Kampf gegen den IS: Luftnotlage wegen Riss an Sollbruchstelle

By   /  November 4, 2016  /  Comments Off on Kampf gegen den IS: Luftnotlage wegen Riss an Sollbruchstelle

    Print       Email

MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

Headline: Kampf gegen den IS: Luftnotlage wegen Riss an Sollbruchstelle

Incirlik, 03.11.2016.Bei einem Einsatzflug zweier Aufklärungsflugzeuge vom Typ „Tornado“ des deutschen Einsatzkontingents Counter Daesh kam es am 31. Oktober zu einer sogenannten Luftnotlage. Während eines Luftbetankungsvorgangs wurde – durch starke Turbulenzen – die Tanksonde des Luftbetankungsauslegers eines der beiden Flugzeuge an einer Sollbruchstelle abgerissen. Nach einer Zwischenlandung in Erbil (Irak), bei der keine weiteren Schäden festgestellt wurden, konnten die Aufklärungsflugzeuge nach Incirlik zurückfliegen. Gegen 22 Uhr landeten sie sicher wieder auf der türkischen Air Base.

Ein „Tornado“ bei der Luftbetankung Der Luftbetankungsausleger verankert sich im Fangtrichter des Tankflugzeugs (Quelle: Bundeswehr/PAO Counter Daesh)Größere Abbildung anzeigenNahezu täglich starten deutsche „Tornado“- Aufklärungsflugzeuge zu ihren Einsätzen über Syrien und dem Irak. Liegt ein Aufklärungsziel außerhalb ihrer regulären Reichweite müssen sie in der Luft betankt werden. Hierzu sind sie mit einem Luftbetankungsausleger ausgerüstet, der für den Betankungsvorgang ausgefahren wird. Der Pilot fliegt den Jet zum Betanken an den Fangtrichter des Tankflugzeugs und dockt mit seiner Tanksonde dort an. Während des Tankens müssen sowohl das Tankflugzeug, als auch der Empfänger des Treibstoffs einen genau aufeinander abgestimmten Kurs halten und auch ihre Geschwindigkeit angleichen.nach obenWas führte zu der Luftnotlage? Der Luftbetankungsausleger des betroffenen „Tornados“. Die Tanksonde ist abgerissen (Quelle: Bundeswehr/PAO Counter Daesh)Größere Abbildung anzeigenAm 31. Oktober wurde gegen 16:30 Uhr einer dieser Betankungsvorgänge über dem Einsatzgebiet durchgeführt. Durch starke Turbulenzen riss dabei die Tanksonde des Luftbetankungsauslegers eines „Tornados“ ab. Der Tankstutzen am Ausleger ist dazu mit einer Sollbruchstelle ausgestattet. Sie reißt bei einer zu starken Belastung – wie etwa zu großen Differenzen bei Kurs und Geschwindigkeit – ab. Die Verbindung zum Tankflugzeug wird gelöst. Nach dem Abriss der Tanksonde kann eine Luftbetankung nicht abgeschlossen werden. Im vorliegenden Fall war ein direkter Rückflug auf den Flugplatz Incirlik mangels Treibstoff nicht möglich. Daher wurde eine Landung auf dem – für solche Fälle vorgesehenen – Ausweichflughafen Erbil durchgeführt. Eine Inspektion zeigte außer der abgerissenen Sonde keine weiteren Beschädigungen am Flugzeug. Somit bestand keine Flugeinschränkung für den anschließenden Rückflug nach Incirlik.Um 22 Uhr landet die Zweierformation wieder sicher auf der Incirlik Air Base, wo sie schon von den Tornadomechanikern erwartet wurde. nach obenEinsatzbereitschaft umgehend wieder hergestellt Die Mechaniker starteten umgehend mit dem Einbau des Ersatzteils. Oberfeldwebel Pernet T., einer der Techniker, beschreibt: „Wir haben jetzt kontrolliert, ob weitere Beschädigungen aufgetreten sind, wenn beispielsweise die Tanksonde gegen die Flugzeugzelle geschlagen wäre. Dies war aber nicht der Fall. Somit konnten wir einfach die Tanksonde wechseln.“„Es kann auch vorkommen, dass sich die Tanksonde während des Luftbetankungsvorgangs im Fangtrichter verkeilt. Wenn die Kräfte, die auf die Sonde wirken, zu groß werden, weil sich das Empfängerflugzeug vom Tanker lösen möchte, reißt die Tanksonde ab. Diese Sollbruchstelle dient dem Schutz der Flugzeuge, um größere Beschädigungen zu vermeiden“, erklärt Oberfeldwebel T. weiter. Nachdem die neue Sonde angebracht wurde, wird eine Testbetankung durchgeführt. Hierzu wird ein Adapter auf die Tanksonde gesetzt und der Schlauch eines Tanklasters angeschlossen. Etwa 1.000 Liter Flugbenzin werden in weniger als einer Minute über den Ausleger in den „Tornado“ getankt. Der Test verläuft ohne Probleme. Damit war die Funktionsprüfung bestanden und der betroffene „Tornado“ seit 01:00 Uhr nachts wieder einsatzbereit. nach oben

    Print       Email

You might also like...

Team Deutschland auf dem Weg nach Tokio

Read More →