Physikerinnentagung: Forschung erleben und Stereotype hinterfragen

By   /  November 17, 2016  /  Comments Off on Physikerinnentagung: Forschung erleben und Stereotype hinterfragen

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MIL OSI – Source: Universitat Hamburg –

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Seit 1997 veranstalten die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) und ihr Arbeitskreis Chancengleichheit jährlich die Physikerinnentagung – deren Jubiläumsveranstaltung vom 3. bis zum 6. November 2016 nun in Hamburg stattfand: Ausrichter waren der Fachbereich Physik der Universität Hamburg und der Exzellenzcluster „The Hamburg Centre for Ultrafast Imaging“ (CUI).

Bundesministerin Wanka: Wertvolle Beiträge von Frauen für Innovation gefragt

„Das Jubiläum ist ein schöner Anlass, auf den Erfolgsweg der letzten zwei Jahrzehnte zu schauen“, sagte Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung und Schirmherrin der Tagung, in ihrem vorab veröffentlichten Grußwort. „Viele Frauen haben sich in dieser Zeit für Physik begeistert. Ich wünsche mir, dass diese Dynamik sich fortsetzt. Physik ist eine wichtige Grundlage für technologische Entwicklungen und damit für den wirtschaftlichen Fortschritt in unserem Land. Wir brauchen auch in Zukunft die wertvollen Beiträge von Frauen für Innovationsprozesse.“ Zur Eröffnung der Tagung sprachen Prof. Jan Louis, Vizepräsident der Universität Hamburg, DPG-Präsident Prof. Dieter Rolf Heuer und Prof. Petra Rudolf von der Universität Groningen, die den wissenschaftlichen Eröffnungsvortrag hielt.

Plattform für junge Physikerinnen

Knapp 250 Frauen kamen zur diesjährigen Tagung, besonders junge Physikerinnen nutzten die Veranstaltung, um ihre Forschung zu präsentieren, renommierte Wissenschaftlerinnen zu erleben und sich zu vernetzen. „Es war toll zu sehen, welche Plattform unsere Tagung den Physikerinnen bieten konnte, um in offener und ungezwungener Atmosphäre zu diskutieren“, sagt CUI-Vorstandsmitglied Dr. Melanie Schnell.

Wege zur Gleichstellung

Dies bestätigte sich im voll besetzten Hörsaal während der Podiumsdiskussion über die Wege zur Gleichstellung im MINT-Bereich. Katharina Fegebank, Hamburgs Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, betonte, dass unsichere Karrierewege bereits als ein Problem definiert seien und verstärkt politisch – zum Beispiel über einen Code of Conduct – bereits angegangen werden.

In der Diskussion wurde zudem betont, wie wichtig es sei, möglichst früh einen Mix aus Fördermaßnahmen anzubieten, Stereotype zu hinterfragen und Masse zu schaffen, damit Frauen im MINT-Bereich nicht mehr in der Minderheit bleiben.

Weitere Informationen zum Programm: http://www.physikerinnentagung.de/index.html
Adler/Red.

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