Das 19. BMW Art Car erreicht in Daytona den achten Rang.

By   /  January 30, 2017  /  Comments Off on Das 19. BMW Art Car erreicht in Daytona den achten Rang.

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MIL OSI – Source: BMW Group –

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Daytona. Das 19. BMW Art Car hat einen ereignisreichen Einsatz
beim 24-Stunden-Rennen von Daytona (USA) erlebt und den achten Platz
in der GTLM-Klasse belegt. Zum Start der IMSA WeatherTech SportsCar
Championship (IWSC) 2017 bekamen die US-amerikanischen Fans einmal
mehr bis zur letzten Runde spannenden Motorsport geboten.
Im Mittelpunkt stand auf dem „Daytona International Speedway“ dabei
unter anderem der vom amerikanischen Künstler John Baldessari
gestaltete BMW M6 GTLM mit der Startnummer 19, gefahren von Bill
Auberlen (USA), Alexander Sims (GBR), Augusto Farfus (BRA) und Bruno
Spengler (CAN). Nach 652 Runden überquerte Schlussfahrer Farfus am
Steuer des 19. Mitglieds der BMW Art Car Collection die Ziellinie.
Sowohl das Fahrer-Quartett als auch die Crew von Teamchef Bobby Rahal
zeigten trotz schwieriger Bedingungen mit teilweise heftigen
Regenfällen und insgesamt 21 Gelbphasen eine konzentrierte Leistung.
Der Sieg ging an den Ford GT mit der Nummer 66.
Der BMW M6 GTLM von Baldessari ist damit das dritte BMW Art Car, das
bei seinem Marathon-Einsatz über 24 Stunden die Ziellinie überquert
hat. Zuvor war dies nur dem BMW 320i von Roy Lichtenstein beim
24-Stunden-Rennen von Le Mans 1977 sowie dem BMW M1 Art Car von Andy
Warhol bei der gleichen Veranstaltung 1979 gelungen. Der bis dato
letzte Art Car Einsatz datiert auf das Jahr 2010 zurück, als BMW
Motorsport mit dem von Jeff Koons gestalteten BMW M3 GT2 Art Car in Le
Mans angetreten war.
Für den BMW M6 GTLM mit der Startnummer 24 endete das Rennen in
Daytona hingegen schon früh. Startfahrer John Edwards (USA) blieb nach
14 Runden mit Vibrationen im Heckbereich des Fahrzeugs eingangs der
Boxengasse stehen. Anschließend versuchte das BMW Team RLL, den BMW M6
GTLM wieder einsatzfähig zu machen. Zwar ging Edwards nach einer
langen Reparaturpause wieder auf die Strecke, musste jedoch eine Runde
später aufgrund der anhaltenden Probleme im Bereich des
Antriebsstrangs endgültig aufgeben. Martin Tomczyk (GER), Kuno Wittmer
(CAN) und Nick Catsburg (NLD) kamen im Rennen nicht zum Einsatz.
Kämpferisch präsentierte sich auch das Team von Turner Motorsport in
der GTD-Klasse: Jens Klingmann (GER), Jesse Krohn (FIN), Maxime Martin
(BEL) und Justin Marks (USA) verloren bei einer längeren Reparatur in
Folge einer Kollision im gelben BMW M6 GT3 mit der Startnummer 96 am
späten Samstagabend wertvolle Zeit, rückten danach jedoch im
Klassement wieder kontinuierlich nach vorn. Nach Platz 17 im
Qualifying sah Klingmann schließlich auf GTD-Rang acht – bei 27
Startern – die Zielflagge. Der Sieg in dieser Klasse ging an den
Porsche mit der Nummer 28.

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Mit dem
achten Platz für das BMW M6 GTLM Art Car haben wir beim
24-Stunden-Rennen in Daytona noch ein halbwegs versöhnliches Ergebnis
erreicht. Nachdem das Auto mit der Nummer 24 schon früh mit einem
technischen Problem ausgeschieden war, hat das BMW Team RLL im
weiteren Rennverlauf niemals aufgegeben. Am Ende war jedoch bei diesen
schwierigen Bedingungen nicht mehr drin. Wir haben über weite Strecken
mit stumpfen Waffen gekämpft. Auch Turner Motorsport hat sich nicht
unterkriegen lassen und mit Platz acht in der GTD-Klasse trotz eines
unverschuldeten Unfalls, der viel Zeit gekostet hat, ein respektables
Ergebnis mit dem BMW M6 GT3 erreicht. Natürlich hatten wir uns
insgesamt einen erfolgreicheren Start in die neue IMSA WeatherTech
SportsCar Championship gewünscht. Allerdings kam es für uns nicht
wirklich überraschend, dass es insbesondere auf dieser Strecke, die
ganz eigene Anforderungen an die Autos stellt, nicht einfach werden
würde. Jeder konnte sehen, dass die Balance of Performance noch nicht
optimal auf das diesjährige Feld abgestimmt ist. Glückwunsch an Ford
zu diesem Sieg in einem spannenden Finale. Unabhängig vom sportlichen
Ausgang des Rolex 24 war der Einsatz des 19. BMW Art Car von John
Baldessari ein Highlight. Die Fahrer und das BMW Team RLL haben es
genossen, mit diesem Kunstwerk in Daytona am Start zu sein. Wir freuen
uns jetzt schon auf das von Cao Fei gestaltete zweite Art Car in
diesem Jahr, das am Jahresende in Macau antreten wird. Was die
IMSA-Saison angeht, wollen wir uns beim 12-Stunden-Rennen in Sebring
Mitte März stärker präsentieren als hier in Daytona.“

