Rede und Präsentation von Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, Bilanzpressekonferenz 2017

By   /  March 21, 2017  /  Comments Off on Rede und Präsentation von Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, Bilanzpressekonferenz 2017

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MIL OSI – Source: BMW Group –

Headline: Rede und Präsentation von Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, Bilanzpressekonferenz 2017

Meine Damen und Herren,

guten Morgen und herzlich willkommen!

Das sind heute unsere Schwerpunkte:

Eine kurze Einführung: Was ist mir wichtig? Wohin steuern wir den Konzern?
Unser Jahresabschluss 2016 und der Ausblick auf 2017 durch Nicolas Peter.
Unsere Entscheidungen im Rahmen der Strategie NUMBER ONE > NEXT.
Die ersten Neuheiten unserer Modelloffensive.

Zu Beginn ein paar grundsätzliche Worte:

Der Antrieb der Stunde ist der Plug-in-Hybrid. BMW ist hier klar die
Nummer 1 der Premiummarken. Unser BMW i3 gehört zu den Top 3 der
meistverkauften Elektrofahrzeuge weltweit. Dies zeigt: Wir sind
richtig aufgestellt – und gehen weiter voran: 2017 wollen wir 100.000
elektrifizierte Fahrzeuge verkaufen. 2025 sollen E-Modelle und
Plug-in-Hybride 15 bis 25 Prozent unseres Absatzes ausmachen. Dazu
werden alle Konzernmarken und Baureihen elektrifiziert. Unser Ziel ist
die nachhaltige Mobilität. Ein Zurück gibt es nicht.

Alles, was wir tun, tun wir für unsere Kunden. Sie sollen
Premiummobilität individuell und emotional erleben. Mit unseren
Dienstleistungen sind wir immer und überall zur Stelle, wenn der Kunde
uns braucht. Dazu nutzen wir die Möglichkeiten der Digitalisierung. Im
Rahmen unserer Strategie haben wir klare Entscheidungen getroffen: Die
Kooperation mit Intel und Mobileye, der Campus für autonomes Fahren,
die automatisierte Testflotte für die City.

Die BMW Group besitzt ein starkes finanzielles Fundament: Das
Unternehmen hat das beste Rating aller europäischen
Automobilhersteller und das zweitbeste weltweit. Meine
Vorstandskollegen und ich werden alles daran setzen, unsere Bonität
und Reputation am Kapitalmarkt weiter zu stärken.

Seit sieben Jahren befindet sich unsere EBIT-Marge im Segment
Automobile in unserem Zielkorridor von 8 bis 10 Prozent oder darüber.
Dieses Niveau wollen wir halten – während wir weiter in unsere Zukunft
investieren. Profitabilität sichert unsere Handlungsfähigkeit und
macht uns zu einem verlässlichen Partner der Gesellschaft.

Mit der Strategie NUMBER ONE > NEXT vereinen wir Profitabilität,
operative Exzellenz und neues Denken. Wir führen zwei Geschäftsmodelle
zusammen: Unser etabliertes Kerngeschäft auf der einen Seite sowie
Start-up Mentalität und neue Geschäftsfelder auf der anderen Seite.

Wandel beginnt in den Köpfen. Wir haben eine Mobilisierungswelle
gestartet, die es so noch nie in unserem Unternehmen gab: Auf den
Strategie Camps für die Oberen Führungskräfte haben sie mit Start-ups
und Technologietreibern in aller Welt an Hotspots diskutiert. Bei NEXT
EXPERIENCE erleben seit Beginn des Jahres über 14.000 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter auf allen Führungsebenen, einschließlich der Meister
in den Werken, die Strategie in all ihren Facetten. Ihr Wissen geben
sie an alle Mitarbeiter weiter.

