Geschichte des Bildungssystems

By   /  December 21, 2016  /  Comments Off on Geschichte des Bildungssystems

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MIL OSI – Source: Bundeszentrale fur politische Bildung –

Headline: Geschichte des Bildungssystems

Im 19. Jahrhundert erlebt Deutschland einen bildungspolitischen Boom. War Bildung bisher vor allem Sache der Kirchen gewesen, tritt jetzt der Staat auf den Plan und macht sich die Entwicklung des Bildungswesens zur Aufgabe. Eine handlungsfähige Bildungsverwaltung entsteht. Lehrkräfte werden professionell ausgebildet. An die Stelle variabler Lerninhalte treten verbindliche Lehrpläne. Studieren darf nur noch, wer das Abitur vorweisen kann. Bildungsabschlüsse – anfangs nur Voraussetzung für den Zugang zum Staatsdienst – entscheiden zunehmend über den Platz des Einzelnen in der beruflichen und gesellschaftlichen Hierarchie. Aus einem Wirrwarr von unverbundenen höheren und niederen Schulen, Universitäten, Fach- und Gewerbeschulen entsteht bis zum Ende des Jahrhunderts ein zusammenhängendes System, das in seinen Grundzügen bis in die Gegenwart Bestand hat. Doch nicht nur das Bildungssystem, auch die Bildungspolitik erhält im Kaiserreich ihre entscheidende Prägung. Es beginnt das Zeitalter der Massenpolitik. Parteien, Verbände und Interessengruppen melden sich lautstark zu Wort. Das Bildungswesen gerät ins Spannungsfeld gegensätzlicher gesellschaftlicher Interessen. Durchlässigkeit, Einheitsschule, Akademisierungswahn – viele der heutigen Konfliktlinien und Streitthemen haben eine lange Geschichte. Der Blick in die Vergangenheit hilft die Gegenwart besser zu verstehen.

Benjamin Edelstein, Hermann Veith
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts rücken gesellschaftliche und politische Umwälzungen die Schule in den Fokus des Staates. Er etabliert zunächst ein zweigeteiltes Schulwesen mit einfachen Volksschulen für die Masse und Gymnasien für eine kleine Elite. Zwischen ihnen entsteht das mittlere Schulwesen, doch erst die gemeinsame Grundschule macht aus dem Nebeneinander ein zusammenhängendes System. Weiter…

Benjamin Edelstein, Hermann Veith

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird das dreigliedrige Schulsystem der Weimarer Zeit restauriert. Doch in der bildungspolitischen Aufbruchstimmung der 1960er Jahre kehrt die Strukturfrage auf die politische Agenda zurück. Die integrierte Gesamtschule aber bleibt als Gegenmodell umstritten und ihr gesellschaftlicher Rückhalt begrenzt. So wird sie lediglich eine zusätzliche Schulform neben den anderen. Weiter…

Rainer Bölling

In vielen Ländern der westlichen Welt führt der Weg zum Studium bis
heute über eine universitäre Aufnahmeprüfung. Auch in Deutschland war
das lange der Fall. Mit dem Abiturreglement von 1834 aber wurde
schließlich bestimmt, dass man sich ausschließlich mit dem Reifezeugnis
einer höheren Schule an der Universität einschreiben kann. Wie haben
sich die Anforderungen des Abiturs seither gewandelt?
Weiter…

Eine fünfteilige Miniserie über den Schulalltag in der DDR im Jahr 1989. Eine Klasse aus Niedersachsen erlebt diesen eine Woche lang in einem Schullandheim in der Nähe von Leipzig. Begleitet wird sie dabei von einem Fernsehteam. Im Mittelpunkt des Projektes steht dabei nicht allein, Daten und Fakten zu vermitteln. Historisches knüpft hier an die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler an.

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