Landkreis Cham ist Preisträger Landschafft 2017

By   /  March 25, 2017  /  Comments Off on Landkreis Cham ist Preisträger Landschafft 2017

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Landkreis Cham ist Preisträger Landschafft 2017

Am Freitag, dem 24. März
2017, hat der Vorsitzende der Deutschen Stiftung für Kulturlandschaft, Dr. Helmut
Born, in Berlin den Preisträger „Landschafft 2017“, den Landkreis Cham, der
Presse vorgestellt. Mit diesem Preis ehrt die DSK alle zwei Jahre einen
Landkreis, der sich aus eigener Kraft und trotz peripherer Lage, wirtschafts-
und gesellschaftspolitisch äußerst positiv entwickelt. Der Preisträger zeigt
damit, dass der Verfassungsauftrag einer gleichwertigen Entwicklung des
ländlichen Raums und der Städte nach wie vor erfüllbar ist.
 
Dr. Born wies darauf hin,
dass der Landkreis Cham mit seiner Grenzlage am „Eisernen Vorhang“ bis in die
achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts durch hohe Arbeitslosigkeit, wenige
Industrieansiedlungen und eine nur schwach entwickelte Verkehrsinfrastruktur
gekennzeichnet war. Noch 1986 lag die durchschnittliche Arbeitslosen-Quote im
Landkreis Cham bei einem Spitzenwert von über 20 Prozent. Heute sieht das ganz
anders aus. Die Bevölkerungszahl ist auf etwa 126.000 Einwohner angestiegen,
die aktuelle Arbeitslosequote liegt bei unter drei Prozent und durch enge
Kooperation mit Tschechien pendeln täglich mehr als 3000 Arbeitskräfte aus
diesem Land nach Cham. Diese Entwicklung wurde dadurch möglich, dass der
Landkreis Cham seit der Grenzöffnung konsequent auf die Unterstützung kleiner
und mittelständischer Unternehmen mit hohem Innovationspotential gesetzt hat,
und nicht nur als verlängerte Werkbank internationaler Konzerne dienen wollte.
 
So ist eine
Technologieregion entstanden, die grenzüberschreitend auf ein Kompetenznetzwerk
Mechatronik mit 30 mittelständischen Industriebetrieben aus den Bereichen
Maschinenbau, Industrieelektronik und Kunststofftechnik setzen kann. Der
Landkreis setzt nicht nur auf die klassische Wirtschaftsförderung, sondern
hilft zum Beispiel vielen kleineren Unternehmen beim Übergang in digitale
Strukturen. Zwei Gründerzentren, ein Technologiecampus als Außenstelle der Technischen
Hochschule Deggendorf und das ins Auge gefasste Digitale Gründerzentrum
verbessern systematisch den Wissens- und Technologietransfer in die örtlichen
Unternehmen.
 
Der Landkreis investiert
überdurchschnittlich in Schulen, Fachschulen, Fachhochschulen und verschiedene
Weiterbildungsaktivitäten für seine Mitbürger. Bei den Fachschulen gibt es
mittlerweile auch eine Spezialisierung für Umwelttechnik und regenerative
Energien oder künftig auch für Sozialpädagogik. Das Gesundheitswesen wird durch
einen neuen Gesundheitscampus als akademische Ausbildungseinrichtung in Bad
Kötzting unterstützt. 2017 soll ein neuer internationaler Studiengang „digitale
Produktion“ eingerichtet werden und die erstaunliche Entwicklung des neuen
Hochschulstandortes Cham weiter voranbringen. Auch durch seine enge Vernetzung
mit der angrenzenden tschechischen Region in der Europaregion Donau-Moldau wird
dieser Aufbau verstärkt.
 
Der Landkreis Cham verfügt
über eine äußerst attraktive und vielfältige Kulturlandschaft in einer
Mittelgebirgsregion. Diese fördert die Standortqualitäten für die Bewohner und
die Attraktivität als Tourismusregion. Gepflegt wird diese Kulturlandschaft vor
allem von wettbewerbsfähigen Milcherzeugern in der Landwirtschaft, aber auch
einer umfassenden Produktion von Biomasse als erneuerbarer Energie (Holz und
Biogas). Rund 60 Prozent des eigenen Strombedarfs wird im Landkreis aus
erneuerbaren Energien selbst erzeugt.
 
Der Landrat des Landkreises
Cham und Bezirkstagspräsident der Oberpfalz, Franz Löffler, und die
Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder und Karl Holmeier bedankten sich für
die hohe Auszeichnung und erläuterten die außergewöhnliche Entwicklung des Landkreises
Cham. Dieser habe es geschafft, das Wertschöpfungspotential der Menschen in der
Heimat zu behalten und auszubauen. Auch die junge Generation kann hier entgegen
dem allgemeinen Trend der „Landflucht“ leben und arbeiten und sich eine
lebenswerte Zukunft aufbauen. Dazu hat die gezielte Wirtschaftsförderung des
Landkreises, der Aufbau von innovativen Netzwerken mit wissenschaftlich
orientierten Forschungs- und Entwicklungszentren, ein reges Bildungs- und
Kulturleben, vor allem aber der Fleiß und das Engagement der Bürger in den kleinen
Städten und Dörfern des Landkreises Cham beigetragen. „Beste Aussichten“ ist
deshalb nicht nur die Werbebotschaft dieses Landkreises, sondern die reale
Perspektive seiner Bürger.

Der Landrat des Landkreises
Cham und Bezirkstagspräsident der Oberpfalz, Franz Löffler, und der Vorsitzender der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft, Dr. Helmut Born (v.l.n.r.)

 

 
(v.l.n.r.) Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft, Dr. Helmut Born, die Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder, Landrat des Landkreises Cham und Bezirkstagspräsident der Oberpfalz,
Franz Löffler und der Bundestagsabgeordnete Karl
Holmeier.

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