Änderungen zum 1. Januar 2017 in der Renten- und Pflegeversicherung

By   /  December 29, 2016  /  Comments Off on Änderungen zum 1. Januar 2017 in der Renten- und Pflegeversicherung

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Änderungen zum 1. Januar 2017 in der Renten- und Pflegeversicherung

Zum
1. Januar 2017 steigen die Beitrge zur Alterssicherung
der Landwirte, teilt der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Die Beitrge betragen
dann in den alten Bundeslndern 241 Euro/Monat (Vorjahr: 236 Euro) und in den
neuen Bundeslndern bei 216 Euro/Monat (Vorjahr: 206 Euro). Sie steigen somit
um 2,1 Prozent (West) bzw. 4,9 Prozent (Ost). Der Beitrag zur Alterssicherung
ist an die Entwicklung in der gesetzlichen Rentenversicherung gebunden.
Aufgrund der deutlichen Erhhung des vorausgeschtzten Durchschnittsentgeltes,
vor allem in den neuen Bundeslndern, steigt auch der Beitrag in der Alterssicherung
der Landwirte trotz des konstanten Beitragssatzes zur gesetzlichen
Rentenversicherung. Dieser Beitragssatz betrgt wie im Vorjahr 18,7 Prozent.
 
Der
Beitrag aktiver Landwirte zur landwirtschaftlichen Krankenversicherung steigt nur
in der Beitragsklasse 20, alle anderen Beitragsklassen bleiben nahezu konstant.
Der Anstieg in der Beitragsklasse 20 ist auf gesetzliche Vorgaben
zurckzufhren.
 
Die
Reform der Pflegeversicherung wird fortgesetzt und ab 1. Januar 2017 erstmals
der neue Pflegebedrftigkeitsbegriff angewendet. Damit verbunden sind auch
nderungen des Begutachtungssystems sowie eine Ausweitung von Leistungen der
Pflegeversicherung. Der durch die Leistungsausweitung erhhte
Finanzierungsbedarf wird durch die Erhhung des Beitragssatzes zur sozialen
Pflegeversicherung abgedeckt. Der Beitragssatz betrgt im kommenden Jahr 2,55
Prozent (bisher: 2,35 Prozent). Fr Landwirte und ihre mitarbeitenden
Familienangehrigen, die ihren Beitrag zur Pflegeversicherung in Form eines
Zuschlags zum Beitrag zur Krankenversicherung leisten, ergeben sich aufgrund
der Kopplung an den Beitragssatz ebenfalls hhere Beitrge, teilte der DBV mit.
Der Zuschlag betrgt im Jahr 2017 16,2 Prozent (Vorjahr: 15,0 Prozent). Fr
kinderlose Mitglieder ab dem 23. Lebensjahr betrgt der Zuschlag 17,79 Prozent
(Vorjahr: 16,6 Prozent).
 
Durch
die Reform der Pflegeversicherung werden aus bisher drei Pflegestufen fnf
Pflegegrade. Die berleitung von Pflegestufen in Pflegegrade erfolgt zum 1.
Januar 2017 automatisch. Dabei werden Menschen mit krperlichen Einschrnkungen
in den nchst hheren Pflegegrad bergeleitet (z.B. Pflegestufe 1 wird
Pflegegrad 2). Menschen mit zustzlicher erheblicher Einschrnkung der
Alltagskompetenz werden in den bernchsten Pflegegrad eingestuft (z.B.
Pflegestufe 2 wird Pflegegrad 4). Es erfolgt keine erneute Begutachtung, sofern
nicht vom Pflegebedrftigen selbst dieser Antrag gestellt wird. Es besteht
auerdem ein Bestandsschutz, so dass niemand schlechter gestellt wird als
bisher.
 
Im
Mittelpunkt der Begutachtung wird stehen, wie eine Person ihren Alltag
selbstndig bewltigen kann. Auch Personen, die selbst noch nicht
pflegebedrftig sind, aber im Alltag Untersttzung bentigen, knnen dadurch
erstmals Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen. 
 

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