Gemeinsam für mehr biologische Vielfalt in der Landwirtschaft

By   /  January 10, 2017  /  Comments Off on Gemeinsam für mehr biologische Vielfalt in der Landwirtschaft

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Gemeinsam für mehr biologische Vielfalt in der Landwirtschaft

Gemeinsame
Pressemitteilung der Michael Otto Stiftung fr Umweltschutz, des Deutschen
Bauernverbandes, des Bundesministeriums fr Ernhrung und Landwirtschaft, des
Bundesministeriums fr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Was
kann die Landwirtschaft tun, um die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft
zu erhalten und zu frdern? Antworten auf diese Frage soll ein neues Forschungsprojekt
liefern, das die Michael Otto Stiftung fr Umweltschutz und der Deutsche
Bauernverband gemeinsam durchfhren. Unter dem Projektnamen F.R.A.N.Z. (Fr
Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft) werden in zehn
landwirtschaftlichen Demonstrationsbetrieben in Deutschland effiziente Naturschutzmanahmen
umgesetzt. Die Manahmen sollen die Artenvielfalt auch auf intensiv
bewirtschafteten Feldern, Wiesen und Weiden erhalten und verbessern. Das
Projekt wird sowohl vom Bundesministerium fr Ernhrung und Landwirtschaft als
auch vom Bundesumweltministerium gefrdert und begleitet.
 
Die
weltweit wachsende Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten auf der einen
und die Bewahrung der Artenvielfalt auf der anderen Seite fhren hufig zu
Zielkonflikten. Um die Biodiversitt zu erhalten und zu frdern, braucht es
daher effiziente Naturschutzmanahmen, die auch in intensiv bewirtschafteten
Agrarrumen realisierbar sind. Das Projekt F.R.A.N.Z. setzt hier an und entwickelt
und erprobt praxistaugliche sowie wirtschaftlich tragfhige Manahmen. Die
Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz ist hierbei essentiell. Die
Michael Otto Stiftung fr Umweltschutz hat F.R.A.N.Z. initiiert, um den Dialog
und die enge Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz zu frdern und
einen zentralen Beitrag zur Erreichung der Agrarbiodiversittsziele in
Deutschland und Europa zu leisten, betonte der Stifter und Unternehmer Dr.
Michael Otto bei der Vorstellung des Projektes in Berlin.
 
Im
Mittelpunkt des Projektes stehen zehn bundesweit verteilte
Demonstrationsbetriebe, die zielgerichtete Manahmen zum Erhalt und zur
Steigerung der Biodiversitt umsetzen. Joachim Rukwied, Prsident des Deutschen
Bauernverbandes, sieht die Strke des Projektes in der engen Einbindung der
Landwirtschaft: Die Frderung der biologischen Vielfalt kann nur gelingen,
wenn die Landwirte als Partner eingebunden werden. Durch das bundesweite
Netzwerk der Demonstrationsbetriebe knnen die erarbeiteten praxistauglichen und
wirtschaftlich tragfhigen Lsungen auf Betriebe in ganz Deutschland bertragen
werden. Ich erwarte auch, dass die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren im
Naturschutz intensiviert wird.
 
Bundeslandwirtschaftsminister
Schmidt und Bundesumweltministerin Dr. Hendricks haben die Schirmherrschaft fr
das Projekt bernommen. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt: Wir
frdern mit diesem Projekt die Zusammenarbeit von Landwirtschaft und
Naturschutz sowie von Wissenschaft und Praxis, um unser gemeinsames Ziel zu
erreichen: Den Erhalt der biologischen Vielfalt in der Kulturlandschaft durch
eine moderne, wettbewerbsfhige und nachhaltige Landwirtschaft. Ich danke der Landwirtschaftlichen
Rentenbank fr die bernahme des Lwenanteils der Kosten an F.R.A.N.Z.
 
Bundesumweltministerin
Dr. Barbara Hendricks: Ohne grundlegende nderungen in der Landwirtschaft
werden wir die biologische Vielfalt unserer Heimat nicht erhalten knnen. Der
Handlungsbedarf ist da am grten, wo die Landwirtschaft am intensivsten ist.
Darum ist es gut, wenn Naturschtzer und Landwirte jetzt gemeinsam nach
Lsungen suchen.
 
Bereits
vorhandenes, theoretisches Wissen soll im Rahmen des Verbundprojektes in einem
partizipativen Ansatz zusammen mit den Landwirten und Betriebsbetreuern erprobt
und den Betriebsstrukturen angepasst werden. Das Thnen-Institut fr
Biodiversitt, die Universitt Gttingen und das Michael-Otto-Institut im NABU
als Vertreter der kologischen Begleitforschung untersuchen die
Populationsentwicklung verschiedener Tier- und Pflanzenarten (Bienen,
Schmetterlinge, Vgel, Amphibien, Feldhasen und Pflanzen), ebenso wie die
Auswirkungen auf die Bestubung und die bodenbiologische Aktivitt. Die Thnen-Institute
fr Lndliche Rume und Betriebswirtschaft begleiten das Projekt aus sozio-konomischer
Sicht. Hierzu zhlt neben der Entwicklung wirtschaftlich berzeugender Konzepte
auch die Identifizierung von Hemmnissen im Agrar- und Umweltrecht, welche die
Umsetzung von Naturschutzmanahmen in den landwirtschaftlichen Betrieben bisher
verhindern. Die Ergebnisse aus der Manahmenumsetzung sollen auch dazu dienen, die
bestehenden ordnungs- und frderrechtlichen Instrumente weiterzuentwickeln und
Impulse fr die knftige Gestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP)
und der Agrarumweltprogramme der Bundeslnder zu liefern.
 
Als
Demonstrationsprojekt, das Wirtschaftlichkeit, Praxistauglichkeit und
Naturschutz vereint und somit bundesweite Signal- und Vorbildfunktion hat,
stehen dem Projekt F.R.A.N.Z. knapp 3,7 Millionen Euro fr die erste
Projektphase bis Ende 2019 zur Verfgung. F.R.A.N.Z. ist in mehreren Phasen auf
insgesamt zehn Jahre angelegt. Die Frderung des Projekts erfolgt mit Mitteln
der Landwirtschaftlichen Rentenbank, mit besonderer Untersttzung des
Bundesministeriums fr Ernhrung und Landwirtschaft und der Bundesanstalt fr
Landwirtschaft und Ernhrung, sowie durch das Bundesamt fr Naturschutz mit
Mitteln des Bundesministeriums fr Umwelt, Naturschutz, Bau und
Reaktorsicherheit.
Ziel
ist es, belastbare wissenschaftliche Ergebnisse zu erzielen und die bertragung
auf andere landwirtschaftliche Betriebe und die hierfr erforderlichen
nderungen agrar- und umweltpolitischer Rahmenbedingungen zu ermglichen.
 
Weiteres
Informationsmaterial steht im Internet unter www.franz-projekt.de zur Verfgung.
 
Fr
Rckfragen:         Stephan Zirpel,
Geschftsfhrer Michael Otto Stiftung fr
Umweltschutz, Tel.
040/6461-6452,
E-Mail: stephan.zirpel@michaelottostiftung.org
 
Steffen
Pingen, Fachbereichsleiter Umwelt / Lndlicher Raum
Deutscher Bauernverband
E-Mail: s.pingen@bauernverband.net
 

 

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