Das Feedback aus beiden Formaten ist eindeutig: Unsere Mitarbeiter
verstehen die Veränderung. Sie gehen die neuen Wege mit. Sie spüren,
wie unsere neuen Werte uns Schwung verleihen: Verantwortung,
Vertrauen, Wertschätzung, Transparenz, Offenheit. Sie reflektieren den
Zeitgeist und das Verständnis von Zusammenarbeit der jungen Generation.

2016 war unser Jubiläumsjahr. Wir haben es mit neuen Bestwerten
abgeschlossen – bei Absatz, Umsatz, Ergebnis vor Steuern.
Unsere EBIT-Marge im Segment Automobile liegt im Zielkorridor von 8
bis 10 Prozent. Unser Segment Finanzdienstleistungen und BMW Motorrad
haben das positive Gesamtergebnis flankiert. Wir haben unsere Ziele
erreicht. Der Konzern bleibt der führende Hersteller im Premiumsegment weltweit.

Wir waren immer ein ehrgeiziges Unternehmen. Ich verspreche Ihnen,
das wird so bleiben. Wir schalten jetzt auf Angriff. Wir starten die
größte Modelloffensive unserer Geschichte. Die Zukunftsfähigkeit eines
Unternehmens zeigt sich für uns im Zusammenspiel mehrerer
Leistungsindikatoren. Das sind neben Verkaufszahlen auch
Profitabilität, Innovationskraft, Flexibilität und unsere
Attraktivität als Arbeitgeber.

Nicolas Peter stellt Ihnen nun den Jahresabschluss 2016 vor.

* * *

Meine Damen und Herren,

2017 wollen wir auf der Erfolgsspur bleiben. Wir streben neue
Bestwerte bei den Auslieferungen an sowie bei Umsatz und Gewinn vor
Steuern. Die EBIT-Marge im Segment Automobile soll weiter im Korridor
von 8 bis 10 Prozent liegen. Natürlich setzen wir voraus, dass sich
die Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtern.

Für uns beginnt 2017 eine neue Zeitrechnung: Wir wandeln uns zum
Technologieunternehmen für Premiummobilität und Premiumservices. Dabei
wollen wir führend sein. Ein Symbol für unsere Ausrichtung auf die
Zukunft sind unsere Visionsfahrzeuge. Sie zeigen, in welche Richtung
das emotionale Design unserer künftigen Serienmodelle geht. Alle
Felder der Mobilität von morgen sind hier verarbeitet: Die sogenannten
ACES sind Teil unserer Strategie – und zum Teil schon in der Serie:

A wie autonomous driving: Die Assistenzsysteme im BMW 7er und im
neuen 5er weisen den Weg zum hoch automatisierten Fahren.
C wie connectivity: Die BMW Group ist mit Connected Drive führend
bei digitalen Angeboten. Über 8,5 Millionen vernetzte Fahrzeuge
haben wir auf den Straßen.
E für electrified: Wir haben über 120.000 elektrifizierte
Fahrzeuge verkauft.
S für services und shared: Mit der NowFamilie bieten wir den
Kunden umfassende Dienstleistungen.
Damit zum nächsten Schwerpunkt: Was haben wir im Rahmen der
Strategie NUMBER ONE > NEXT entschieden?

Unser Umfeld ist nicht nur von Volatilität geprägt, sondern auch von
Überraschungen und politischer Unsicherheit. Wir profitieren weiterhin
von unserer Ausgewogenheit bei Absatz und Produktion in den großen
Weltregionen. Diese Balance ist ein stabilisierender Faktor unserer
Geschäftsentwicklung. Unsere Wurzeln sind und bleiben in Deutschland.

Aber zu Hause sind wir heute in Europa, in China und den USA. Unsere
Verkaufszahlen sind auch 2016 ausgewogen verteilt. Auch bei der
Produktion bilden Europa, China und die USA den Nucleus unseres
globalen Netzwerks.

