Fonds: Anleger machen Kasse

By   /  February 16, 2017  /  Comments Off on Fonds: Anleger machen Kasse

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MIL OSI – Source: Boerse Frankfurt –

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15. Februar 2017. (FRANKFURT) Börse Frankfurt. Die wechselnde Entwicklung an den internationalen Aktienbörsen hebt das Geschäft mit aktiv verwalteten Fonds. “Unsere Umsätze bewegen sich auf einem gutem Niveau”, meldet Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank. Insbesondere im Bereich international engagierter Portfolios macht die Händlerin regen Handel in beide Richtungen aus. Mit den jüngsten Rekorden an den US-Leitbörsen steige die Anzahl derer, die sich ihre Gewinne sicherten. Bereits den vierten Tag in Folge markierte der Dow Jones Industrial Index am Dienstag einen neuen Höchststand und schloss bei 20.504 Punkten. Der marktbreite S&P 500 verabschiedete sich mit 2.337 Punkten in den Feierabend.
Lieber den Spatz in der Hand
Von gelegentlichen Abflüssen aus dem DWS Top Dividende (WKN 984811) berichtet die Spezialistin. Der weltweit auf hochkapitalisierte Aktien mit einer Dividende oberhalb des Marktdurchschnitts zielende Fonds weist eine Performance von immerhin über 18 Prozent auf Jahressicht vor. Bei der überwiegenden Abkehr vom DWS Vermögensbildungsfonds I (WKN 847652) spielt nach Meinung von Deisenroth-Boström ebenfalls das Glattstreichen von Positionen eine Rolle. “Die Abgaben mehren sich im zweiten Drittel des vergangenen Monats.” Zusätzliches Potenzial nach oben scheinen Investoren hingegen dem Arero der Weltfonds (WKN DWS0R4) zuzutrauen. “Hier verbuchen wir überwiegend Käufe.”
Abkehr auch von deutschen Aktien
Aktienfonds mit deutschen Werten kommen laut Händlerin unterm Strich ebenfalls aus den Depots raus. Dabei trennten sich Anleger per Saldo von hiesigen Standardwerten im Fondak (WKN 847101), FT Frankfurter Effekten Fonds (WKN 847805) und UniFonds (WKN 849100). Überwiegenden Zuspruch macht Deisenroth-Boström hingegen für den DWS Deutschland (WKN 849096) aus.
Blick Richtung China
Anders sieht es mit chinesischen Werten aus. Publikumsfonds wie der Comgest Growth Greater China (WKN 756455) und der Fidelity Funds Asian Smaller Companies (WKN A1JTXT) würden von den Kunden der Baader Bank zumeist gesucht. Gleichzeitig gebe es Nachfrage in beide Richtungen nach dem Baring Hong Kong China Fund (WKN 972840) und dem Templeton Asian Growth Fund (WKN 971661), wobei kleinere Abgaben das Bild prägten. “An den chinesischen Aktienmärkten stehen die Zeichen seit einiger Zeit wieder auf Erholung”. begründet Deisenroth-Boström das Interesse.
Der in Shenzhen notierte Shanghai Composite Index legte seit Jahresbeginn von 3.103 Punkten auf 3.212 Punkte zu und schaffte damit ein kleines Plus von etwa 3,5 Prozent. Der Hang Seng China Enterprise Index erarbeitete sich seit seinem Tief bei 9.181 Punkte am 23. Dezember gar einen Zuwachs von gut 13 Prozent, aktuell notiert das Barometer bei 10.436 Punkten.
Immobilien bleiben en vogue Bei der ICF Bank spielt die Musik mit Publikumsfonds seit einigen Wochen hauptsächlich im Immobiliensektor, wie Frank Wöllnitz meldet. “Die Umsätze können sich dabei durchaus sehen lassen.” Zu den meist gehandelten Werten gehöre neben dem Grundbesitz Europa (WKN 980700) der CS Euroreal (WKN 980500). “Beide wurden geschäftig rauf und runter gehandelt.” Auf etwas niedrigerem Niveau hin und her gehe es auch beim UniImmo Deutschland (WKN 980550) und hausinvest (WKN 980701). “Anders als sonst haben die Verkäufe deutlich angezogen.” Wöllnitz Neue Technologien überzeugen
Bei Klassikern wie dem Flossbach von Storch Multiple Opportunities (WKN A0M430) sei laut Wöllnitz keine eindeutige Tendenz erkennbar. “Zu- und Abflüsse halten sich in etwa die Waage.” Dem gegenüber entpuppe sich der Fidelity Funds Global Technology Fund (WKN A0NGW1) seit geraumer Zeit als Anlegerliebling. “Es gibt hier fast ausschließlich Käufe.” Das Fondsmanagement legt den Schwerpunkt auf Aktien von Unternehmen, die aller Voraussicht nach in besonderer Weise von neuen technologischen Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen profitieren werden.
von: Iris Merker

15. Februar 2017, © Deutsche Börse AG

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