Hygiene bei Verzehr von Geflügel beachten

By   /  November 22, 2016  /  Comments Off on Hygiene bei Verzehr von Geflügel beachten

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MIL OSI – Source: Deutschland Bundesregierung –

Headline: Hygiene bei Verzehr von Geflügel beachten

Trotz der aktuellen Geflügelpest können Verbraucher Geflügelfleisch und Produkte daraus weiterhin genießen. Das Bundesamt für Risikobewertung rät jedoch dazu, grundsätzliche Hygienemaßnahmen konsequent zu beachten. Gegen die weitere Verbreitung der Geflügelpest gehen Bund und Länder bundesweit einheitlich vor.

Geräte und Oberflächen, die mit rohem Fleisch in Berührung gekommen sind, sollten gründlich gereinigt werden.
Foto: mauritius images

Bei den aktuellen Ausbrüchen der Geflügelpest handelt es sich um den Typ H5N8. Laut Bundesamt für Risikobewertung ist ein Übergang dieses Erregers auf den Menschen bisher nicht bekannt. Eine Virusübertragung durch den Verzehr von Geflügelfleisch und Geflügelfleisch-Produkten ist unwahrscheinlich.

Dennoch kann eine Übertragung des Erregers nie völlig ausgeschlossen werden. Daher sind entsprechende Hygiene- und Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Geflügel und Geflügelprodukten konsequent einzuhalten.
Darauf sollten Verbraucher achten

Die korrekte Handhabung und Zubereitung von Geflügelfleisch und Eiern schützt die Gesundheit. Generell sollte man Geflügelfleisch und Eier vor dem Essen kochen oder braten.

Geflügelspeisen gründlich durchzugaren bedeutet, dass diese für mindestens zwei Minuten eine Kerntemperatur von 70 Grad Celsius erreichen müssen. Das ist daran zu erkennen, dass das Fleisch keine rote beziehungsweise rosa Farbe mehr hat und kein roter Fleischsaft austritt.Verbraucher sollten vorsorglich auf rohe Eiprodukte verzichten. Eier sollten so lange gekocht werden, bis Eiweiß und Eigelb fest sind. Das heißt je nach Größe für mindestens sechs Minuten.Rohe Geflügelprodukte und andere Lebensmittel sollten getrennt gelagert und zubereitet werden, insbesondere wenn letztere nicht noch einmal erhitzt werden.Gerätschaften und Oberflächen, die mit rohen Geflügelprodukten in Berührung gekommen sind, sollten gründlich mit warmem Wasser und Spülmittelzusatz gereinigt werden.Verpackungsmaterialien, Auftauwasser und ähnliches sollten sofort entsorgt werden.Hände sind mit warmen Wasser und Seife zu waschen.Grundsätzlich könnten Salat, Gemüse und Obst, die in Freiland angebaut werden, durch Vogelkot verschmutzt werden. Dieser kann auch Vogelgrippe-Viren enthalten. Wer Obst und Gemüse zubereitet sollte dieses vorher gründlich waschen. Auch wenn davon auszugehen ist, dass der Erzeuger diese Lebensmittel schon grob gereinigt hat.

Für die Übertragung anderer Erregertypen von Vögeln auf Menschen, wie zum Beispiel H5N1 und H7N9 in der Vergangenheit, waren ausschließlich direkte Kontakte mit infiziertem lebendem Geflügel verantwortlich. Für die Möglichkeit einer Infektion des Menschen durch rohe Eier oder Rohwurst-Erzeugnisse von infizierten Tieren gibt es bisher keine Belege.
Weitere Ausbreitung verhindern

Bund und Länder gehen bundesweit einheitlich gegen die weitere Verbreitung der Geflügelpest vor. Am 12. November tagte der Zentrale Krisenstab Tierseuchen unter Leitung des Bundeslandwirtschaftsministeriums erstmalig. Im Ergebnis stand, dass die Länder risikoorientiert Gebiete festgelegt haben, in denen die Aufstallung des Geflügels verfügt wird. Diese Gebiete können ganze Länder umfassen, wie beispielsweise in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, oder spezifische Gebiete, wie beispielsweise die Uferzonen von großen Gewässern.

Am 17. November tagte der Zentrale Krisenstab erneut. Die Experten verständigten sich darauf, dass das Friedrich-Loeffler-Institut in den nächsten Tagen eine erneute Risikobewertung vorlegen wird und der Krisenstab danach wieder zusammenkommt.Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt bereitet parallel alle notwendigen Maßnahmen für eine bundesweite Aufstallungspflicht für Geflügelbetriebe vor.

Seit Montag, dem 21. November, gelten auch für kleinere Betriebe Biosicherheitsmaßnahmen. Der Bundeslandwirtschaftsminister hat sie per Eilverordnung erlassen. Darin wurden die notwendigen Maßnahmen risikobasiert an die Möglichkeiten der kleineren Haltungen angepasst. Bisher gelten diese Vorgaben nur für Betriebe mit mehr als 1.000 Tieren.

Beispiele für Biosicherheitsmaßnahmen sind:

Keine unbefugten Personen in den Stall lassen.Der Tierhalter soll Schutzkleidung tragen (insbesondere Schuhe und Kittel), um nichts “einzuschleppen”.Möglichkeit zum Waschen und zur Desinfektion der Hände und der Stiefel. Montag, 21. November 2016

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