Feinstaubbelastung im Jänner 2017

By   /  February 1, 2017  /  Comments Off on Feinstaubbelastung im Jänner 2017

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MIL OSI – Source: Umweltbundesamt – Environment Agency of Austria –

Headline: Feinstaubbelastung im Jänner 2017

Wien, 1. Februar 2017 – Die niedrigen Temperaturen im Jänner 2017, dadurch bedingte hohe Emissionen und Inversionswetterlagen brachten eine gesundheitsgefährdende Begleiterscheinung mit sich. Insbesondere in der zweiten Jännerhälfte 2017 traten in großen Teilen Österreichs, v. a. im Nordosten und Südosten, deutlich erhöhte Feinstaubkonzentrationen auf. Der Grenzwert – das ist ein PM10-Tagesmittelwert über 50 Âµg/m³ – wurde an vielen Messstellen im Burgenland, in Kärnten und der Steiermark an 16 bis 20 Tagen, in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und in Wien an 10 bis 15 Tagen im Laufe des ersten Monats des Jahres 2017 überschritten. Die zulässige Anzahl der Tage mit Überschreitungen ist gesetzlich festgelegt: gemäß Immissionsschutzgesetz Luft dürfen nicht mehr als 25 Tage im Laufe eines Kalenderjahres Feinstaubbelastungen mit einem PM10-Tagesmittelwert über 50 Âµg/m³ aufweisen, gemäß EU-Luftqualitätsrichtlinie nicht mehr als 35 Tage.
 
Die wesentlichen Einflussfaktoren für die hohe Belastung im Jänner 2017 waren sehr ungünstige Ausbreitungsbedingungen – niedrige Windgeschwindigkeiten und Inversionslagen, das heißt Wettersituationen, in denen sich der Feinstaub in bodennahen Luftschichten anreichert – und, bedingt durch die tiefen Temperaturen, hohe Emissionen aus regionalen und insbesondere städtischen Quellen (z.B. aus dem Hausbrand und dem Verkehr). Im Unterschied zu vergangenen Jahren mit hoher Feinstaubbelastung spielte im Jänner 2017 der Schadstofftransport aus dem Ausland nur eine geringe Rolle.
 
Laut Wettervorhersage der ZAMG ist in den nächsten Tagen eine Wetteränderung in Sicht. Die ExpertInnen des Umweltbundesamtes gehen davon aus, dass damit auch die Feinstaubbelastung zurückgehen wird.
Die Analyse beruht auf vorläufigen Daten aus den Luftgütemessungen der Ämter der Landesregierungen und des Umweltbundesamtes. 

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