Spielfilme als Zeitmaschine

By   /  January 18, 2017  /  Comments Off on Spielfilme als Zeitmaschine

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MIL OSI – Source: Koerber Stiftung –

Headline: Spielfilme als Zeitmaschine

Wo verlaufen Grenzen zwischen Fakten und Fiktion? Wie nehmen wir historische Ereignisse im Film wahr? Wie nähert man sich als Schauspieler einer historischen Figur? Das untersuchen anhand filmischer Beispiele der Schauspieler Burghart Klaußner und Sabine Moller vom Institut für Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin am 25. Januar im KörberForum. Das Gespräch moderiert Christoph Bungartz, NDR.
Burghart Klaußner hat sich immer wieder mit geschichtlichen Figuren, etwa in »Das weiße Band« oder »Der Staat gegen Fritz Bauer«, auseinandergesetzt und erhielt dafür unter anderem den Deutschen Filmpreis. Wir haben vorab zur Veranstaltung mit dem Schauspieler gesprochen.
Unsere Geschichtsbilder werden durch viele Einflüsse geprägt – dazu zählen auch Geschichtsfilme. Was können wir durch historische Spielfilme lernen?
Zunächst einmal können historische Spielfilme und auch Dokumentationen uns überhaupt mit historischen Ereignissen, von denen wir bisher nichts wussten, bekannt machen. Spielfilme können darüber hinaus im Positiven unser Mitgefühl anregen und Erzählungskontinuität erzeugen, im Negativen freilich auch Voreingenommenheit und Fehlinterpretation befördern. Im Allgemeinen wird ein historischer Film jedenfalls immer zur Beschäftigung mit einer vergangenen Epoche verleiten und der Frage dienen, wie haben wir gelebt und wie wollen wir leben.
Als Schauspieler schlüpfen Sie immer wieder in verschiedene Rollen und erzählen die Geschichten dieser Personen. Ist es eine besondere Herausforderung, historische Persönlichkeiten zu spielen?
Der Authentizitätsgehalt der Darstellung historischer Persönlichkeiten ist oft genug genau überprüfbar. Genauer sicherlich als bei fiktiven Personen. Das Publikum wird in den meisten Fällen die Darstellung nach ihrer Nähe zur tatsächlichen Figur beurteilen. Zwei Wege bieten sich also dem Schauspieler. Beide sind gleich herausfordernd. Entweder man ›erwischt‹ eine Figur in ihren Kerncharakteristiken, oder man zeichnet davon ausgehend eine eigene Variante, deren Dichte freilich eine hohe Autorität besitzen muss.
Schauen Sie auch privat historische Spielfilme?
Auch privat sehe ich mir historische Spielfilme gerne an. Im Übrigen ist Film per se historisch, weil in der Vergangenheit entstanden. Daher ist mein Lieblingsvehikel auch die Zeitmaschine.
Geschehenes und Gesehenes: Geschichtsbilder im Film,Gespräch am 25. Januar 2017, 19.00 Uhr im KörberForum – Kehrwieder 12.
Hier Anmeldung ab dem 20. Januar
Anmeldung von Schulklassen bitte per E-Mail an Carmen Ludwig, ludwig@koerber-stiftung.de.
Presseanfragen bitte an Lisa Schachner, schachner@koerber-stiftung.de.

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