Luthers Thesen und die Folgen

By   /  January 20, 2017  /  Comments Off on Luthers Thesen und die Folgen

    Print       Email

MIL OSI – Source: Bundeszentrale fur politische Bildung –

Headline: Luthers Thesen und die Folgen

Vor 500 Jahren, am 31. Oktober 1517, schlägt Martin Luther seine 95 Thesen zur Ablasspraxis an die Wittenberger Schlosskirche. Die symbolträchtige Szene wirkt bis heute fort – auch wenn sie so wohl nie stattgefunden hat. Mit der Reformation beginnt ein Zeitalter der konfessionellen Polarisierung, an dessen Ende Mitteleuropa durch den Dreißigjährigen Krieg von 16-17 Millionen auf zehn Millionen Menschen geschrumpft sein wird.
Doch nicht nur konfessionell verändert sich das Sacrum Imperium Romanum in dieser Zeit grundlegend. Auch Kultur, Landes- und Reichspolitik entwickelten sich am Beginn der Neuzeit: Auf ihrem langen Weg vom mittelalterlichen Personenverband zum modernen institutionalisierten, durchbürokratisierten Flächenstaat erfuhr die Gemeinschaftsbildung “Staat” durch ihre innige Verschmelzung mit der Konfession einen Modernisierungsschub. Welche Voraussetzungen hatte die Reformation? Was waren wichtige Stationen? Und wie wirkt sie heute fort?

Auf den Fürstenkrieg folgte der vor allem im Fränkischen zerstörerische und sehr blutige Markgrafenkrieg. Der Leidensdruck wuchs und wuchs, viele Reichstagsteilnehmer von 1555 bangten um “land und leut”, fast alle um die Fortexistenz des Reichsverbands. Und Karl V. zog sich sukzessive aus der Politik zurück. All das waren die Voraussetzungen für den ersten Religionsfrieden. Weiter…

Sind gute Werke fürs ewige Heil notwendig oder reicht der Glaube? Über diese und weitere Fragen stritten sich die Anhänger Luthers fast eine Generation lang. Die große Gründergestalt konnte nicht mehr schlichten oder entscheiden. Eine fortschreitende Konfessionalisierung und zunehmende dogmatische Fixierung des Glaubens waren die Folgen. Weiter…

In nie dagewesener Weise hat der Dreißigjährige Krieg Europa verheert. Es schrumpfte von vormals 16-17 Millionen Einwohnern auf rund zehn. Sein Ende markiert der Westfälische Frieden von 1648 als Zweiter Religionsfrieden. Denn der Dreißigjährige Krieg war ein Konfessionskrieg um die Lesarten des Ersten Religionsfriedens.
Weiter…

© Multimedia Investments Ltd Terms of Use/Disclaimer.

    Print       Email

You might also like...

Zweiter Wettkampftag bringt die ersten Medaillen für Team D

Read More →