CETA berücksichtigt die Interessen der deutschen Landwirtschaft

By   /  February 17, 2017  /  Comments Off on CETA berücksichtigt die Interessen der deutschen Landwirtschaft

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: CETA berücksichtigt die Interessen der deutschen Landwirtschaft

Der
Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt die Zustimmung des Europäischen Parlaments
zum Handelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada. Das Abkommen sei
ausgewogen, ermögliche neue Vermarktungschancen für die deutsche und
europäische Land- und Ernährungswirtschaft und schütze die Interessen der
europäischen Verbraucher, erklärte der DBV.
 
Kanada
gesteht der EU ein Einfuhrkontingent über 18.500 Tonnen Käse zu, was eine
signifikante Verbesserung des Marktzugangs für die europäische Milchwirtschaft
bedeutet, hob der DBV hervor. Daneben ergäben sich Exportchancen für Wein und
Spirituosen, Obst und Gemüse sowie verarbeitete Erzeugnisse. Der EU-Markt würde
in dem CETA-Abkommen gleichzeitig für sensible Agrarprodukte weiter geschützt.
Bei den zugestandenen Importen von kanadischem Rindfleisch handele es sich um
weniger als ein Prozent des EU-Konsums, stellte der DBV fest.
 
Von
herausragender Bedeutung für Verbraucher und Landwirtschaft sei darüber hinaus,
dass die EU-Standards unangetastet bleiben. Dies sei auch für weitere künftige
Handelsabkommen eine absolute Bedingung, betonte der DBV. So darf Kanada im
Rahmen der zugestandenen Einfuhrkontingente nur Rindfleisch aus
nachgewiesenermaßen hormonfreier Produktion liefern. Ein großer Erfolg für den
europäischen Agrarsektor ist auch die Anerkennung von 143 geographischen
Angaben. Wenn insbesondere südeuropäische Staaten diese Chancen nutzen würden,
könne hiervon indirekt auch die deutsche Landwirtschaft profitieren, erklärte
der DBV.
 
Durch
die Zustimmung des EU-Parlaments kommen die Vereinbarungen von CETA vorläufig
zur Anwendung. Teile des Abkommens müssen innerhalb von zwei Jahren von den
EU-Mitgliedstaaten ratifiziert werden, damit das Abkommen dauerhaft in Kraft
tritt. Mit dem Abkommen fallen fast 99 Prozent der Zolllinien weg. Der EU-Markt
bleibt aber für sensible Agrarprodukte nach wie vor geschützt; er wird über feste
Einfuhrkontingente nur begrenzt geöffnet.

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