Anschlag auf das deutsche Generalkonsulat in Masar-i Scharif und Einsatz deutscher Soldaten

By   /  November 13, 2016  /  Comments Off on Anschlag auf das deutsche Generalkonsulat in Masar-i Scharif und Einsatz deutscher Soldaten

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

Headline: Anschlag auf das deutsche Generalkonsulat in Masar-i Scharif und Einsatz deutscher Soldaten

Masar-i Scharif, Afghanistan, 11.11.2016, Presse- und Informationsstab BMVg.Am Donnerstag, den 10. November gegen 19.35 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) gab es in unmittelbarer Nähe zum deutschen Generalkonsulat in Masar-i Scharif eine schwere Explosion.

Der Anschlag wurde vor dem deutschen Generalkonsulat in Masar-i Scharif verübt. Anschließend kam es im Bereich des Generalkonsulats zu einem anhaltenden Schusswechsel mit einer unbekannten Anzahl Angreifer.Deutsche Soldaten der Force Protection (Schutzkräfte) und internationale Soldaten der Quick Reaction Force (schnelle Reaktionskräfte) des Hauptquartiers Resolute Support TAAC-North wurden alarmiert und zum Anschlagsort entsandt. Gegen 21.05 Uhr mitteleuropäischer Zeit trafen diese dort ein. Zusammen mit der afghanischen Polizei sicherten und überprüften sie das deutsche Generalkonsulat und den umliegenden Bereich.Dabei wurde festgestellt, dass das Gebäude teilweise massiv zerstört wurde. Die deutschen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Generalkonsulates waren jedoch unversehrt.Gegen 23.20 Uhr waren alle 20 Angehörige des Generalkonsulats aus dem Bereich evakuiert und trafen um 1.55 Uhr im Camp Marmal ein.Das Gelände des Generalkonsulats wird weiterhin durch die Quick Reaction Force sowie weitere Schutzkräften des TAAC-North gesichert.Im Rahmen dieser Operation wurden deutsche Soldaten der Force Protection zur Sicherung und Absperrung des Anschlagsortes um das Generalkonsulat eingesetzt.Ersten Berichten zur Folge näherten sich drei Motorradfahrer dem Anschlagsort gegen 02.40 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Die Soldaten gaben daraufhin Warnschüsse, unter anderem mit einer Signalpistole, ab. Nachdem die drei Motorradfahrer sich weiterhin annäherten eröffneten die Soldaten das Feuer. Dabei wurden zwei Motorradfahrer tödlich verwundet. Der dritte wurde durch den vor Ort befindlichen beweglichen Arzttrupp (BAT) erstversorgt. Zivile afghanische Rettungskräfte wurden alarmiert und brachten ihn in ein Krankenhaus. Die genauen Umstände werden weiter untersucht.Das Gelände des Generalkonsulats wird weiterhin durch die Quick Reaction Force sowie weiteren Schutzkräften des TAAC-North gesichert. Die Operation ist noch nicht abgeschlossen. Aufgrund der operativen Sicherheit können zum jetzigen Zeitpunkt keine detaillierten Angaben gemacht werden.nach obenAktualisierung: 12. November, 11:30 UhrAm 11. November gegen 20.45 Uhr MEZ näherte sich ein afghanischer PKw einer Straßensperre. Diese wurde zuvor im Zuge der Sicherungsmaßnahmen vor dem Generalkonsulat durch die multinationalen Schutzkräfte des TAAC-North errichtet und überwacht. Das Fahrzeug hielt kurz vor der Straßensperre an, und der Fahrer stieg aus. Nach einem kurzen Gespräch mit den Soldaten stieg der Fahrer wieder in sein Auto und entfernte sich. In circa 50 Meter Entfernung wendete er das Fahrzeug und fuhr mit starker Beschleunigung auf die Straßensperre zu. Das Fahrzeug durchbrach diese und kam erst durch den Aufprall auf ein hinter der Straßensperre stehendes deutsches gepanzertes Sanitätsfahrzeug – Transportpanzer Fuchs – zum Stehen.Der Fahrer wurde durch afghanische Rettungskräfte versorgt und in ein afghanisches Krankenhaus gebracht, in dem er später verstarb. Die afghanische Polizei hat mit einem Sprengstoffteam den Ort des Geschehens untersucht, konnte jedoch am Fahrzeug kein Sprengstoff feststellen.Auf Seiten der multinationalen Schutzkräfte des TAAC-North kam es zu keinen Verletzungen und nur zu geringem Sachschaden.Die Operation ist nunmehr abgeschlossen. Die multinationalen Schutzkräfte des TAAC-North wurden zurück in das Camp Marmal befohlen.Die Gesamtumstände der Ereignisse werden weiterhin untersucht.Ansprechpartner für die Presse: Einsatzführungskommando der Bundeswehr.nach oben

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