Rede von Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. September 2016

By   /  November 4, 2016  /  Comments Off on Rede von Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. September 2016

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MIL OSI – Source: BMW Group –

Headline: Rede von Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. September 2016

Guten Morgen, meine Damen und Herren!

Die BMW Group hat eine klare Vision, wie unsere Kunden im
Premiumbereich ab 2030 mobil sein werden: autonom, elektrisch,
vollvernetzt. Bei all dem steht das emotionale Erlebnis unserer Kunden
im Mittelpunkt. Die individuelle Mobilität wird ihre ganz persönlichen
Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigen und erfüllen.

Unsere Visionsfahrzeuge der Marken BMW, MINI, Rolls-Royce und BMW
Motorrad vereinen all diese Eigenschaften. Hinzu kommt ein
faszinierendes Design. Damit haben wir unserer Vision von der Zukunft
ab 2030 ein Gesicht gegeben. Im Oktober haben wir alle
Visionsfahrzeuge in Los Angeles präsentiert. Die Resonanz auf unsere
Tour „BMW Group Future Experience“ war gerade in Onlinemedien und
sozialen Netzwerken ausgesprochen intensiv und positiv. Ich denke an
Headlines wie: “BMW’s Four Futuristic Concepts Will Blow Your Mind.“
oder “Easy Rider trifft iPhone.”

Allein unser Imagefilm zum BMW Motorrad VISION NEXT 100 wurde auf der
reichweitenstarken Online-Plattform „Mashable“ 46 Millionen Mal angeklickt.
Diese Neugier und Begeisterung bestätigen uns in unserer Überzeugung:
Die individuelle Mobilität ist und bleibt ein spannendes und
emotionales Zukunftsfeld. Die treibenden Faktoren in diesem
Transformationsprozess sind die vier ACES: Automated, Connected,
Electrified und Shared. Wir haben frühzeitig den Wandel zur
nachhaltigen Mobilität eingeleitet: 2008 haben wir den BMW 7er als
Plug-in-Hybrid Konzept vorgestellt und mit dem MINI E den weltweit
größten Feldversuch zur Elektromobilität gestartet.

2013 haben wir den rein elektrischen BMW i3 eingeführt. Wir haben
gezeigt, dass wir Verantwortung übernehmen und unseren Beitrag für den
Klimaschutz leisten. Mit seinem 360-Grad-Ansatz ist der i3 bis heute
einzigartig und ein Vorreiter für Nachhaltigkeit über die gesamte
Wertschöpfungskette. 2014 wurde die BMW i Familie mit dem i8
erweitert. 2015 kam mit dem X5 das erste Serienmodell von BMW mit
Plug-in-Hybrid Technologie als iPerformance Modell auf den Markt.

Unser konsequentes Handeln zahlt sich aus. Anfang November haben wir
eine wichtige Marke erreicht: 100.000 verkaufte Fahrzeuge mit
elektrifiziertem Antrieb. Das bedeutet: Über 60.000 BMW i3. Er ist
damit das erfolgreichste Elektrofahrzeug im Premium Compact Segment.
Über 10.000 ausgelieferte BMW i8. Er ist damit die Nummer EINS unter
den elektrifizierten Sportwagen. Rund 30.000 Plug-in-Hybride der Marke BMW.

Mit BMW und BMW i bieten wir den Kunden die größte Wahlmöglichkeit
bei elektrifizierten Antrieben über alle Segmente. Aktuell verfügen
sieben Modelle über einen reinen Elektronantrieb bzw. Plug-in-Hybrid
Antrieb. Allein im Monat September haben wir über 7.000
elektrifizierte BMW Fahrzeuge verkauft. Weitere PHEV-Modelle folgen in
den nächsten Jahren, darunter 2017 der erste Plug-in-Hybrid der Marke
MINI in Gestalt des neuen Countryman.

Wir haben von Anfang an deutlich gemacht: BMW i erfüllt eine Rolle
für den gesamten Konzern – als Innovationsspitze und technologischer
Befähiger. Wie angekündigt fließen die Innovationen von BMW i
konsequent in die Modelle all unserer Marken und Baureihen ein.
Sichtbar wird dieser Know-how Transfer durch die Bezeichnung
„iPerformance“ für alle BMW Plug-in-Hybride. Dies zeigt die enge
Verbindung von BMW und BMW i – so wie es auch bei BMW M und M
Performance der Fall ist. Der Trend zur nachhaltigen Mobilität ist unumkehrbar.

