Frauen vor Gewalt schützen

By   /  January 4, 2017  /  Comments Off on Frauen vor Gewalt schützen

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MIL OSI – Source: Bundestag – BÜNDNIS DIE GRÜNEN BUNDESPARTEI –

Headline: Frauen vor Gewalt schützen

Jährlich werden in Deutschland über 100.000 Frauen Opfer häuslicher Gewalt. Insgesamt ist fast jede 7. Frau von sexualisierter Gewalt betroffen. Einrichtungen wie die Interkulturelle Initiative e.V. in Berlin sind daher leider unverzichtbar.  Der 2001 gegründete Verein betreibt unter seinem Dach eine Beratungsstelle, ein Frauenhaus und ein Wohnprojekt für Frauen mit Migrationshintergrund. Zudem wurde kürzlich mit dem Projekt „Casamia-Trägerwohnungen“ ein Projekt für geflüchtete Frauen und ihre Kinder gestartet. Einblicke in den Alltag der Initiative
Die grünen Politikerinnen trafen sich mit Mitarbeiterinnen des Vereins zum Gespräch und informierten sich über die Arbeit der Initiative. Simone Peter erkundigt sich zunächst danach, wie groß der Bedarf nach den Diensten des Vereins ist. Eine Mitarbeiterin berichtet daraufhin von einer akuten, chronischen Vollbelegungssituation: „Es gibt so wenige Plätze, dass man entscheiden muss, welche Frauen man aufnehmen kann.“Die Bundestagsabgeordnete Ulle Schauws, die in den Neunziger Jahren selbst bei einem Notruf für vergewaltigte Frauen tätig war, hakt nach und möchte wissen, nach welchen Kriterien die Plätze im neuen Projekt für Geflüchtete vergeben werden. Die zuständige Mitarbeiterin erklärt, Ziel von „Casima“ sei es, die sechs in Berlin bestehenden Frauenhäuser zu entlasten und Frauen aus diesen Einrichtungen dort unterzubringen. Die erhaltenen Fördergelder für dieses Projekt seien zudem an die Aufnahme von geflüchteten Frauen und ihren Kinder gebunden, die ab 2015 nach Deutschland gekommen sind. „Das ist ja sehr bürokratisch“, merkt Simone Peter an. Gesine Agena möchte schließlich wissen, wie zufrieden man mit den Vorhaben des neuen rot-rot-grünen Senats in Berlin auf diesem Gebiet ist. „Ich habe mich gefreut, als ich gehört habe, dass SPD, Grüne und Linke die Frauenhausplätze erhöhen wollen“, sagt die Leiterin der Interkulturellen Initiative. Sie fügt allerdings hinzu: „Der Bedarf ist so hoch, dass man die Plätze locker verdoppeln könnte und sie wären trotzdem alle belegt.“ Zum Abschluss verabredet man sich zu einem weiteren Treffen. Dann will man sich das Frauenhaus der Initiative ansehen und mit geflüchteten Frauen reden.
Bessere Förderung für Frauenhäuser
Der Besuch hat bestätigt: Frauen , die Opfer von Gewalt werden benötigen vor allem Schutz. Das kann nicht gewährleistet werden, wenn Frauenhäuser Frauen abweisen, weil sie nicht genügend Plätze haben. Die Bundesregierung muss endlich gemeinsam mit den Ländern diesen unhaltbaren Zustand beenden und eine ausreichende Finanzierung für Frauenhäuser und Beratungsstellen sicherstellen.Jede Frau muss Zugang zu diesen Angeboten haben, ganz unabhängig davon wie hoch ihr Einkommen ist, ob sie eine Behinderung hat, wie ihr Aufenthaltsstatus und ihre Sprachkenntnisse sind. Migrantinnen und Geflüchtete, die Gewalt erfahren haben oder von ihr bedroht sind, brauchen Beratung und Schutz, die auf ihre Lebensbedingungen zugeschnitten sind. Dafür setzen wir GRÜNE uns mit aller Kraft ein.

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