An unserem Heimatstandort Deutschland haben wir in den letzten zehn
Jahren im Durchschnitt über eine Milliarde Euro pro Jahr investiert.
Großbritannien bleibt für uns ein wichtiger Standort. Entscheidend
ist, wie der Brexit letztlich verhandelt wird. Wir stellen uns auf
verschiedene Szenarien ein. MINI Modelle werden auch bei VDL Nedcar im
niederländischen Born gefertigt. Das verleiht uns Flexibilität.

In China ist 2016 unser neues Motorenwerk an den Start gegangen – das
weltweit vierte. In unseren beiden Automobilwerken Tiexi und Dadong
laufen bereits fünf Modelle vom Band.

In den USA steht unser Werk mit dem größten Produktionsvolumen. Dort
haben wir bisher fast acht Milliarden Dollar investiert. Spartanburg
produziert für die Welt. 70 Prozent der Fahrzeuge werden exportiert.
Damit ist die BMW Group der größte Automobil-Exporteur aus den USA.
Wir beschäftigen direkt und indirekt rund 70.000 Menschen in den USA.

Alle anderen Standorte weltweit erhöhen zusätzlich unsere
Flexibilität, wenn sich die Nachfrage verändert. Insgesamt umfasst
unser Netzwerk derzeit 31 Standorte in 14 Ländern. Unsere Produktion
verteilt sich heute je zur Hälfte auf Deutschland bzw. weltweit. Alle
Standorte bereiten wir auf die Elektrifizierung der vor Ort
produzierten Modelle und Baureihen vor.

Dies ist ein Ergebnis unserer Strategie. Wir nutzen sie als Zielbild
und Instrument, das sich mit unseren Entscheidungen dynamisch
weiterentwickelt. Wie sieht unsere Prioritätenliste aus? Vorrang hat
aktuell die Elektrifizierung. Ein weiterer Fokus liegt auf Vernetzung
und dem autonomen Fahren. Diesen digitalen Technologiewandel begleiten
wir mit neuen Dienstleistungen. Durch strategische Kooperationen mit
Partnern aus unserer Branche sowie mit Technologieführern aus anderen
Bereichen erweitern wir gezielt unser Know-how.

Darauf gehe ich kurz ein. Erstens: Nachhaltige Mobilität.

Seit 1995 haben wir unsere CO2-Emissionen im Flottendurchschnitt in
Europa um über 40 Prozent gesenkt. Für uns ist der Plug-in-Hybrid eine
Erfolgsgeschichte: Der X5 war 2016 der bestverkaufte Plug-in-Hybrid.
Ende 2016 hatten wir sechs Plug-in-Hybrid-Modelle auf dem Markt sowie
ein Modell für China. Seit März ist auch der neue BMW 5er als
Plug-in-Hybrid verfügbar. Im Sommer folgt der erste Plug-in-Hybrid von
MINI mit dem Countryman. 2018 kommt der BMW i8 Roadster als neues
Mitglied der BMW i Familie.

Auch bei rein batterieelektrischen Fahrzeugen steigt die Nachfrage.
Das zeigt der BMW i3 mit neuer Batterie mit 94 Amperestunden. BMW
Motorrad fährt bereits vollelektrisch mit dem C evolution. Seine
Reichweite ist ebenfalls deutlich gestiegen.

Insgesamt waren 2016 rund 2,6 Prozent unseres Group Absatzes
elektrifiziert. In einzelnen EU-Ländern liegt unser Marktanteil bei
E-Fahrzeugen schon bei über 20 Prozent. 2017 wollen wir 100.000
elektrifizierte Fahrzeuge verkaufen. Bereits im Januar und Februar
2017 haben wir weltweit mehr als doppelt so viele elektrifizierte
Fahrzeuge verkauft als ein Jahr zuvor. Der i3 liegt im Februar
55 Prozent über Vorjahr.

