Chancen einer nachhaltigen Wirtschaftsweise

By   /  November 3, 2016  /  Comments Off on Chancen einer nachhaltigen Wirtschaftsweise

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MIL OSI – Source: Deutschland Bundesregierung –

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Nachhaltigkeit und Wirtschaft gehören zusammen. Das betonten die Bundesministerinnen Wanka und Hendricks zur Eröffnung der dritten Green Economy-Konferenz in Berlin. Das Fachforum “Nachhaltiges Wirtschaften” stellte Empfehlungen für eine nachhaltigere Wirtschaftsweise in Deutschland vor.

Green Economy – eine international wettbewerbsfähige, umwelt- und sozialverträgliche Wirtschaft.
Foto: Ulrich Baumgarten/Getty Images

Eine international wettbewerbsfähige, umwelt- und sozialverträgliche Wirtschaft ist das Leitbild der Green Economy. “Unsere nachhaltige Zukunft wird sich stark in der Wirtschaft entscheiden”, sagte Bundesministerin Johanna Wanka in ihrer Eröffnungsansprache. Doch auch eine verstärkte Bildung für nachhaltige Entwicklung sei erforderlich, damit Nachhaltigkeit immer mehr Grundlage für unser Handeln wird.

Die Ministerin kündigte an, noch in diesem Jahr werde eine neue Wissenschaftsplattform starten, die mehr nachhaltige Innovationen durch engere Zusammenarbeit ermöglichen soll. “Diese Plattform hilft, neue Allianzen zu knüpfen und neue Partner für nachhaltiges Wirtschaften zu finden”, so Wanka.

Expertinnen und Experten erörterten während der Konferenz, wie der politische Rahmen für eine Green Economy zu gestalten ist und welche Forschungsthemen angegangen werden müssen. Es geht um die Frage, wie unser Innovationssystem und unsere Wirtschaft auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise ausgerichtet werden können. Eine Green Economy erfordert veränderte Produktions- und Konsumweisen, damit auch weltweit für die kommenden Generationen Wohlstand und eine hohe Lebensqualität zu erreichen sind.
Neue Lebensstile sind erforderlich

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks bezeichnete das Pariser Klimaabkommen und die globalen Nachhaltigkeitsziele als einen Wendepunkt – auch für das nationale Wirtschafts- und Finanzsystem. Sie sagte: “Diesen Strukturwandel können und müssen wir gemeinsam gestalten.” Eine nachhaltige Finanzwirtschaft sei dabei unabdingbar, um die Ziele zu erreichen. “Nachhaltige Finanzanlagen müssen raus aus der Nische in den Massenmarkt”, so die Forderung der Ministerin.

Green Economy ist ein wichtiger Baustein der globalen Nachhaltigkeitspolitik. “Nachhaltigkeit muss wettbewerbsfähig werden!” Dies ist eine von fünf Forderungen des Fachforums “Nachhaltiges Wirtschaften”, welches vom Hightech-Forum einberufen wurde, dem zentralen Beratungsgremium der Bundesregierung für Innovation.
Green Economy: Gesellschaftlicher Wandel

Das Ziel der Green Economy ist eine nachhaltige Wirtschaft, die natürliche Ressourcen schont und die Umwelt weniger belastet. Faktoren einer umweltverträglichen Wirtschaft sind Ressourcenverbrauch, Emissionsreduktion, Steigerung von Energie- und Rohstoffproduktivität sowie nachhaltige Gestaltung von Produkten, Versorgungssystemen und Infrastrukturen.

Fragen nach Lebens- und Arbeitsbedingungen, Konsummustern, Produktlebenszyklen und Finanzierungsmodellen stehen damit in direktem Zusammenhang. Das Bundesforschungsministerium hat gemeinsam mit anderen Ressorts und Verbänden die Agenda “Green Economy” erarbeitet, die Innovationen für eine nachhaltige Wirtschaftsweise anstoßen soll.
Green Economy ist eine gemeinsame Aufgabe

Im Jahr 2012 war Green Economy das zentrale Thema des UN-Nachhaltigkeitsgipfels Rio+20. Im Anschluss daran hat das Bundesforschungsministerium gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit eine Agenda zur Green Economy gestartet, um im Dialog mit Partnern und Betroffenen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und gesellschaftlichen Gruppen, den Wandlungsprozess zur Green Economy gemeinsam zu gestalten.

Das Fachforum “Nachhaltiges Wirtschaften” stellte nun auf der Green Economy-Konferenz in Berlin seine Empfehlungen und Impulse für eine nachhaltige Wirtschaft für Deutschland vor. Die fünf zentralen Empfehlungen sind:

1. Forschung und Innovation an globalen Nachhaltigkeitszielen ausrichten;2. Nachhaltigkeit wettbewerbsfähig machen und bewerten;3. Staatliches Handeln nachhaltig gestalten;4. Bildung für nachhaltige Entwicklung als Teil des nachhaltigen Wirtschaftens betrachten;5. Den gesellschaftlichen Dialog zu nachhaltigem Wirtschaften voranbringen.

Das Fachforum “Nachhaltiges Wirtschaften” wurde vom Hightech-Forum einberufen, dem zentralen Beratungsgremium der Bundesregierung für Innovation.

Für die Nachhaltigkeitsforschung stellt das Bundesforschungsministerium bis zum Jahr 2018 insgesamt 350 Millionen Euro zur Verfügung.
Mittwoch, 2. November 2016

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