John Baldessari (Künstler, BMW Art Car #19): „Jeder
hat alles gegeben, und das freut mich riesig. In Daytona herrscht ein
harter Wettbewerb. Von ganzem Herzen gilt mein Dank BMW Motorsport,
den Fahrern, den Ingenieuren und den Mechanikern. Mein Auto hat sich
jetzt seine Sporen verdient und sich auf der Rennstrecke als das
schnellste Kunstwerk bewiesen, das ich je geschaffen habe.“

Bobby Rahal (Teamchef, BMW Team RLL): „Jeder hat beim
Auto mit der Nummer 19 tolle Arbeit geleistet. Es war schade, dass wir
eine Runde verloren haben. Denn danach hat sich eigentlich keine
wirkliche Gelegenheit ergeben, sie wieder zurückzuholen. Das Auto lief
zuverlässig, die Boxenstopps waren gut, und die Fahrer haben einen
guten Job gemacht. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir mit einem BMW
Art Car antreten durften. Wir bleiben jetzt für immer ein Teil seiner
Geschichte. Das Ausscheiden der Nummer 24 war natürlich eine große
Enttäuschung. Die Zahl der technischen Probleme lässt sich im Verlauf
unserer zehnjährigen Zusammenarbeit an einer Hand abzählen. Deshalb
kam das überraschend. Wir werden uns das ganz genau anschauen.“

Bill Auberlen (#19 BMW M6 GTLM, Platz acht): „Das war
ohne Zweifel ein Highlight meiner Karriere. Das 19. BMW Art Car geht
in die Geschichte ein – und es wird uns alle überdauern. Ein Teil
dieses Kunstwerks und der Vision von einem Meister wie John Baldessari
zu sein, ist ein großes Privileg. Ich hätte mir gewünscht, dass wir im
Rennen besser abgeschnitten hätten. Der BMW M6 GTLM lief eigentlich
perfekt, das Team hat einen super Job gemacht, genauso wie die Fahrer.
Hoffentlich können wir bei den 12 Stunden von Sebring und in den
weiteren Läufen in diesem Jahr wieder angreifen.“

Alexander Sims (#19 BMW M6 GTLM, Platz acht): „Es ist
auf jeden Fall etwas ganz Besonderes, ein BMW Art Car bei den 24
Stunden von Daytona zu fahren. Teil der Historie der Art Cars zu
werden, ist ein unglaubliches Privileg. Meinen Namen auf diesem
Fahrzeug zu lesen, ist fantastisch. Natürlich sind wir hierher
gekommen, um zu gewinnen. Von daher war dieses Wochenende ehrlich
gesagt ziemlich enttäuschend. Alle im Team und bei BMW haben einen
guten Job gemacht, aber uns hat einfach ein wenig Speed gefehlt. Ich
freue mich jetzt auf den Rest der IMSA-Saison. Alles ist neu für mich,
und ich lerne in kurzer Zeit sehr viel dazu. Ich kann es kaum
erwarten, tiefer in die Materie einzutauchen.“

Augusto Farfus (#19 BMW M6 GTLM, Platz acht): „Es war
für mich eine einmalige Gelegenheit, mich in die BMW Art Car
Geschichte einzutragen. Die Leute werden vielleicht auch noch in 50
oder 100 Jahren meinen Namen auf dem BMW M6 GTLM Art Car lesen. Das
wird mich mein ganzes Leben lang begleiten. In sportlicher Hinsicht
war das einfach nicht unser Rennen. Das Team hat fantastisch
gearbeitet, das Set-up war gut, die Boxenstopps waren super, und all
meine Teamkollegen sind großartig gefahren. Wenn es jedoch nicht
läuft, dann läuft es nicht. Sogar bei den Gelbphasen lief es hier
komplett gegen uns.“

Bruno Spengler (#19 BMW M6 GTLM, Platz acht): „Das
war natürlich nicht das, was wir uns vorgenommen hatten. Ich bin in
der Nacht zum ersten Mal bei einem 24-Stunden-Rennen im Regen
gefahren. Das war eine spannende Erfahrung. Aber uns hat hier im
Vergleich zu den anderen einfach Geschwindigkeit gefehlt. Und Glück
hatten wir in den entscheidenden Situationen auch nicht. Aber niemand
bei uns hat aufgegeben. Wir Fahrer haben uns keine Fehler geleistet.
Das bleibt genauso als gute Erinnerung wie die große Ehre, in einem
BMW Art Car antreten zu dürfen. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich
hier dabei sein konnte.“

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