Heimischer Anbau von Eiweißpflanzen darf nicht in Frage gestellt werden

By   /  October 27, 2016  /  Comments Off on Heimischer Anbau von Eiweißpflanzen darf nicht in Frage gestellt werden

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Heimischer Anbau von Eiweißpflanzen darf nicht in Frage gestellt werden

Die Rahmenbedingungen fr
den Anbau von heimischen Eiweipflanzen drfen sich durch die aktuell von der
EU-Kommission vorgeschlagenen Greeningverschrfungen nicht verschlechtern.
Dies verdeutlichte der Vizeprsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV),
Walter Heidl, in dieser Woche gegenber Abgeordneten des Europischen
Parlaments (EP) in Straburg. Mit dem angestrebten generellen Verbot des
Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln kme nicht nur der regionale
Leguminosenanbau als mgliche kologische Vorrangflche praktisch zum Erliegen.
Vielmehr wrden die Brsseler Beschlsse des Jahres 2013 fr ein produktionsintegriertes
Greening gnzlich in Frage gestellt, so Heidl weiter. Er machte darauf
aufmerksam, dass sich die Potentiale des Anbaus von Krner- und
Futtereiweipflanzen in den vergangenen zwei Jahren deutlich gezeigt htten.
Nicht nur bei den Landwirten, sondern auch in der Saatgut- und
Mischfutterbranche sei die Bedeutung und Wahrnehmung von Leguminosen zuletzt
wieder deutlich angestiegen. Dieser positive Trend wrde durch das
vorgeschlagene grundstzliche Pflanzenschutzmittelverbot umgekehrt. Einen aus
landwirtschaftlicher Sicht nicht nachvollziehbaren Schritt in die falsche Richtung
nannte Heidl diesen vermeintlichen Vereinfachungsansatz der EU-Kommission, der
zwangslufig wieder zu mehr Sojaimporten fhren wrde. Untersttzung erhlt er
dabei von Abgeordneten des Europischen Parlaments, die sich fr den heimischen
Eiweipflanzenanbau einsetzen.
 
Dringenden Handlungsbedarf sieht
DBV-Vizeprsident Heidl auch bei weiteren Baustellen im Rahmen der Gemeinsamen
EU-Agrarpolitik (GAP). Angesichts des vorliegenden Omnibus-Verordnungspakets
hob er gegenber den EP-Abgeordneten kritisch hervor, dass darin eine
Klarstellung bzw. Korrektur bei der Definition des Dauergrnlandbegriffs fehle.
Nach wie vor bestehe der wesentliche nderungsbedarf dahingehend, dass der
mehrjhrige Anbau von Grnfutterpflanzen mit wechselnden Kulturen und auch
brachliegende Flchen nicht zur Entstehung von Dauergrnland fhren drfe,
bekrftigte Heidl. Positiv in den Entwrfen der Omnibus-Verordnung sei jedoch
die vorgeschlagene Mglichkeit fr die EU-Mitgliedstaaten, ab dem Antragsjahr
2018 die komplizierte und berbrokratische Nachweisfhrung und Dokumentation
im Rahmen des Aktiven Landwirtes streichen zu knnen.
 
Beim sogenannten
Frhwarnsystem der Cross-Compliance-Kontrollen fordert Heidl nach den monatelangen
Verhandlungen zwischen EU-Kommission, dem Bundesministerium fr Ernhrung und
Landwirtschaft sowie den Lndern dringend Klarheit und eine verhltnismige
Anwendung der Sanktionsregelungen. Wir brauchen endlich eine unbrokratische
und bundeseinheitliche Lsung fr die landwirtschaftlichen Betriebe, bei der
insbesondere die Tierhalter von einer unverhltnismigen Sanktionsspirale
ausgenommen sind. Hier ist die Geduld der Landwirte am Ende, unabhngig davon, an
welcher Stelle der Politik oder Behrden es aktuell noch klemmt, machte Heidl
unmissverstndlich klar.

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