DBV: EU-Vorgaben zur Luftreinhaltung sind für Landwirte riesige Herausforderung

By   /  November 30, 2016  /  Comments Off on DBV: EU-Vorgaben zur Luftreinhaltung sind für Landwirte riesige Herausforderung

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: DBV: EU-Vorgaben zur Luftreinhaltung sind für Landwirte riesige Herausforderung

Durch
die neuen europischen Vorgaben zur Luftreinhaltung kommen auf die Tierhalter
in Deutschland riesige Herausforderungen zu. Die Regelungen werden den
Strukturwandel in der Landwirtschaft unweigerlich beschleunigen, erklrte der
Generalsekretr des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krsken,
anlsslich der endgltigen Verabschiedung der sogenannten NERC-Richtlinie durch
das Europische Parlament. Wie bereits whrend des gesamten
Gesetzgebungsverfahrens kritisiert, sieht der DBV eine massive und nicht
akzeptable Ungleichbehandlung in den europaweit sehr unterschiedlichen Vorgaben
zur Minderung der Ammoniakemissionen. Dem Landwirt ist nicht zu vermitteln,
dass Deutschland im Vergleich mit manchem Nachbarstaat mehr als doppelt so viel
an Ammoniakemissionen einsparen soll, beklagte Krsken. Whrend Deutschland
seine Ammoniakemissionen bis 2030 im Vergleich zu 2005 um 29 % reduzieren muss,
liegt die Vorgabe im EU-Durchschnitt bei 19 %.
 
Zwar
konnte im Rahmen der Verhandlungen zwischen Europischem Parlament, Rat und
Kommission die vollkommen berzogene ursprngliche Forderung des
EP-Umweltausschusses fr eine Minderung der Ammoniak-Emissionen in Deutschland
um 46 % verhindert werden, so Krsken. Auerdem sei die Streichung von Methan
aus der NERC-Richtlinie richtig, denn als Klimagas im Rahmen der Klimapolitik sei
Methan in der NERC-Richtlinie ohnehin fehl am Platz gewesen. Hiermit wrden
Doppelregelungen vermieden. Dennoch sei das fr Deutschland vorgesehene
Reduktionsziel fr Ammoniak zu ambitioniert und berge das Risiko von
Strukturbrchen und einem Verlust an Marktanteilen.
 
Kontraproduktiv
ist, dass durch die strengen Vorgaben zur Reduzierung von Ammoniak-Emissionen
in der NERC-Richtlinie die Weiterentwicklung tiergerechter Haltungsverfahren
mit Auenklimazugang ausgebremst wird. Der Zielkonflikt zwischen Luftreinhaltung
und Tierwohl darf aber keinesfalls zu Lasten der Betriebe gehen, betonte
Krsken. Die Umsetzung der Vorgaben muss zwingend mit einer Frderung fr emissionsmindernde
Technologien einhergehen, um die Folgen fr die Tierhaltung zumindest abzumildern.
Die Richtlinie schaffe ausdrcklich die Mglichkeit, die im Richtlinientext
vorgeschlagenen mglichen Emissionsminderungsmanahmen mit Frdermitteln zu
unterlegen. Dies betreffe etwa die Bereiche des Stallbaus, der Tierftterung
sowie der Lagerung und Ausbringung von Glle. Anreizbasierte und freiwillige
Manahmen sind hier allemal besser und volkswirtschaftlich vernnftiger als
berzogene Verschrfungen des Ordnungsrechts. Die staatliche Untersttzung bei
der Weiterentwicklung unserer Betriebe ist dringend erforderlich, damit die
deutsche Landwirtschaft und Tierhaltung gegenber den Mitbewerbern in Europa
nicht ins Hintertreffen gert, so Krsken abschlieend.

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