Wenn es piekst: Impfungen bei der Bundeswehr

By   /  November 18, 2016  /  Comments Off on Wenn es piekst: Impfungen bei der Bundeswehr

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MIL OSI – Source: Bundesministerium Der Verteidigung –

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Berlin, 17.11.2016.Für die Einsatzfähigkeit von Soldaten ist auch ein ausreichender Impfschutz wichtig. Dabei wird bei der Bundeswehr zwischen einem Basisimpfschutz, dem Impfschutz für Hilfs- und Katastrophenkräfte im Inland und dem Impfschema für den Einsatz unterschieden. Denn: Auch wenn Gelbfieber und Japanische Enzephalitis in Deutschland nicht zu erwarten sind, können die Soldaten im Auslands-Einsatz darauf treffen.

Impfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen überhaupt, um jeden Einzelnen, der in einer Gemeinschaft lebt, vor Infektionserkrankungen zu schützen, die ihn aus der Umwelt bedrohen. Erste Impfungen erfolgen daher schon wenige Monate nach der Geburt. Sie sollen den Säugling besonders vor denjenigen Erkrankungen schützen, die ihn in der Frühphase des Lebens am stärksten gefährden.nach obenImpfungen für alle empfohlenBei allen beim Kinderarzt und später beim Hausarzt durchgeführten Impfungen handelt es sich um „öffentlich empfohlene Impfungen“. Das sind Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut für die Gesamtheit der Bevölkerung in Deutschland angeraten werden. Auf diesen Schutz sollte daher niemand verzichten.„Öffentlich empfohlen“ heißt aber auch, dass es sich um freiwillige Impfmaßnahmen handelt. In Deutschland gibt es keine Impfpflicht. Stattdessen wird auf die Einsicht jedes einzelnen Bürgers gesetzt.nach obenZusätzliche ImpfungenAußer öffentlich empfohlenen Impfungen gibt es auch Impfungen, die besonders vor Auslandsreisen oder sonstigen Aufenthalten im Ausland sinnvoll sind. Die sogenannte Reise-Impfungen sind nicht öffentlich empfohlen, da sie ja nicht jeden Bürger in Deutschland betreffen, sondern nur die, die tatsächlich eine Reise durchführen wollen. Natürlich erfolgen daher auch Reiseimpfungen freiwillig.Manche Berufe gehen mit besonderen Infektionsrisiken wie zum Beispiel Hepatitis B im medizinischen Bereich einher. In solchen Bereichen werden Mitarbeiter dann aus arbeitsmedizinischen Gründen geimpft. Damit der Soldat weiß, gegen was er alles geimpft wurde, wird alles im Impfbuch dokumentiert. (Quelle: Bundeswehr/Weber)Größere Abbildung anzeigennach obenSchutz für SoldatenZu Beginn der Dienstzeit bei der Bundeswehr kontrolliert der Truppenarzt, ob und welche der öffentlich empfohlenen Impfungen in der Kindheit und der Jugend des Rekruten bereits erfolgt sind, und ob ein einmal erreichter Impfschutz durch regelmäßige Auffrischungsimpfungen auch aktuell noch besteht.Besonders dann, wenn Menschen eng zusammenleben, können Infektionskrankheiten ausbrechen. Das gilt natürlich auch bei Soldaten. Ein ausreichender Impfschutz beugt dem vor. Die Impfpflicht für Soldaten stellt sicher, dass dieser Impfschutz dann auch tatsächlich bei allen Kräften der Bundeswehr vorhanden ist.nach obenImpflicht und DuldungspflichtDie Impfpflicht von Soldatinnen und Soldaten leitet sich ab aus §17 Absatz 4 Satz 3 des Soldatengesetzes ab:„Der Soldat muss ärztliche Eingriffe in seine körperliche Unversehrtheit gegen seinen Willen nur dann dulden, wenn es sich um Maßnahmen handelt, die der Verhütung oder Bekämpfung übertragbarer Krankheiten oder der Feststellung seiner Dienst- oder Verwendungsfähigkeit dienen; das Grundrecht nach Artikel 2 Abs. 2 Satz 1 des Grundgesetzes wird insoweit eingeschränkt.“Auf dieser Grundlage muss der Soldat die in Deutschland öffentlich empfohlenen Impfungen dulden, sowie die Impfungen gegen Erkrankungen, durch die Bundeswehrkräfte stärker gefährdet sind als Normalbürger.nach obenBasisschutzDer Impfschutz, über den ein Soldat/ eine Soldatin der Bundeswehr bereits am Anfang seiner Karriere und für den Einsatz im Rahmen von Hilfs- und Katastropheneinsätzen im Inland verfügen muss, setzt sich zusammen aus: Tetanus Diphtherie Polio (Kinderlähmung) Keuchhusten Mumps-Masern-Röteln Influenza (Grippe) Hepatitis A und B Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME)nach obenImpfschutz für EinsätzeFür Soldaten, die an Einsätzen im Ausland, zum Beispiel im tropischen Afrika teilnehmen, sind weitere Impfungen notwendig, die den speziellen Erkrankungsrisiken in den Tropen Rechnung tragen. Diese können sein: Gelbfieber Typhus Meningokokken-Meningitis Tollwut eventuell Cholera Für Einsätze in Südostasien kann eine weitere Impfung sinnvoll sein: Japanische Enzephalitisnach oben

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