ver.di kritisiert unzureichendes Angebot für die Beschäftigten der Geld- und Wertbranche

By   /  January 18, 2017  /  Comments Off on ver.di kritisiert unzureichendes Angebot für die Beschäftigten der Geld- und Wertbranche

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MIL OSI – Source: Verdi – Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft –

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Berlin, 17. Januar 2017 | ver.di kritisiert das Arbeitgeberangebot für die rund 11.000 Beschäftigten der Geld- und Wertbranche. Die Verhandlungsrunde mit der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) war am späten Montagabend (16. Januar 2017) vorläufig beendet worden. „Das Angebot des BDGW ist unzureichend. Es ist bisher kein echter Wille erkennbar, die extremen Lohnunterschiede anzugleichen. Ginge es nach den Arbeitgebern, würde sich der Unterschied zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin um gerade einmal acht Cent verringern. Das ist bei einer derzeitigen Lohndifferenz von 4,49 Euro in der Stunde bei gleichen Tätigkeiten indiskutabel“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Volker Nüsse. Eine Arbeit mit hohen RisikenDie Arbeitgeberseite hatte am Montag jährliche Erhöhungen zwischen 2 und 3,5 Prozent angeboten. Gegenüber der letzten Verhandlung ist das eine Erhöhung des Angebots um 0,5 Prozentpunkte in den Regionen mit Niedriglohnniveau. Mit solchen Schritten käme es erst in etwa 50 Jahren zu einer Angleichung der Löhne. Die Tarifkommission werde nun das weitere Vorgehen beraten, so Nüsse. ver.di fordert eine Erhöhung der Löhne um 1,50 Euro in der Stunde und eine Angleichung der Entgelte in den unterschiedlichen Regionen und Bereichen. Die Löhne klaffen derzeit bis zu 40 Prozent auseinander. Der Lohn im Geldtransport in NRW etwa beträgt derzeit 15,73 Euro in der Stunde, in Berlin werden jedoch nur 11,24 Euro gezahlt. Die Beschäftigten in den stationären Dienstleistungen in den ostdeutschen Ländern erhalten mit 9,33 Euro pro Stunde nur 49 Cent über dem gesetzlichen Mindestlohn. Insgesamt hatten sich in der Woche zuvor in den neun betroffenen Bundesländern mehr als 1.000 Beschäftigte an 19 Standorten an Arbeitsniederlegungen beteiligt. „Die Beschäftigten haben genug von der Verweigerungshaltung der Arbeitgeber: Jetzt muss endlich ein ordentliches Angebot her“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Volker Nüsse: „Wir fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit!“

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