Öko-Beauftragter des DBV begrüßt die Zukunftsstrategie Ökolandbau

By   /  February 16, 2017  /  Comments Off on Öko-Beauftragter des DBV begrüßt die Zukunftsstrategie Ökolandbau

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Öko-Beauftragter des DBV begrüßt die Zukunftsstrategie Ökolandbau

Zur
Eröffnung der Biofach 2017 in Nürnberg begrüßte der Öko-Beauftragte des
Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Heinrich Graf von Bassewitz, die heute
veröffentlichte Zukunftsstrategie ökologischer Landbau des
Bundeslandwirtschaftsministeriums. Bassewitz äußerte seine Anerkennung für das
Gesamtkonzept auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Vorstandsvorsitzenden
des Bundes Ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Prinz zu Löwenstein,
in Gegenwart von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Die
Zukunftsstrategie ist auf fünf Handlungsfelder fokussiert, an deren Erarbeitung
sich Vertreter aus der gesamten Bio-Branche in einem Arbeitsprozess von
anderthalb Jahren beteiligt haben.
 
Bassewitz
hob als besonders vordringlich die Handlungsfelder „Zukunftsfähiger
Rechtsrahmen“ und „Leistungsfähigkeit ökologischer Agrarsysteme verbessern“
hervor. Ein vernünftiger Rechtsrahmen für den Ökolandbau sei angesichts des
sturen Beharrens der EU-Kommission auf ihren Vorschlägen zur Revision der
Öko-Verordnung nach wie vor äußerst ungewiss. Die Kommission beharrt auf ihrem Ansatz
der Rückstandskontrolle und automatischen Sperrung bei Rückstandsfunden. „Mit der
Öko-Verordnung wird darüber entschieden, ob der Ökolandbau in Zukunft in die
Nische zurückgeht oder ob er sich auch mithilfe der Zukunftsstrategie weiter zu
einem prosperierenden Wirtschaftszweig mit zukünftig 20 Prozent Flächenanteil
in Deutschland entwickeln kann“, betonte Bassewitz. Er forderte Bundesminister Schmidt
auf, in Brüssel „klare Kante“ zu zeigen, wenn die EU-Kommission nicht von ihren
Vorstellungen einer Revision der Öko-Verordnung endgültig ablasse. Für diesen
Fall gelte es jetzt Allianzen für den Agrarrat im Juni zu schmieden, um die
Revision zu stoppen.
 
Für
die Perspektiven des Ökolandbaus entscheidend sei die Intensivierung von Forschung
und Entwicklung für eine nachhaltige Ertragssteigerung des komplexen Systems
Ökolandbau, erklärte Bassewitz. Der ökologische Landbau sei heute schon sehr
weit im Hinblick auf eine nachhaltige Landwirtschaft entwickelt, müsse und
könne aber auch noch nachhaltiger und produktiver werden. „Die Potenziale
hierfür sind groß, können aber nur über deutlich ausgeweiteter Forschung
mobilisiert werden“, so Bassewitz. Der DBV hatte in seinen Grundsatzpositionen
zur ökologischen Landwirtschaft im Jahr 2015 einen Finanzrahmen von 60
Millionen Euro gefordert. Bassewitz forderte deshalb auf der Biofach, die vom
Minister in der Zukunftsstrategie veranschlagten 30 Mio. Euro im nächsten
Haushalt zu realisieren. Damit könne eine Reihe der vom DBV als notwendig
erachteten Forschungsarbeiten geleistet werden. Mit einem „Big Bang“ der
ökobezogenen Agrarforschung könnte der Ökolandbau als großes Versuchsfeld für
nachhaltige Produktionsverfahren auch für die Technologien in der
konventionellen Landwirtschaft von zunehmender Bedeutung werden, betonte
Bassewitz.
 

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