DBV: Entschädigungen beim Netzausbau endlich neu justieren

By   /  February 14, 2017  /  Comments Off on DBV: Entschädigungen beim Netzausbau endlich neu justieren

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: DBV: Entschädigungen beim Netzausbau endlich neu justieren

„Damit
die Stromtrassen für die Energiewende endlich beschleunigt ausgebaut werden
können, sind die Entschädigungen für die Grundeigentümer erheblich zu
verbessern. Ohne entscheidende Veränderungen der Entschädigungsgrundsätze wird
es weiterhin keine Akzeptanz und Unterstützung des Baus neuer Stromtrassen auf
land- und forstwirtschaftlichen Flächen geben.“ Dies betonte der
Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken,
anlässlich der DBV-Stellungnahme zum Positionspapier für Unterlagen zur
Bundesfachplanung für Gleichstrom-Vorhaben mit gesetzlichem Erdverkabelvorrang der
Bundesnetzagentur. Darin bekräftigte der DBV erneut seine Forderung, dass die
Grundeigentümer sowie Land-und Forstwirte für das Zurverfügungstellen ihrer
Flächen zusätzlich wiederkehrende Zahlungen zur bisherigen lediglich einmaligen
Dienstbarkeitsentschädigung erhalten müssen.
 
Der DBV
betont, dass die Vorgaben aus dem Koalitionsvertrag zu einer fairen
Entschädigung auch zu einer Neujustierung der bestehenden
Entschädigungsgrundsätze führen müssen. „Mit dem Ende dieser Legislaturperiode
dürfen diese Vereinbarungen der Großen Koalition nicht ergebnislos versanden“,
mahnte Krüsken. Wer fremden Grund und Boden nutze und damit wie die Unternehmen
der Netzbetreiber auch Ertrag erwirtschaftet, müsse gerechterweise auch die
Eigentümer daran teilhaben lassen.
 
Dies
gelte vor allem vor dem Hintergrund der anstehenden Großprojekte, wo Erdkabel
gesetzlich vorgeschrieben Vorrang erhalten. Denn eine Verlegung von
Höchstspannungsleitungen in den Boden können die land- und
forstwirtschaftlicher Flächen viel gravierender beeinflussen als der klassische
Freileitungsbau. Umfangreiche Aushebungsarbeiten mit Eingriffen in die
Bodenstruktur sowie Wärmeabstrahlungen der Erdkabel sind unvermeidbar und
können sich unkalkulierbar auf den Ertrag auswirken. Krüsken wies auch darauf
hin, dass die Eingriffe in den Boden beim Netzausbau grundsätzlich keine
naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen nach sich ziehen dürfen. So sei der
Netzausbau eine unverzichtbare Voraussetzung der
ökologisch ausgerichteten Energiewende.
 

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