Mit unserer Strategie haben wir entschieden: Der reine Elektroantrieb
kommt auch in unsere Kernmarken. Ein vollelektrischer MINI kommt im
Jahr 2019. Ein vollelektrischer BMW X3 folgt im Jahr 2020. Reichweite
ist bald kein Kriterium mehr. Wir konzentrieren uns auf ein Optimum
aller relevanten Eigenschaften: Reichweite, Sicherheit sowie Dauer und
Haltbarkeit der Batterie. Wir glauben: Davon profitiert der Kunde am
meisten. Die Kompetenz rund um Elektromotoren, Leistungselektronik
oder Batteriezellen behalten wir in unserer Hand. Kein Wettbewerber
hat eine höhere Eigenleistung bei Elektromobilität. So sichern wir uns Kostenvorteile.

Parallel arbeiten wir an der Brennstoffzelle. Sie eignet sich
besonders für größere Baureihen und lange Distanzen. 2021 planen wir
eine Kleinserie. Ab 2025 wollen wir dann Fahrzeuge mit Brennstoffzelle anbieten.

Unsere Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor statten wir bis 2025
durchgängig mit elektrischen Rekuperationssystemen von 12 und 48 Volt aus.

Welcher Antriebmix sich am Ende ergibt, entscheidet der Kunde. Wir
gehen von zwei Trends aus:

Die Nachfrage nach E-Mobilität nimmt im nächsten Jahrzehnt
deutlich zu.2.  Die Entwicklung wird speziell in einigen Märkten stark von der
Gesetzgebung getrieben.

Darum geben wir bei unserem Ausblick für den Anteil elektrifizierter
Fahrzeuge im Jahr 2025 eine Spanne von 15 bis 25 Prozent an. Vor
diesem Hintergrund entwickeln wir unsere Fahrzeugarchitekturen weiter:
Schon heute sind diese so beschaffen, dass wir für jede Modellreihe
Verbrenner und Plug-in-Hybrid auf demselben Band bauen können. Das ist
ein Resultat aus unserem project i.

Nach 2020 wird uns project i 2.0 in die Lage versetzen, für unsere
Baureihen auch ein rein batterieelektrisches Modell auf die Straße zu
bringen. Dazu richten wir unsere Architekturen nun auf Verbrenner und
den rein batterieelektrischen Antrieb aus. Wir können Verbrenner und
E-Antriebe nicht nur am selben Band montieren und lackieren. Wir
benötigen auch nur einen Karosseriebau, um Modelle mit Verbrenner oder
E-Antrieb herzustellen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Je nachdem wie
sich die E-Mobilität in einem Segment oder Markt entwickelt – wir sind
extrem flexibel bei Planung und Produktion.

Damit zum zweiten Feld unserer Prioritäten: Digitalisierung und Vernetzung.

Mit dem iNEXT haben wir einen neuen Innovations-Leuchtturm
entschieden. So wie project i übernimmt BMW i nun wieder eine
strategische Aufgabe. So entwickelt iNEXT als Fahrzeugprojekt
E-Baukästen für unsere E-Offensive quer durch alle Marken und
Segmente. Durch die Digitalisierung entstehen völlig neue
Möglichkeiten. Das Auto wird zum Lebensraum, der intuitiv bedient
wird, sich voll in das Leben des Kunden integriert und von ihm lernt.
Auf der CES in Las Vegas haben wir einen Blick auf die Bedienung und
das Interieur der Zukunft gegeben.

Beim autonomen Fahren wollen wir schnelle Fortschritte. Dazu zwei
Entscheidungen aus der Strategie: Erstens bündeln wir im neuen
Forschungs- und Entwicklungszentrum für autonomes Fahren bei München
ab 2017 alle Kompetenzen in diesem Feld. Zweitens testen wir noch in
diesem Jahr automatisiertes Fahren in der Innenstadt. Dazu setzen wir
eine Testflotte aus 40 computergesteuerten Fahrzeugen ein.

