hier anwesenden Feldwebel weiß, dass es wohl die letzte Befehlsausgabe im warmen Containerdorf sein wird.Es beginnt der Auftrag für Stabsfeldwebel Marco Passig und sein Erkunderteam. Zu dem gehört Hauptgefreiter Marius Schiemann: „Ich bin der Schütze an der Waffenstation auf dem Eagle V und sichere uns mit einem Maschinengewehr MG3. Ich bin froh, dass ich meinen Stabsfeldwebel auch als Nahsicherer zur Seite stehen kann”, erklärt Schiemann seinen Auftrag.Stabsgefreiter Falk Muster ist ebenfalls Teil des Erkundungsteams: „Ich bin der Kraftfahrer des Eagle V, seit etwa zwei Monaten darf ich dieses Fahrzeug fahren. Hier im Gelände habe ich alles im Griff, dass Fahrzeug fährt sich einfach.”Voll ausgestattet mit Kartenmaterial, Kompass, PLGR und DAGR, die GPS-Geräte der Erkunder, geht es auf den Übungsplatz. Ziel ist es, für die einzelnen Gruppen mit ihren Wiesel und Eagle V – Fahrzeugen, geeignete Stellungsbereiche zu finden. Dabei sollen die Soldaten aber möglichst unerkannt in ihren Bereichen bleiben. Wichtig ist beispielsweise eine optimale Sicht für das Aufklärungs-, Führungs- und Feuerleitfahrzeug, welches das Radar des leichten Flugabwehrsystems ist. Auf der Suche nach einem geeingneten Stellungsbereich: Der Wiesel auf dem Truppenübungsplatz Adazi. (Quelle: Bundeswehr/Balzer)Größere Abbildung anzeigennach obenDer Countdown läuftGegen Abend sind alle vorbereitenden Maßnahmen im Gelände getroffen. Die Positionen der einzelnen Gruppen wurden erkundet und an die Gruppenführer weitergegeben. Ab jetzt bereitet sich jeder individuell vor. Die Einmannpackung, kurz EPa, ist die nächsten Tage die Verpflegung der rund 60 Flugabwehrraketenkräfte. Sie wird auf den Eagle V-Fahrzeugen sicher verstaut. Die Waffen werden mit den System MILES/DISE ausgestattet, dies dient später einer Lokalisierung der Personen und Fahrzeugen und zeigt einen Ausfall durch Beschuss an. Alles ist fertig. Die letzten Stunden im Containercamp brechen an. Die Übung kann beginnen.nach oben

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