Mikado: Das kleine Auge der Bundeswehr

By   /  November 11, 2016  /  Comments Off on Mikado: Das kleine Auge der Bundeswehr

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

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Berlin, 11.11.2016.Aladin, Luna, Heron – das sind die wohl bekanntesten Drohnen der Bundeswehr. Hinter diesen Bezeichnungen steckt modernste Aufklärungstechnik zum Schutz der eigenen Soldaten bei Auslandseinsätzen. Weniger bekannt, dennoch genauso gespickt mit neuster Technik, ist die Mikroaufklärungsdrohne im Ortsbereich.

Im Vergleich zu den anderen eingesetzten Systemen ist diese Mikroaufklärungsdrohne, kurz Mikado, ein Winzling. Dabei ist sie im Ortsbereich ein wertvolles Aufklärungsmittel für alle Truppengattungen und eignet sich besonders zur Unterstützung der Infanterie. Als Prototyp wurde sie erstmals 2009 in Afghanistan eingesetzt.nach obenDer Name ist ProgrammNicht nur der Name des unbemannten Flugobjekts erinnert an das Geschicklichkeitsspiel. Die vier Rotoren der Mikado sitzen auf sogenannten Auslegern, die den Stäben des Spiels sehr ähneln. So ist es nicht verwunderlich, dass das unbemannte Flugobjekt kaum unter dem eigentlichen Namen „Aufklärungsausstattung AR100B” bekannt ist.nach obenHochmobil und kompaktDas geräuscharme Fluggerät wird vor allem in Ortschaften eingesetzt, um Personen, Waffen, Fahrzeuge und sonstige Objekte zu orten und zu identifizieren. Dabei ist das System nicht nur in circa fünf Minuten einsatzbereit, sondern zudem auch noch hochmobil: Durch die kompakte Masse und das geringe Gewicht kann der sogenannte Steuerer die Drohne inklusive der dazugehörigen Bodenkontrollstation und dem Bediengerät in einem Spezialrucksack transportieren.Bevor die Drohne startfähig ist, müssen nur die Einzelteile ausgepackt, die Rotorblätter aufgesteckt und der Anprallschutz sowie die Antennen montiert werden. nach obenAusgezeichnete Flug- und NutzlastDas 1,3 Kilogramm schwere Fluggerät kann bis zu 30 Minuten in der Luft bleiben und erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 35 Stundenkilometer. Dabei sind mit den Akkus, die sich beim Steuerer am Boden befinden, sechs Flüge möglich. Angetrieben wird die Aufklärungsdrohne von vier Bürsten- und getriebelosen Elektromotoren mit 2.000 Umdrehungen pro Minute. Im Normalfall kehrt sie auf Knopfdruck zum Steuerer zurück. Bei schwächelndem Akku findet die Drohne automatisch den Startpunkt wieder. Sollte der Akku jedoch nicht für die Rückkehr ausreichen, so leitet Mikado automatische eine Notlandung ein und gibt ein Signal, um wiedergefunden zu werden. nach obenHohe Auflösung in EchtzeitAlle Funktionen der Drohne werden mit dem sogenannten Handbedienteil gesteuert. Das Farbdisplay zeigt Videoaufnahmen und Daten wie Uhrzeit und Koordinaten an.Die Kamera der Drohne lässt sich um 90 Grad schwenken. Dabei werden die Videoaufnahmen in hoher Auflösung und in Echtzeit an die Bodenkontrollstation übertragen und gleichzeitig gespeichert. Auch scheitert ein Einsatz der Drohne nicht an schlechten Sichtverhältnissen: Aufnahmen sind schon ab einer Beleuchtungsstärke von nur 0,0003 Lux möglich. Zum Vergleich: Der Mond scheint mit 25 Lux. nach obenTechnische DatenMikado: Mikroaufklärungsdrohne im ortsbereichVerwendungAufklärung und Überwachung im urbanen FeldGeschwindigkeitbis zu 35 StundenkilometerFlugdauercirca 30 MinutenReichweite500 Meter bei analogem Videosignal /1.000 Meter bei digitalem VideosignalAntriebRotoren, ElektromotorDurchmessercirca ein MeterMaximale Flughöhe1.000 MeterAusstattung mit verschiedenen Sensoren als Nutzlast (circa 200 Gramm) möglichTageslichtkamera, Dämmerungskamera oder Infarotkameranach oben

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