Diabetes erkennen – Folgeschäden vermeiden

By   /  November 13, 2016  /  Comments Off on Diabetes erkennen – Folgeschäden vermeiden

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MIL OSI – Source: Deutschland Bundesregierung –

Headline: Diabetes erkennen – Folgeschäden vermeiden

Immer mehr Menschen leiden unter Diabetes. Er ist weltweit zu einer gesundheitspolitischen Herausforderung geworden. Allein in Deutschland sind etwa 6,7 Millionen Menschen an der “Zuckerkrankheit” erkrankt – Tendenz steigend. Körperliche Fitness und ausgewogene Ernährung können der Volkskrankheit vorbeugen.

Wird Diabetes zu spät erkannt, hilft häufig nur noch eine Insulintherapie.
Foto: picture alliance / dpa

350 Millionen Menschen leiden weltweit an Diabetes. Nach Schätzungen der WHO allein etwa 60 Millionen in Europa. In Deutschland sind derzeit etwa 6,7 Millionen Menschen an einem Diabetes erkrankt – viele Erkrankungen sind jedoch unerkannt. Für die Betroffenen kann das schwerwiegende Folgen haben.
Entscheidend ist der Lebensstil

Die häufigste Form von Diabetes ist der sogenannte Typ 2. Um ihn handelt es sich bei ungefähr 90 Prozent aller Erkrankungen. Zentrale Risikofaktoren sind Übergewicht und ungesunde Ernährung. Die Schwere oder gar die Entstehung dieser Diabetes-Art hängt daher entscheidend vom Lebensstil ab.

Wenn Diabestes frühzeitig erkannt wird, lassen sich Folgeschäden der Krankheit minimieren. Daher lautet das Motto des diesjährigen Aktionstags “Augen auf den Diabetes”. Damit wird ein besonderes Augenmerk auf den Typ 2-Diabetes gesetzt – und insbesondere auf die Frage, wie er rechtzeitig und sicher erkannt werden kann. Denn grob geschätzt wird er oft rund zehn Jahre zu spät diagnostiziert.

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der ein zu hoher Blutzuckerspiegel vorliegt. Mögliche Folgeerkrankungen: Schlaganfall, Erblindung, Herzinfarkt, Nervenerkrankungen, Fußamputationen oder Nierenversagen. Die beiden wichtigsten Formen sind der Typ 1- und der Typ 2-Diabetes. Typ 1-Diabetes beginnt oft im Kindes- oder Jugendalter. Aufgrund einer Fehlreaktion des Immunsystems kann das körpereigene Hormon Insulin nicht in ausreichendem Maße produziert werden. Deshalb steigt der Blutzuckerspiegel und die Patienten müssen lebenslang Insulin spritzen.Typ 2-Diabetes entsteht im Laufe des Lebens. Ungesunde Ernährung, Übergewicht und mangelnde Bewegung erhöhen das Risiko, dass sich zu viel Glukose im Blut befindet. Diese Form wurde früher auch als “Altersdiabetes” bezeichnet. In den letzten Jahren erkranken jedoch auch zunehmend junge Erwachsene, sogar Jugendliche, daran. Neben regelmäßiger Bewegung und gesunder Ernährung können Medikamente helfen, den Blutzucker in den Griff zu bekommen.
Vorbeugen hilft

Körperliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung können dazu beitragen, das Risiko für die Entwicklung eines Typ 2-Diabetes zu senken. Daher kommt der Prävention eine große Bedeutung zu.

Mit dem Präventionsgesetz stehen seit diesem Jahr rund 490 Millionen Euro für Gesundheitsvorsorge zur Verfügung – mehr als doppelt so viel wie zuvor. Gesundheitsförderung und Prävention können nun verstärkt dort ansetzen, wo Menschen zusammen leben und arbeiten – in Kitas, Schulen, im Betrieb, im Stadtteil oder im Pflegeheim.

Auch der Nationale Aktionsplan der Bundesregierung “IN FORM” setzt vorbeugend an. Der Aktionsplan will einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung fördern.

Das Bundesministerium für Gesundheit unterstützt zudem den Aufbau eines nationalen Diabetes-Überwachungssystems (Diabetes-Surveillance) am Robert Koch-Institut. Es geht darum, Erkenntnisse für weitere Maßnahmen der Diabetesbekämpfung zu gewinnen.

Die Vereinten Nationen haben vor zehn Jahren den 14. November zum Weltdiabetestag erklärt. Dieser Aktionstag will auf die steigende Verbreitung des Diabetes mellitus aufmerksam machen. Der 14. November wurde gewählt, da dies der Geburtstag von Sir Frederick Banting ist. Er entdeckte gemeinsam mit Charles Best 1922 das lebenswichtige Insulin. Diabetes mellitus ist nach HIV/AIDS die zweite Krankheit, die einen offiziellen UN-Tag erhalten hat.
Sonntag, 13. November 2016

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