Die Digitalisierung bringt neue Anbieter mit ihren Geschäftsmodellen
in den Automobilsektor. Dafür gibt es einen starken Grund: Die
individuelle Mobilität ist ein attraktives Zukunftsfeld. Eine digital
vernetzte Welt erfordert mehr denn je die Fähigkeit zur strategischen Zusammenarbeit.
Mit unserer Strategie haben wir klar entschieden: Was machen wir
weiter selbst? Wo profitieren wir von Partnerschaften?

Ich stelle das anhand der ACES dar:

Als Voraussetzung für autonomes Fahren haben
wir 2015 mit den anderen deutschen Premiumherstellern den
Kartendienst HERE übernommen. Seit 2016 kooperieren wir erfolgreich
mit Intel und Mobileye. Intel ist auch Partner der offenen Plattform
HERE für Navigation in Echtzeit. Die Übernahme von Mobileye durch
Intel zeigt, dass wir die richtigen Partner haben. Unser Angebot
einer nicht-exklusiven Plattform für die Automobilindustrie wird
damit noch attraktiver.
Bei der Vernetzung setzen wir auf
ein OEM Backend. Die Sicherheit der Daten und der Schutz der
Privatsphäre unserer Kunden hat für uns Priorität. BMW
ConnectedDrive ist eine Eigenleistung. Darüber hinaus suchen wir
gezielt die Zusammenarbeit und Beteiligung an innovativen Start-ups.
Bei der Elektrifizierung setzen
wir beim Antriebsstrang stark auf Eigenleistung. Weltweit
unterstützen wir Projekte für eine öffentliche Ladeinfrastruktur. In
Europa beteiligen wir uns mit anderen Herstellern am Aufbau eines
Netzes von Schnellladesäulen. Bei der Brennstoffzelle arbeiten wir
weiter mit unserem Partner Toyota zusammen.
Bei den Services
bauen wir unser Angebot mit der NOW Familie weiter aus. Dies ist ein
ganzheitlicher Ansatz für die großen Themen urbaner Mobilität:
Parken, Laden, Luftqualität.Unser Carsharing Angebot DriveNow hat bereits über 800.000 Kunden in
elf europäischen Städten. Ein Fünftel sind elektrische BMW.
ReachNow ist seit 2016 unser On-Demand Mobility Service in den USA,
mit dem wir völlig neue Services pilotieren. Auch in Peking testen wir ReachNow.
ChargeNow umfasst bereits 65.000 Ladestationen in 29 Ländern und soll
auch für andere OEMs geöffnet werden.
ParkNow ist bereits im neuen BMW 5er sowie in die App BMW Connected
integriert. Via Internet und App ist der Service offen für jeden Autofahrer.

Meine Damen und Herren,
wir leben in bewegten Zeiten. Mit unserer Strategie steuern wir auf
klarem Kurs durch alle Unwägbarkeiten. Dabei bleiben wir offen und flexibel.

Aktuell haben wir bei der BMW Group eine Basis von circa 30 Millionen
Kunden, die wir fast ausschließlich über das traditionelle
Fahrzeuggeschäft generieren. Bis 2025 wollen wir diese auf mehr als
100 Millionen Kunden erweitern. Dazu nutzen wir neben dem
Automobilgeschäft auch Dienstleistungen und fahrzeugunabhängige Dienste.

Unsere Reputation umfasst neben den zentralen Leistungskennzahlen
auch Nachhaltigkeit und unsere Attraktivität als Arbeitgeber. So
gewinnen wir junge Talente, die wir im Zuge der Digitalisierung aller
Geschäftsfelder benötigen. Bereits heute stellen wir mehr
IT-Spezialisten als Maschinenbauer ein. Insgesamt haben wir im
vergangenen Jahr 6.900 neue Mitarbeiter an Bord geholt.

