Die Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt Brigitte Zypries über die Beschlüsse der ESA-Ministerkonferenz

By   /  January 18, 2017  /  Comments Off on Die Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt Brigitte Zypries über die Beschlüsse der ESA-Ministerkonferenz

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MIL OSI – Source: Bundesministerium fur Wirtschaft und Energie –

Headline: Die Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt Brigitte Zypries über die Beschlüsse der ESA-Ministerkonferenz

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“Die deutsche Industrie ist in der Raumfahrt sehr gut aufgestellt.”

Datum: 17.1.2017Raumfahrt leistet entscheidende Beitrge zur Frderung von Forschung und Entwicklung und ist lngst auch fester Bestandteil unseres Alltags. Sie trgt zum Beispiel zu einem effektiveren Klimaschutz bei, zum aktiven Katastrophenschutz, zur Navigation, zur mobilen Telekommunikation und zur zivilen Sicherheit.Die deutsche Industrie ist in der Raumfahrt sehr gut aufgestellt. Jede europische Ariane-Trgerrakete startet mit wichtigen Technologien und Baugruppen “made in Germany”. Deutsche Satellitentechnologie schrft den Blick auf die Erde und ins All, deutsche Weltraumwissenschaftler gehren zur Weltspitze.Gleichzeitig befindet sich die Welt in einer Phase des Umbruchs mit groen gesellschaftlichen, politischen und konomischen Vernderungen. Wir bentigen zum Beispiel Lsungen fr die Bewltigung des globalen Klimawandels und ein effektives Ressourcenmanagement. Technologien dafr werden auch in der Raumfahrt entwickelt. Wir haben deshalb mit den Beschlssen der ESA Ministerkonferenz in Luzern Anfang Dezember 2016 die richtigen Weichen gestellt. Ein Beispiel ist die Verlngerung des Erdbeobachtungsrahmenprogramms. Hiermit kann die Raumfahrt einen grundlegenden Beitrag zur Messung von Treibhausgasemissionen und damit auch zur Erreichung der internationalen Klimaziele leisten. Auch deshalb lag der Fokus bei der ESA-Ministerratskonferenz auf den Anwendungsprogrammen.Die Beschlsse von Luzern sind zudem ein wichtiges Signal fr die Wettbewerbsfhigkeit der deutschen und europischen Raumfahrtindustrie – gerade auch fr den Mittelstand. Mit diesen Beschlssen kann Europa das wirtschaftliche Potential der Raumfahrt ausbauen und gleichzeitig die Wettbewerbsfhigkeit in einem sich vernderten industriepolitischen Umfeld sicherstellen.Konkret hat Deutschland rund 300 Millionen Euro fr die Erdbeobachtungsprogramme gezeichnet. Damit wird eine starke Position Deutschlands gesichert. Mit ber 160 Millionen Euro fr die Telekommunikation investiert Deutschland in einen zukunftstrchtigen Bereich. Etwa 63 Millionen Euro flieen in Technologieprogramme, rund 543 Millionen Euro in die Wissenschaft zur Erforschung unseres Universums. Wir beteiligen uns zudem mit zustzlich rund 28 Millionen Euro weiter an der ExoMars-Mission. Aus Deutschland ist an dieser Mission insbesondere die Firma OHB beteiligt, die fr das Carrier-Modul verantwortlich ist. Dieser Carrier soll das Landemodul auf den Mars bringen.Auerdem hat Deutschland fr den Betrieb der internationalen Raumstation ISS bis 2019 etwa 346 Millionen Euro gezeichnet sowie rund 88 Millionen Euro fr die dortige Forschung unter Weltraumbedingungen. Auch die Industrie profitiert von den Forschungsergebnissen, etwa bei der Materialforschung. Und wir freuen uns auf Alexander Gerst 2018 im All.Mit diesen umfassenden Beschlssen der ESA-Ministerratskonferenz knnen unsere Unternehmen neue Mrkte erschlieen und die notwendige Kommerzialisierung der Raumfahrt vorantreiben.Quelle: Weser Kurier, 17. Januar 2017

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