Um die Menschen für das elektrische Fahren zu begeistern, integrieren
wir den BMW i3 in die Flotten von DriveNow und ReachNow. Auf diese
Weise sind bislang mehr als 200.000 Menschen mit E-Mobilität in
Kontakt gekommen. Rund sechs Millionen Kilometer haben allein unsere
DriveNow-Kunden bereits rein elektrisch zurückgelegt.
Weltweit sind über 800 BMW i3 Fahrzeuge über unser Carsharing unterwegs.

All das ist Teil unserer Strategie Number ONE > NEXT. Jetzt zünden
wir bereits Phase II unserer erfolgreichen Elektrifizierungsstrategie.
Über alle unsere Marken sowie alle Segmente und Baureihen hinweg
elektrifizieren wir unsere Fahrzeuge.
Beispiele sind:
Der BMW i8 Roadster ab 2018.
Der rein elektrische MINI ab 2019.
Der rein elektrische BMW X3 ab 2020.
Der rein elektrische BMW iNEXT ab 2021.In den nächsten Jahren werden wir in erheblichem Umfang in
Vorleistung gehen. Das gilt für nachhaltige Antriebe genau wie für
digitale Vernetzung, autonomes Fahren und Mobilitätsdienstleistungen.
Die Basis dafür liefert weiterhin unsere finanzielle Stärke.
Profitabilität ist eine Stoßrichtung der Strategie Number ONE >
NEXT. Unsere Investoren und Anteilseigner sind langfristig orientiert
– so wie wir.

Deshalb streben wir auch künftig eine verlässlich hohe Profitabilität
im Zielkorridor von 8 bis 10 Prozent bei der EBIT-Marge im Segment
Automobile an. Anders gesagt: Unser erfolgreiches Kerngeschäft bleibt
die Basis für all unsere zukunftsweisenden strategischen
Entscheidungen. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016
hat die BMW Group ihre erfolgreiche Entwicklung fortgesetzt.

Mehr Kunden als je zuvor haben sich für ein Automobil der BMW Group
entschieden. Über 1,74 Millionen Fahrzeuge wurden ausgeliefert. Das
ist ein Plus von 6,2 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2015.
Die Marken BMW, MINI und BMW Motorrad erzielten neue Höchstwerte in
einer Neun-Monats-Betrachtung. Unsere Luxusmarke Rolls-Royce erzielte
das bisher beste dritte Quartal und liegt per September auf dem hohen
Niveau des Vorjahres.

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 8,8 Prozent auf 7,74
Milliarden Euro. Der Überschuss im Konzern liegt bei 5,41 Milliarden
Euro. Die EBIT-Marge im Segment Automobile beträgt per September 9,1
Prozent. Sie liegt weiterhin in unserem angestrebten Korridor von 8
bis 10 Prozent.

Unser Ansatz einer ausgewogenen Absatzverteilung in den großen
Marktregionen und wichtigen Einzelmärkten bewährt sich weiterhin:
Europa: plus 10 Prozent per September. Dabei legen Großbritannien,
Frankreich und Italien zweistellig zu.
Asien: plus 9 Prozent. Hier sehen wir für uns eine robuste
Entwicklung in China mit weiteren Chancen sowie auch einen
Aufwärtstrend in Japan mit Zuwächsen bei den Neuzulassungen von
jeweils 10 Prozent. Neue Modelle speziell für unsere chinesischen
Kunden wie der X1 PHEV bringen zusätzliche Impulse.
Amerika: minus 6,5 Prozent. In den USA sind unsere Zulassungen um
8,7 Prozent gesunken. Wir beobachten weiterhin, dass der U.S. Markt
sehr wettbewerbsintensiv ist.
Insgesamt dürfte die weltweite Entwicklung auf den Automobilmärkten
weiterhin positiv verlaufen. Klar ist allerdings auch: Alle Märkte
bleiben hart umkämpft.
Gleichzeitig müssen wir in unsere Zukunft investieren, was auch mit
steigenden Personalkosten verbunden ist. Und nicht zuletzt sorgen
politische und wirtschaftliche Krisenherde sowie die anhaltende
Volatilität für Ungewissheit. Angesichts unserer positiven
Absatzentwicklung und der guten finanziellen Kennzahlen bleiben wir zuversichtlich.