Wir haben erneut über 350 Millionen Euro in die Aus- und
Weiterbildung unserer Mitarbeiter investiert.Unsere Mitarbeiter und
Aktionäre profitieren von unserem Erfolg im Jubiläumsjahr 2016: Wir
zahlen die bisher höchste Erfolgsbeteiligung. Und Vorstand und
Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, die bisher
höchste Dividende auszuschütten.
 Damit zum letzten Schwerpunkt: Unsere Neuheiten für die Kunden.

2017 starten wir die größte Modelloffensive in der Geschichte der BMW
Group. Mehr als 40 neue und überarbeitete Modelle bringen wir in
diesem und im nächsten Jahr auf den Markt.

Im Mittelpunkt steht die neue BMW 5 Reihe. Die Limousine ist seit
Februar auf dem Markt. Das Plug-in-Hybrid-Modell und das M Performance
Automobil sind seit drei Wochen verfügbar. Touring und Langversion für
China folgen im Sommer. Und sicher wird es auch wieder einen M5 geben.

Auf dem Autosalon in Genf hat die überarbeitete BMW 4er Reihe viel
Aufmerksamkeit erhalten. Seit März sind alle neuen 4er Modelle im Handel:
Coupé, Cabrio und Gran Coupe sowie M4 Coupé und M4 Cabrio.

Unsere Kunden lieben die BMW X Modelle. Im Jahr 2016 war eines von
drei verkauften BMW Fahrzeugen ein X Modell. Im Rahmen unserer
Strategie erweitern wir die X Familie: Der BMW X7 spricht ab 2018 neue
Kunden in der Oberklasse an. 2018 bringen wir auch den BMW X2. Bereits
unser Konzept-fahrzeug hat gezeigt, dass sich der X2 im Design
deutlich abhebt. Das wird auch beim Serienmodell so sein. Noch in
diesem Jahr kommt der neue X3 auf den Markt. Wie das Bild andeutet,
sorgen unsere Ingenieure erneut für größte Fahrsicherheit bei
maximalem Fahrspaß.

Die Modellpalette bei MINI haben wir gerade mit dem neuen MINI
Countryman erweitert. Er ist neben dem Clubman das zweite Angebot von
MINI im schnell wachsenden Segment der Premium-Kompaktklasse.

Rolls-Royce repräsentiert den Inbegriff von absolutem Luxus. 2016 kam
der Dawn auf den Markt. Mit den Black Badge Modellen des Ghost und
Wraith erschließt die Marke neue Zielgruppen.
Die achte Generation des legendären Phantom wird Ende 2017 folgen und
eine völlig neue Aluminiumarchitektur besitzen.

Auch BMW Motorrad begeistert seine Kunden mit 14 neuen oder
überarbeiteten Modellen in diesem Jahr. Die Wachstumsstrategie
„Fit-4-2“ zahlt sich aus. Im Jahr 2020 wollen wir mehr als 200.000 BMW
Motorräder und Scooter absetzen. Dazu erweitert BMW Motorrad das
Händlernetz in Asien und den USA.

Sie sehen: Wir verjüngen unser gesamtes Portfolio. Damit stärken wir
die Leistungsseite. Mit unserer Strategie legen wir einen klaren Fokus
auf das renditestarke obere Luxussegment. Wir wollen mit BMW die
stärkste Marke in diesem Segment werden – und bis 2020 unseren Absatz
und Umsatz hier deutlich erhöhen. Dazu bringen wir neue, emotionale
Modelle wie den X7. Wir nutzen für den Ausbau unseres Angebots in
dieser Klasse auch gezielt die Marken BMW i und BMW M.

Meine Damen und Herren,

die BMW Group hat sich immer verändert. Ich bin zuversichtlich: In
den nächsten Jahren wandeln wir uns erfolgreich zur tech company für
Premiummobilität und Premiumservices. Unsere Strategie NUMBER ONE >
NEXT weist uns den Weg, damit das Unternehmen in seiner Vielfalt
weiter profitabel wächst.

Vielen Dank!

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