Milchsektor muss Krisenfestigkeit verbessern und Märkte erschließen

By   /  November 17, 2016  /  Comments Off on Milchsektor muss Krisenfestigkeit verbessern und Märkte erschließen

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Milchsektor muss Krisenfestigkeit verbessern und Märkte erschließen

(DBV)
“In Zeiten steigender Preise mssen fr den Milchmarkt von Politik und
Milchwirtschaft die richtigen Entscheidungen getroffen werden, um den Sektor
fr die Zukunft gut aufzustellen.” Dies betonten der Milchbauernprsident
des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Karsten Schmal, und der Milchbeauftragte
der Landwirtschaftskammer sterreich (LK), Josef Moosbrugger, in einem
Gesprch am 16. November 2016 in Wien. In der vergangenen Marktkrise seien die
ffentliche Intervention und die Beihilfe zur privaten Lagerhaltung die
kurzfristig wirksamsten Instrumente gewesen, um den Milchpreis vor einem
weiteren Absturz zu bewahren, betonten beide Milchexperten Moosbrugger und
Schmal. Das Niveau der Interventionspreise bedrfe einer berprfung. In jedem
Fall sei die Intervention als erprobtes Kriseninstrument auch in der nchsten
Reform der EU-Agrarpolitik zu erhalten. National befrworten LK und
DBV eine steuerlich begnstigte Risikoausgleichsrcklage. Einen
groen Teil der Verantwortung sehen die beiden Verbnde bei den Akteuren auf
dem Milchmarkt. Insbesondere mssten die Landwirte und ihre
genossenschaftlichen Molkereien ber eine Modernisierung der Lieferbeziehungen
fr kommende Krisen vorsorgen. Der Staat knne die Steuerung der Milchmengen
nicht lsen, waren sich Schmal und Moosbrugger einig.
 
Die
Molkereien seien gefordert, internationale, nationale und regionale Mrkte zu
erschlieen und entsprechend die unterschiedlichen Anforderungen dieser Mrkte
zu befriedigen, so die beiden Bauernvertreter einhellig. Fr den Branchendialog
in Deutschland knne man von den Aktivitten der sterreichischen AgrarMarkt
Austria (AMA) lernen, die erfolgreich EU-Mittel zur Absatzfrderung abrufe,
sagte DBV-Milchbauernprsident Schmal. Auch die erfolgreiche Besetzung von
Nischen durch die sterreichische Milchwirtschaft, etwa mit Heumilch oder
Bio-Wiesenmilch sei beispielgebend.
 
DBV
und LK forderten jedoch, dass private Labels den Verbraucher nicht tuschen
und damit den Wettbewerb nicht verzerren drfen. Die derzeitigen nationalen
Alleingnge bei der Herkunftskennzeichnung von Milch, z.B. in Italien und
Frankreich, drften nicht zu einer Strung des Binnenmarktes fhren. Eine
Diversifizierung des Milchmarktes durch freiwillige Systeme, wie z.B. das
EU-geschtzte Bergerzeugnis, sei zu begren, weil sie den Molkereien helfe,
stabilere Preise fr die Milcherzeuger zu gewhrleisten und durch hhere Preise
fr benachteiligte Strukturen eine Perspektive zu bieten. Fr das erfolgreiche
Bestehen auf globalisierten Mrkten msse die Politik aber auch die
Wettbewerbsfhigkeit aller Milcherzeuger im Blick haben. berbordenden und
nicht praktikablen Tierschutz- und Umweltstandards msse deshalb eine Absage
erteilt werden, erst recht nationalen Alleingngen in diesen Fragen.
 
Foto
zum kostenfreien Abdruck Copyright: LK
 
Im
Bild v.l.n.r.: DBV-Milchreferatsleiter Ludwig Brger, LK-Vizeprsident und
Milchbauernprsident Josef Moosbrugger, DBV-Milchbauernprsident Karsten Schmal
und LK-Generalsekretr Josef Plank

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