Wir wollen unsere gesetzten Ziele 2016 erreichen.

Wie Sie wissen streben wir in unserem Jubiläumsjahr neue Bestwerte
bei Konzernabsatz und Ergebnis vor Steuern an. Diese sollen leicht
über den Werten des Vorjahres liegen.
Im Segment Automobile wollen wir uns im Korridor von 8 bis 10
Prozent EBIT-Marge bewegen.
Der Konzern mit seinen drei Premiummarken steht weiter an der
Spitze des Premiumsegments.Wie immer setzen unsere Ziele voraus, dass sich die Rahmenbedingungen
für unser weltweites Geschäft nicht wesentlich verändern. Fest steht:
Unser Unternehmen wächst auf einem hohen Niveau und ist profitabel.
Vor diesem Hintergrund verstärken wir gezielt unser globales Team.
Dabei kommt uns zugute, dass die BMW Group ein sehr attraktiver
Arbeitgeber ist, wie viele Rankings belegen. Die Zahl unserer
Mitarbeiter wird sich in diesem Jahr gegenüber 2015 leicht erhöhen.
Ende September beschäftigte die BMW Group weltweit rund 126.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für uns ist es selbstverständlich,
dass wir weiterhin jungen Menschen eine qualifizierte Ausbildung
bieten. Im September haben 1.600 Auszubildende ihr Berufsleben in
unserem Unternehmen begonnen; 1.200 davon in Deutschland.
Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, brauchen wir
Ingenieure, Software- und IT-Spezialisten sowie Experten für
Mobilitätsdienstleistungen. Die Digitalisierung ist eine zentrale
Stoßrichtung unserer Strategie Number ONE > NEXT. Wir verstehen sie
als Chance, unser Wachstum fortzusetzen. Im Großraum München errichten
wir ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum für Autonomes
Fahren. Es wird eines der größten in Europa sein. Bereits ab dem
nächsten Jahr bündeln wir unsere Kompetenzen auf diesem Campus.
Unsere Entwickler aus allen involvierten Disziplinen erhalten ein
optimales, inspirierendes Arbeitsumfeld. Im engen Verbund mit unserem
Forschungs- und Innovationszentrum FIZ und unseren
Kooperationspartnern werden dort unsere vollautonom und
hochautomatisierten Fahrzeuge entwickelt und erprobt.

Meine Damen und Herren,

ich möchte heute noch einmal wiederholen, was ich in L.A. gesagt
habe: We have already arrived at a place others are still only
dreaming about. Es ist unser Ziel und unser Anspruch zugleich, die
individuelle Mobilität in das digitale Zeitalter zu überführen. Dabei
wollen wir Technologie- und Innovationsführer sein.

Ein Beispiel dafür ist der neue BMW 5er, den wir Anfang 2017
einführen. Er wird nicht nur fahrdynamisch Best in Class sein, sondern
gerade mit seiner Connectivity neue Maßstäbe setzen. Viele von Ihnen
werden sich in den nächsten Wochen bei den Testfahrten in Portugal ein
eigenes Urteil bilden können. Zum ersten Mal bringen wir beim neuen
BMW 5er bereits kurz nach Markteinführung weitere Varianten auf den
Markt: ein Plug-in-Hybrid Modell, eine Efficient Dynamics Edition und
ein M Performance Modell. Damit entsprechen wir dem Wunsch vieler Kunden.

Wir wollen Vorreiter sein. Unser Geschäftsmodell entwickeln wir
konsequent weiter.
So vollziehen wir den Wandel vom führenden Anbieter von
Premiummobilität und Dienstleistungen zur führenden Tech-Company im
Mobilitätssektor. Dazu haben wir den Mut und die Ideen. Das beweisen
unsere vier Visionsfahrzeuge.

Vielen Dank!

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