Doppelter Erfolg bei europäischer Forschungsförderung: Forschungsprojekte der Universität Hamburg erhalten insgesamt knapp 4 Millionen Euro

By   /  January 19, 2017  /  Comments Off on Doppelter Erfolg bei europäischer Forschungsförderung: Forschungsprojekte der Universität Hamburg erhalten insgesamt knapp 4 Millionen Euro

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MIL OSI – Source: Universitat Hamburg –

Headline: Doppelter Erfolg bei europäischer Forschungsförderung: Forschungsprojekte der Universität Hamburg erhalten insgesamt knapp 4 Millionen Euro

Über eine Laufzeit von fünf Jahren erhalten die beiden Forscher jeweils knapp 2 Millionen Euro. Mit dem Consolidator Grant fördert der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich sieben bis zwölf Jahre nach ihrer Promotion mit einer herausragenden Erfolgsbilanz einen Namen gemacht haben.

Mathematische Modelle komplexer Strukturen und Netzwerke

Prof. Schacht forscht im Bereich der Diskreten Mathematik, einem noch relativ jungen Teilgebiet der Mathematik. „Diskret“ bedeutet in diesem Zusammenhang „abgrenzbar“ oder „endlich“. Die Forschung in diesem Bereich entwickelt u.a. Modelle von endlichen, aber sehr komplexen Strukturen und Netzwerken und legt damit Grundlagen für die algorithmische Behandlung und spätere Anwendungen in Bereichen wie Kommunikationsbeziehungen, Prozessoptimierung oder Logistik.

Auf seinem Spezialgebiet, der extremalen und probabilistischen Kombinatorik erforscht Prof. Schacht stochastische Modelle diskreter Strukturen. Im Zentrum stehen dabei u.a. Abschätzungen von Wahrscheinlichkeiten von Eigenschaften zufällig generierter Netzwerke und Mengensysteme.

Forschung zur Wechselwirkung von Zeit und Musik

Gegenstand des interdisziplinär angelegten Forschungsprojekts von Prof. Wöllner ist die gedehnte Zeit oder Zeitlupe in Wahrnehmung und Handlungen bei Musikerinnen und Musikern bzw. Tänzerinnen und Tänzern.

Musik ist durch verschiedene Zeitebenen charakterisiert und bewegt Menschen oft stark. Prof. Wöllner wird mit seinem Team die Wirkung gedehnter Zeit erforschen, die in Filmen und Videoclips besonders in emotionalen Momenten stark verbreitet ist. Sie wird aber auch als Kontrapunkt zu den Beschleunigungsprozessen in modernen Zivilisationen gesehen. Darüber hinaus dient die Zeitlupe Musikerinnen und Musikern, aber auch in der Tanzkunst oder im Leistungssport der Koordination und Übung komplexer Bewegungsabläufe.

In einer ersten Phase soll die Wahrnehmung der Zeitlupe in audiovisuellen Medien untersucht werden. Dabei werden neben kognitiven und physiologischen Messungen auch Analysen der Blickbewegungen durchgeführt. In der zweiten Projektphase sollen die performativen Dimensionen der gedehnten Zeit bei Solo- und Ensemblemusikerinnen und -musikern sowie bei Tänzerinnen und Tänzern untersucht werden, wobei Hochgeschwindigkeitskameras und Bewegungsanalysesysteme zum Einsatz kommen. Schließlich werden in einer dritten Phase Forschungstransfers generiert und evaluiert, unter anderem soll eine interaktive App entwickelt werden. Eine der zentralen Hypothesen des Projekts ist, dass Musik die Wahrnehmung von Zeit entscheidend prägen und neue ästhetische Erfahrungen ermöglichen kann.
PM/Red.

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