Kleiner Sänger mit Pickelhaube

By   /  March 17, 2017  /  Comments Off on Kleiner Sänger mit Pickelhaube

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MIL OSI – Source: NABU – Naturschutzbund Deutschland –

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Das NABU-Naturfoto des Monats März

Endlich ist die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht. Die morgendlichen Vogelkonzerte zeigen deutlich, dass der Frühling da ist. Doch die hübsche Haubenlerche stimmt nur noch selten ihr Lied an. Ihr Bestand ist in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen.

Foto des Monats (Haubenlerche) – Foto: Sebastian Hennigs

Die ersten Eidechsen und Schlangen sonnen sich, Leberblümchen und andere Frühblüher kämpfen sich durch das Laub und die aus dem Süden ankommenden Kraniche besetzen ihre Reviere. Das Frühjahr steht eindeutig vor der Tür, was man nicht nur an den vielen Kröten, Molchen und Fröschen erkennen kann, die nun zu ihren Laichgewässern wandern. Auch die ersten morgendlichen Vogelkonzerte zeigen, dass der Winter endlich vorbei ist. Unter den zahlreichen Singvögeln, die jetzt mit abwechslungsreichen Gesängen ihre Reviere abgrenzen, gehören viele häufige Arten wie Zaunkönig, Rotkehlchen und Amsel. In manchen Gegenden Deutschlands hat man aber auch noch das Glück, die seltene Haubenlerche zu hören.Die Haubenlerche war einst eine häufige Vogelart. Als ursprünglicher Steppen- und Halbwüstenbewohner besiedelte sie vor allem die offene Agrarlandschaft in den Sandgebieten Deutschlands. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sich die Haubenlerche auch in vielen zerstörten Städten neue Lebensräume, zum Beispiel auf Brachflächen, neu erobern und wurde daher gerne als „Trümmervogel“ bezeichnet. Doch diese Zeiten sind vorbei. Kaum ein anderer Vogel hat in den letzten 30 Jahren solche enormen Bestandseinbrüche wie die Haubenlerche hinnehmen müssen. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise gab es zu Beginn der 1980er Jahre noch rund 1.000 Paare der Haubenlerche, doch bereits seit 2003 gibt es dort im gesamten Bundesland keinen Brutnachweis mehr. Ähnlich ist es der Haubenlerche auch in anderen Regionen Mitteleuropas ergangen, und nur noch am nördlichen Oberrhein und im Osten Deutschlands gibt es noch regelmäßige Vorkommen dieses einst so häufigen und auch zutraulichen Vogels.Entscheidend für die ehemaligen Vorkommen war eine lückige Vegetation mit freien Bodenstellen und reichem Nahrungsangebot in Form von Wildkräutern und Insekten. Doch Freiflächen beispielsweise in Stadtgebieten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Haubenlerchen besiedelt wurden, werden heute zunehmend begrünt, gedüngt und dicht bepflanzt. Hier ist kein Platz mehr für die Haubenlerche. Sebastian HennigsDaten zum FotoKamera: Nikon D300Objektiv: Sigma 4.5/500mmBlende: 5Belichtungszeit: 1/1600 sISO: 250

Vergangene Naturfotos im März:

Märzenbecher – Foto: Sebastian Hennigs

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