Dialog statt Protest Wir machen Euch satt 3.0

By   /  January 13, 2017  /  Comments Off on Dialog statt Protest Wir machen Euch satt 3.0

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Dialog statt Protest Wir machen Euch satt 3.0

Wir sind eine Graswurzel-Initiative, haben uns ber
die sozialen Netzwerke kennengelernt und die Initiative Frag den Landwirt
gegrndet. Als Bauern und Buerinnen knnen wir nicht hinter der Kritik der Demonstranten
von Wir haben es satt an der modernen Landwirtschaft anlsslich der Grnen
Woche stehen. Deshalb werden wir am Samstag, 21. Januar 2017 um 9:00 Uhr, vor
dem Berliner Hauptbahnhof eine Kundgebung unter dem Motto Dialog statt
Protest durchfhren. Dies sagte Marcus Holtktter, Landwirt aus Altenberge,
auf einer Pressekonferenz im Haus der Berliner Bundespressekonferenz. Die
Organisatoren der Kundgebung verstehen ihre Veranstaltung als Gegenpol zu der
Demonstration Wir haben es satt, die am selben Tag auch in Berlin
stattfindet.
 
Holtktter, einer der Grnder der Initiative Frag
den Landwirt, hinter der mittlerweile rund 900 Buerinnen und Bauern stehen, rief
zum dritten Mal seit 2015 zur Teilnahme an der Berliner Kundgebung oder an
einer der zahlreichen regionalen Informationsveranstaltungen unter dem Motto
Wir machen euch satt am selben Tag auf. Die Protestgruppen der Aktion Wir
haben es satt htten keine tragfhigen konkreten Alternativen im Gepck. Es
ist auch keine Demonstration von Bauern fr Bauern, distanzierte sich
Holtktter. Hufig widersprchen sich die Demonstranten sogar in ihren
Forderungen. So knne beispielsweise kein Tierhalter ernsthaft gemeinsam mit
einem Tierrechtler oder Veganer gegen irgendetwas protestieren, da diese die
landwirtschaftliche Tierhaltung in Gnze abschaffen wollten. Ganz sicher knne
aus solchen Allianzen kein tragbares Konzept fr eine zukunftssichere
Lebensmittel-erzeugung erwachsen.  
 
Wir haben das Motto Dialog statt Protest fr
unsere Veranstaltung ganz bewusst gewhlt. Wir nehmen die Kritikpunkte an der
eigenen Wirtschaftsweise sehr ernst. Mit den Menschen, die hinter dieser Kritik
stehen, aber auch mit den berwiegend interessierten und zufriedenen
Verbrauchern, mchte man den Dialog beginnen, weiterfhren und ausbauen,
ergnzte Nadine Henke, Tierrztin und Landwirtin aus Bruchhausen-Vilsen.
 
Der Dialog geschieht bereits ganzjhrig in unzhligen
regionalen Aktionen, bei denen wir beispielsweise interessierte Menschen auf
unsere Hfe einladen. Dort erklren wir, wie unsere Landwirtschaft der Garant
fr eine sichere Versorgung mit gesunden und gleichzeitig preiswerten
Lebensmitteln ist. Diesen hohen Standard gilt es zu erhalten und
weiterzuentwickeln, fhrte Bernhard Barkmann, Landwirt aus Messingen (Emsland)
und aktiver Blogger, aus.
 
Henke,
Holtktter und Barkmann bezeichnen sich selbst als Teil eines sehr groen
Netzwerkes, zu dem die unterschiedlichsten Betriebsrichtungen zhlen. Dies
seien tierhaltende Betriebe, reine Ackerbaubetriebe, Gemse- und Obstanbauer,
Winzer, Schfer oder Grtner, biologisch oder konventionell wirtschaftende,
groe und kleine Betriebe. Die Agrarindustrie sei nicht der Feind dieser
Betriebe, sondern Geschftspartner. Die deutschen Landwirte wrden nachhaltig
wirtschaften, schon allein deshalb, um die Bden und natrlichen Ressourcen fr
nachfolgende Generationen zu erhalten. Die Umwelt liege der Landwirtschaft dabei
ebenso am Herzen wie das Tierwohl, denn wir lieben unsere Tiere.
 
Die
Landwirtschaft akzeptiere, dass sich die Erwartungen der Gesellschaft an eine
buerliche Produktionsweise nderten. Die Landwirtschaft wrde neue Wege aber
gerne mit den Verbrauchern
beschreiten. Und zwar in einer Weise, die die Erfolgsgeschichte
Landwirtschaft nicht zerstre, sondern diese weiterentwickele und optimiere.
Nur so knnten einerseits die Rundum-Versorgung mit sicheren Lebensmitteln und
andererseits ausreichende Einkommen fr die landwirtschaftlichen Familien
gewhrleistet werden. Die Befrworter einer radikalen Agrarwende treiben in
unseren Augen ein unverantwortliches Glcksspiel mit mehr als unsicherem
Ausgang, sagte Holtktter.
 
Die
richtigen Buerinnen und Bauern werden Sie am 21. Januar auf dem
Washingtonplatz und nicht am Potsdamer Platz treffen, so Bernhard Barkmann.
Sie werden jedoch ohne Gummistiefel und Melkeimer kommen. Unsere jungen, gut
ausgebildeten Landwirtinnen und Landwirte kommen auch nicht mit der Mistgabel,
sondern mit Argumenten, mit denen sie fr ihren Berufsstand und ihre eigene
Zukunft werben mchten.

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